Interview mit der Dritte Raum (Win Tickets!)
Interview – Der Dritte Raum- Im September haben die letzten Open-Airs die kalte Jahreszeit eingeläutet. Was hast du im Sommer 2009 bei deinen Gigs alles erlebt?
Wir haben diesen Sommer eine kleine Auftritts-Pause eingelegt und waren deshalb nur auf wenigen Veranstaltungen. Highlights waren z.B. die Gigs auf der Fusion oder der Nation, wo Andreas Ernst die Klarinette bei Swing Bop live gespielt hat. Ganz allgemein sind Open-Air Gigs immer eine besondere Herausforderung an die Improvisations- und Outdoor Leidenschaft. Da braucht man Nerven, wird aber mit hohem Spaßfaktor belohnt.
- Blieb da auch noch Zeit fürs Studio um neues Material entstehen zu lassen?
Wie gesagt, wir haben in den vergangenen Monaten einen kleinen Auftritts-Break eingebaut. Solche Pausen bauen wir schon seit vielen Jahren ein, um Abstand zu gewinnen, den Spaß an der Sache nicht zu verlieren und vor Allem, um ausreichend Zeit für´s Studio zu haben. Wenn du jedes Wochenende 2, 3 Auftritte hast, schrumpft die Woche auf 3 Tage. Da bleibt dann nicht mehr viel Zeit, um intensiv an neuen Sounds zu schrauben und Musik zu veröffentlichen. Es sei denn, du hast einen Produzenten...
- In letzter Zeit sind viele auf den housigen Zug aufgesprungen, andere prophezeien, dass es bald wieder härter zur Sache gehen wird. Was denkst du persönlich, wohin sich die elektronische Szene in nächster Zeit hin entwickeln wird?
Ich könnte mir vorstellen, daß eine Trennung zwischen glatter, kommerzieller Tanzmusik und eher abgefahrenen, technolastigen Elektrosounds kommen wird. Vieleicht „härter“, bestimmt aber energiegeladener, und ekstatischer, was ja auch besser in unsere Zeit passt. Soundmässig denke ich, daß akustische Instrumente bzw Mikrofon-Aufnahmen wiederentdeckt werden. Angesichts des PlugIn und Sample Library Overkills gleichklingender und unpersönlicher Sounds wäre das kein Wunder.
- Eine interessante Sache kam im letzten Jahr mit „Swing Bob“ auch von euch. Plant ihr da noch mehr in der Richtung?
Swing Bop war bloß ein Spaß-Experiment, um unser Label „Save To Disc“ ins Rollen zu bringen. Ich hätte nie gedacht, daß eine Swingnummer mit mehrstimmigem Bläsersatz, klassischem Strophe-Refrain Aufbau und Klarinettensolo (!) eine der meistverkaufenten Club-Vinylsingles 2009 werden könnte. Diese Woche ist gerade die Online Version nebst Remix und Bonus Track erschienen. Ich werde aber vorerst nicht weiter an diesem Swing Thema arbeiten.
- Im November bist du schon zum zweiten Mal in Stuttgart dieses Jahr und auch noch im Loft in Ludwigshafen. Hast du ein besonderes Verhältnis zum Süden, oder passte das einfach in den Tourkalender?
Wir finden es immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Szenen in den verschiedenen Regionen sind und freuen uns auf Stuttgart und Ludwigshafen.
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Das Interview führte: PARTYSAN BaWü


