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Berlin

Nach der Flucht

Sonderaustellung

Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Sonderausstellung „Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“ bis Ende Juli 2019 verlängert

Berlin, 9. April 2019 – Die Sonderausstellung „Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“ in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde wird bis zum 28. Juli 2019 verlängert. Sie ist als Wanderausstellung konzipiert und kann von Institutionen und Museen übernommen werden. Interessenten, die die Ausstellung gern übernehmen möchten, können sich direkt an die Bildungsabteilung der Erinnerungsstätte wenden (Kathrin Steinhausen, Tel: 030 – 75 65 73 94 | E-Mail: steinhausen@stiftung-berliner-mauer.de).

In Marienfelde ist die Ausstellung bis zum 28.7. dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Seit der Eröffnung im Juni 2017 haben bereits rund 17.000 Besucher die Ausstellung besucht.

Konzeption der Wanderausstellung: Filminterviews 2012 und 2016

Im Fokus der Ausstellung stehen Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. In Filminterviews berichten ein Iraner sowie Familien aus Afghanistan, Syrien und Tschetschenien kurz nach ihrer Ankunft 2012 vom Verlassen der Heimat und von ihren Hoffnungen für die Zukunft. 2016 begegnen wir ihnen erneut und erfahren, wie sie die Herausforderungen des Neuanfangs bisher gemeistert haben: Haben Sie das Gefühl, im neuen Land angekommen zu sein? Welche Möglichkeiten haben sich ihnen geöffnet, und an welche Grenzen stoßen sie?

Ausgehend von den persönlichen Geschichten der Geflüchteten lenkt die Ausstellung den Blick auch auf die Aufnahmegesellschaft: Wie reagieren Politik, Medien und Bevölkerung auf die Zuwanderung? Die Ausstellung spiegelt die kontroversen Debatten zwischen Aufnahme und Abwehr, Diskriminierung und Integration. Sie thematisiert verschiedene Konzepte von Zugehörigkeit und hinterfragt den Umgang mit Zahlen und Sprache.

Planspiel zur Ausstellung: „Ankunft in Andersland“ für Jugendliche ab 16 Jahre

Zur Ausstellung gibt es auch das Planspiel „Ankunft in Andersland“, das bei Schulklassen beliebt ist. Es richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und dauert ca. 3 Stunden. Eine Anmeldung ist erforderlich (E-Mail: bildung-enm@stiftung-berliner-mauer.de).

Beim Spiel begeben sich die Teilnehmenden an der Grenze zum fiktiven Land Alikuby in die Rolle von Flüchtlingen – im Gepäck die Geschichte ihrer Flucht und Ziele für die Zukunft. Sie alle stehen nach ihrer Ankunft vor Herausforderungen: Sie benötigen Arbeit und ausreichend Geld, um eine Wohnung mieten und einrichten zu können. Die SpielerInnen müssen sich in ihrer jeweiligen Rolle dem Asylverfahren stellen, damit sie ihre Aufgaben bewältigen können. Sie müssen die Sprache lernen und sich mit Land und Leuten vertraut machen. Am Ende können alle diskutieren, warum manche mehr erreicht haben als andere. Dabei wird eine Brücke von den Erlebnissen und Erfahrungen im fiktiven Land Alikuby hin zur Flüchtlingspolitik und Aufnahmepraxis in Deutschland geschlagen. Pressekontakt:

Judith Bilger I Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer I Marienfelder Allee 66/80 I 12277 Berlin I Tel.: 030 / 75 00 84 00 l Fax: 030 / 75 44 66 34 l E-Mail: presse@stiftung-berliner-mauer.de

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