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Tänze und Balladen: Unterschiedliche Bands sorgen bei Folklore-Festival „Irish Spring“ für Stimmung in Mainz

Mit dem 17. Jahrgang des „Irish Spring – Festival of Irish Folk Music“ ist eine Show gelungen, die zwischen traditionellen Klängen und modernen Einflüssen oszilliert. Dass den „Frühlingsboten“, die in dieser Kombination erstmalig auf Deutschland-Tournee sind, bereits 20 Shows aus den vergangenen drei Wochen in den Knochen stecken, merkt man ihnen beim Konzert im Frankfurter Hof nicht an.

Als „reife Musiker“ werden Eddie Sheehan und Cormac Doyle mit einem Augenzwinkern angekündigt; doch die Musik-Größen sind keinesfalls auf Gehstöcke angewiesen. Mit traditionellen Balladen und modernen Einflüssen der Irish Bouzouki, die in den 1970er Jahren ihren Weg von Griechenland auf die grüne Insel fand, heizen sie dem Publikum ein, bewegen zum Mitsingen in der „Native Irish Language“.

Mit David Munnelly am Knopfakkordeon, Shane McGowan an der Gitarre und Joseph McNulty an der Geige versteht es das David-Munnelly-Trio, Folk, Rock und Jazz miteinander zu verbinden. Zu einem Experiment laden sie ein, indem sie „Mná na hÉ ireann“ in völliger Dunkelheit spielen. Frisch geschärfte Ohren machen den darauf folgenden jazzigen Titel „On the Go“ zu einem wahren Klangerlebnis.

„Modern Tradition from the North“ verspricht Connla – eine Band aus „Englands letzter Kolonie“, wie sich die Gruppenmitglieder scherzend vorstellen.

Das Geschwisterpaar Emer und Conor Mallon (keltische Harfe, Uilleann Pipes) verbindet zwei Instrumentenextreme, die unerwartet gut miteinander harmonieren. Mit Gitarrist Paul Starrett, Flötist Ciaran Carlin und der virtuosen Stimme von Ciara McCafferty begeistert die Band mit einem Stück über den Krieger Connla, der von seinem Vater Cú Chulainn im Kampf getötet wird. Mit Funky-Step-Dance ist Andrew Vickers stets mittendrin, wenn flotte Jigs, rhythmische Reels und verschachtelte Hornpipes auf dem Programm stehen. Die Tanzeinlagen des „Fuß-Perkussionisten“ sind eine hochprofessionelle Jam-Session, bei der er sein Programm mit Elementen aus dem traditionellen Sean Nós-Tanz, dem irischen Stepptanz und dem American Tap jeden Abend aufs Neue improvisiert. Highlight der Show ist das große Finale, bei dem alle elf Künstler es vermögen, auch die letzten Konzertbesucher aus den Stühlen zu reißen.
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