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Schülerin vor 24 Jahren vergewaltigt: Mann vor Gericht

Kriminalgericht Moabit Der Eingang des Kriminalgerichts Moabit in Berlin. Foto: Britta Pedersen/Archiv Foto: © Britta Pedersen

Berlin (dpa/bb) - Rund 24 Jahre nach der Vergewaltigung eines damals 14-jährigen Mädchens in einer Gartenlaube in Berlin-Köpenick kommt der dritte mutmaßliche Täter vor das Landgericht. Der inzwischen 47-Jährige soll im Juli 1993 auf einer Diebestour mit zwei bereits rechtskräftig verurteilten Komplizen dem Mädchen und deren 15-jährigen Freund begegnet sein. Die Schüler hatten den Ermittlungen zufolge mit Erlaubnis der Eltern in der Laube übernachtet. Alle drei Einbrecher hätten die Schülerin vergewaltigt.

Sichergestellte DNA-Spuren führten zwei Jahre nach der Tat zu einem ersten Prozess. Der damalige Angeklagte erhielt fünf Jahre Haft. 2008 wurde ein zweiter Täter verurteilt. Zu Ermittlungen gegen den 47-Jährigen kam es durch einen DNA-Treffer. Dem aus Rumänien stammenden Mann war nach einem Diebstahl 2014 in Paris eine DNA-Probe entnommen worden. Als mutmaßlicher Vergewaltiger wurde er im Mai 2017 in Dänemark festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert.

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