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Bilanz zum Rosenmontagszug

Hier die Bilanz der Stadt Mainz zum Rosenmonatszug 2012:

„Glasverbot“ aus Sicht des Entsorgungsbetriebes gut angenommen

Sanitätsdienste
Beim gestrigen Rosenmontagszug am 20. Februar 2012 verzeichneten die Sanitätsdienste eine vorläufige Einsatzzahl (die endgültigen Zahlen werden noch nachjustiert) im Bereich der Hilfeleistung von insgesamt 570. Darunter subsumieren sich jegliche Hilfeleistungen, die von Rettungskräften ausgingen. Es mussten 147 Transporte ins Krankenhaus durchgeführt werden, 45 Personen mussten nach den vorliegenden Rückmeldungen die Nacht im Ausnüchterungsbereich verbringen.
(Im Vorjahr 2011 hatte der Sanitätsdienst insgesamt 662 Hilfeleistungen, 155 Krankentransporte und 44 Patienten in der zentralen Ausnüchterung bilanziert. Hinweis: Nicht alle Patienten, die entlang des Zugweges nach übermäßigem Alkoholgenuss behandelt werden, müssen in die zentrale Ausnüchterung verbracht werden. Dies geschieht erst dann, wenn es aus medizinischen Gründen als notwendig angesehen wird. )
Eine endgültige Auswertung - insbesondere nach Art der Verletzung (zum Beispiel Schnittwunden) oder Altersstruktur der Hilfsbedürftigen liegt gegenwärtig noch nicht vor, da viele Einsatzkräfte noch (in weiten Teilen ehrenamtlich) bis tief in die Nacht im Einsatz waren.

Abschleppvorgänge etwa auf Vorjahresniveau
Das Verkehrsüberwachungsamt vermerkte 75 Abschleppvorgänge, die nahezu ausschließlich im Aufstellungsbereich Mainz-Neustadt stattfanden. Im Vorjahr waren 66 Abschleppvorgängen zu Buche geschlagen (im Schnitt der letzten Jahre mussten die Kräfte der Verkehrsüberwachung am Rosenmontag 69 Fahrzeuge abschleppen). Es wurden 320 Verwarnungen ausgesprochen (im Durchschnitt der letzten zehn Jahre waren dies rund 340).

Entsorgungsbetrieb: Glasverbot bei Premiere gut angenommen
Der Entsorgungsbetrieb rechnet nach ersten vorsichtigen Schätzungen aufgrund des starken Besuches beim Rosenmontagszug (sehr gutes Wetter) mit einem Müllmengenaufkommen von deutlich über 60 Tonnen. Die endgültigen Berechnungen liegen erst am morgigen Tage im Detail vor. Im Bereich der Glasverbotszone bilanziert Hermann Winkel, Werkleiter des Entsorgungsbetriebes, eine durchaus positive Annahme der Maßnahme im Verlauf der Premiere.

Im Bereich des Schillerplatzes wurden an den Einlassstellen rund 2,8 Tonnen Glas abgegeben und gegen Plastikbecher getauscht, ergänzend wurden auf dem Gelände des Schillerplatzes nochmals rund 1,2 Tonnen Glas von den Besuchern entsorgt. Insgesamt bilanziert der Werkbetrieb 5,2 Tonnen Glas, die aufgrund der Glasverbotaktion abgegeben wurden (ergänzende Container fanden sich an den „Narrentürmen“). „Bei persönlicher Inaugenscheinnahme der sehr höflichen Ansprache des Security-Personals an die Besucher war auffällig, dass zu einem frühen Zeitpunkt am Schillerplatz ein sehr hoher Anteil der Besucher dem Ansinnen des Glasverbotes gegenüber positiv eingestellt war und Glasbehältnisse in hohem Maße getauscht wurden. Auffällig war auch, dass ein nicht geringer Teil der Besucher bereits von dem Glasverbot wusste und Plastikbehältnisse dabei hatte.“ Das Security-Personal hatte insgesamt rund 7000 0,4l-Becher an die Besucher/innen weitergegeben.

Die Erfahrungen werden in einer Abstimmung der Beteiligten in den nächsten Tagen und Wochen aufgearbeitet. Aus Sicht des Entsorgungsbetriebes, so Winkel, sei das „Glasverbot“ auf den ersten Blick ein Erfolg. Winkel: „Aus meiner Warte könnte das Glasverbot beibehalten werden, der Effekt ist nicht gering zu schätzen. Ich halte es für möglich, dass diese Aktion in den kommenden Jahren noch höhere Akzeptanz findet.“




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