Orpheus und Eurydike im Staatstheater
Neu auf dem Spielplan des Staatstheaters findet sich das Stück "Orpheus und Eurydike" von Christoph Willibald Gluck. Die Wiener Fassung von 1762 als Oper in 3 Akten in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln feierte am 28. Januar Premiere im Großen Haus des Staatstheaters.Die Handlung beginnt mit dem Sänger Orpheus (gesungen von Erica Brookhyser in einer sogenannten "Hosenrolle"), der am Grab seiner verstorbenen Gattin Eurydike trauert. In seiner Verzweiflung fleht er die Götter an, seine Frau aus dem Totenreich zurückzuholen oder ihn sterben zu lassen. Dieser Klagegesang stimmt die Götter milde - sie schicken Amor, der ihm die Bedingung erklärt, daß er sie beim Wiedersehen in der Unterwelt nicht ansehen darf, da sie sonst auf ewig dem Tode geweiht ist.
Mit der Kraft seiner Liebe begibt er sich in die Unterwelt, wo er seiner geliebten Eurydike wieder lebend begegnet.
Eurydike ist glücklich, jedoch erscheint ihr sein abweisendes Verhalten rätselhaft. Sie zweifelt an seiner Liebe und weigert sich, ihm zu folgen, worauf er diese Qual nicht aushält und sich zu ihr umdreht.In dem Moment, in dem er sie ansieht, stirbt Eurydike erneut. Diesen Verlust beklagend will er sich selbst töten um mit ihr vereint zu sein. Doch da greift Amor ein weiteres Mal ein und verkündet die Gnade der Götter! Treue und Liebe werden belohnt und Eurydike erneut zum Leben erweckt.
Dieser Opern-Bestseller aus Liebe, Sehnsucht, Schicksal, Mystik, Leben und Tod wird an diesem Abend zu einem angenehmen und romatischen Ganzen. In nur 90 Minuten bekommen Opern- und Tanztheater Fans eine leicht verdauliche Mischung aus Gesang, Tanz und brilliant eingesetztem Chorgesang serviert. Die Premiere war gelungen - dies konnte man auch am Applaus des Publikums ablesen.
Ein Stück, das auch sehr geeignet für junge Operneinsteiger ist, wie Titelsängerin Erica Brookhyser auch im Interview mit der Theaterzeitung erklärt.

