42 Millionen Euro für 51 Maßnahmen
„Seit 2009 hat der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt in der Wissenschaftsstadt 51 Maßnahmen entwickelt, gesteuert und umgesetzt. Mit dem Jahresende 2011 ist es ihm gelungen, fristgerecht alle Maßnahmen im Konjunkturprogramm abzuschließen. Das war für die Kolleginnen und Kollegen im Eigenbetrieb ein riesiger Kraftakt. Das verdient viel Respekt, Anerkennung und Dank“, sagte Baudezernentin Brigitte Lindscheid bei der Vorstellung der Bilanz des Konjunkturprogramms in Darmstadt am Dienstag (31.). „Im Bereich der Infrastrukturmaßnahmen wurden nachhaltige bauliche Verbesserungen an öffentlichen Gebäuden umgesetzt. Mehr als 42 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel führten, ergänzt um städtische Mittel, zu Investitionen in Höhe von knapp 48 Millionen Euro“, zog Brigitte Lindscheid das Fazit.„Das Konjunkturprogramm hat einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit an Schulen und Kindertagesstätten geleistet. Auf Grundlage des 2003 beschlossenen Schulbausanierungsprogramms wurden insgesamt allein 39,4 Millionen Euro für Neubauten und Sanierungen im Bereich Schule investiert“, führte Bürgermeister und Schuldezernent Rafael Reißer weiter aus.
Als größte Neubaumaßnahme im Bereich Schulen wurde für die Bertolt-Brecht-Schule ein Fachklassentrakt errichtet. Auf 2.350 m² Bruttogeschossfläche wurden 18 Klassenräume mit umfangreichen technischen Laborausstattungen für Experimente eingebaut. Errichtet mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Fenster mit Dreifachverglasung und entsprechender guter Isolierung der Außenhaut wurde das Gebäude energieeffizient und nachhaltig geplant.
Auch am bestehenden Gebäude der Frankensteinschule in Eberstadt wurde eine energetische Fassadensanierung umgesetzt. Der mit 1.300 m² Bruttogrundfläche erstellte Neubau und das Bestandsgebäude bilden nach Bauabschluss eine ansprechende Einheit. Durch intensive Vorbereitungen und die Bereitschaft zur Kooperation aller Beteiligten konnten für die Eberstädter Grundschüler Schulbetrieb und Baustelle parallel erfolgen.
Für die Erasmus-Kittler-Schule wurde als Teil der Gesamtsanierung ein Rohbau für ein Werkstattgebäude gebaut. Der Ausbau der Maßnahme wird mit städtischen Mitteln fortgesetzt.
Am Standort Berufsschulzentrum Mornewegstraße wurde ein Neubau als Interimsgebäude zur Sanierung der beruflichen Schulen als Holzrahmenbau mit zehn Klassenräumen inklusive Nebenräumen gebaut.
Zwei Schulen erhielten Neubauten für die Ganztagsbetreuung. Für die Andersenschule wurden drei Betreuungsräume inklusive Nebenräume mit einem Primärenergiebedarf von 126 Kilowattstunden pro m² /Jahr gebaut. Dieser Wert liegt 50 Prozent unter dem maximal zulässigen Primärenergiebedarf. Der Neubau der Schillerschule wurde mit vier Gruppenräumen und Nebenräumen als Pavillon in Holzmodulbauweise mit 360 m² Bruttogrundfläche geplant. Der Pavillon dient aktuell während der Sanierung des Schulgebäudes als Ausweichquartier für Klassen und wird später als Betreuungsraum, Lehrwerkstätte und Vorschulklassenraum flexibel genutzt.
Als größte Gesamtsanierung im Bestand wurden die Eleonorenschule, die Friedrich-Ebert-Schule und die Turnhalle der Bernhard-Adelung-Schule realisiert. Die Haustechnik wurde auf den neuesten Stand der Technik gebracht und es wurden nach schulischen Anforderungen Grundrisse verändert.
Mit Fassaden- und Dachsanierungen an der Lichtenbergschule und Käthe-Kollwitz-Schule wurden energieeffiziente Maßnahmen umgesetzt.
Für Kindertagesstätten wurden im Rahmen des Konjunkturprogramms Gesamtinvestitionen in Höhe von 5,8 Millionen Euro für Neubauten und Sanierungen verausgabt.
Als größte Neubaumaßnahme wurde im Akazienweg eine Kindertagesstätte mit fünf Gruppenräumen für Kinder unter drei Jahren und Kinder unter sieben Jahren mit Nebenräumen mit einer Gesamtfläche von 945 m² Nutzfläche gebaut. Die Außenanlage hat ein bespielbares Dach auf einem Geräteraum mit Rutsche ins Gelände. Der Neubau wurde mit der ehemaligen Kapelle und dem später dazugekommenen Mehrgenerationenhaus baulich verbunden.
Die realisierte Sanierungsmaßnahme der bestehenden Kindertagesstätte Kita Messeler Straße in Arheilgen beinhaltet neben einer energetischen Sanierung und Umbaumaßnahmen auch eine Brandschutzsanierung.
Für bauliche Verbesserungen bei Maßnahmen der kommunalen Infrastruktur wurden 2,65 Millionen Euro seit 2009 verausgabt – dazu zählen Maßnahmen an Feuerwehrgebäuden, Verwaltungsgebäuden und am Freizeitzentrum Steinbrücker Teich.
Mit dem Bauaufsichtsamt, Stadtplanungsamt, Feuerwehr, Grünflächenamt, Straßenverkehrs- und Tiefbauamt wurden schnelle und pragmatische Lösungen für Neubauten und Sanierungen abgestimmt, um die Maßnahmen innerhalb der kurzen vorgegebenen Ausführungszeiten zu realisieren. Zusammen mit der Vergabe- und Beschaffungsstelle wurden die Aufträge regional und bundesweit vergeben. Gemeinsam mit dem Schulamt wurden Pauschalmittel für Ausstattungen an allen Schulen verausgabt. Jetzt arbeiten noch die Kämmerei, das Revisionsamt und der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt an der Aufstellung der Verwendungsnachweise.

