Du bist in
Umkreis: 25 km
Berlin

Feuerwehr muss wegen Unwettern 180 Mal ausrücken

Über Berlin und Brandenburg sind am Montag schwere Gewitter hinweggezogen. Am Berliner Müggelsee wurden innerhalb von zehn Minuten 20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen, auch in anderen Stadtteilen liefen viele Keller mit Wasser voll. In einigen Teilen der Landkreise Uckermark, Oberhavel und Barnim kam es zu heftigem Starkregen, Sturmböen und Hagel.



Blitzeinschläge und übergelaufene Kanalisationen

Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr 180 Einsätze, die mit dem Gewitter in Verbindung standen, teilte ein Sprecher am Dienstagvormittag mit. Daneben gab es noch 18 Brandalarme, darunter waren auch zwei Brände nach Blitzeinschlägen. Konkret gerieten in den Stadtteilen Rudow und Britz durch Blitzeinschlag zwei Einfamilienhäuser in Brand. Es gab keine Verletzten, die Brände konnten schnell gelöscht werden.

Wegen des heftigen Gewitters hatte die Feuerwehr am Montagabend von 17.00 Uhr bis 20.45 Uhr den Ausnahmezustand ausgelöst. Das bedeutet, dass sie Notmeldungen nicht mehr der Reihe nach abarbeitet, sondern priorisiert.



Auch in Brandenburg verursachte das Gewitter Brände. In Schenkendorf bei Mittenwalde (Dahme-Spreewald) schlug ein Blitz am frühen Montagabend in ein Wohnhaus ein. Daraufhin geriet ein Stromverteiler in Brand. Bei einer Frau besteht demnach der Verdacht auf eine Rauchvergiftung. In Erkner (Oder-Spree) gelangte nach Angaben der Polizei Wasser aus der Kanalisation auf die Straße.



Gewitter führt zu Verspätungen bei Bahnen

Im Osten von Berlin war infolge von Blitzeinschlägen der regionale Bahnverkehr beeinträchtigt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte am Montagabend, dass der Regionalverkehr nur bis Lichtenberg und nicht bis Ostkreuz fahren könne - Fahrgäste mussten auf diesem Streckenabschnitt auf S-Bahnen umsteigen. Zeitweise kam es auch zu Störungen in Berlin-Rummelsburg - dort seien aber nur Abstellfahrten ohne Fahrgäste betroffen gewesen, so der Sprecher.



Laut den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) waren mehrere Straßenbahnlinien in den Stadtteilen Köpenick und Schöneweide betroffen, zwischen Tegel und Schönholz fuhren zudem zeitweise keine S-Bahnen.



Am Flughafen Tegel wurde die Abfertigung am späten Nachmittag kurz unterbrochen. Auf dem Flughafen Schönefeld kam es wegen des Gewitters zu Verzögerungen. Im gesamten Stadtgebiet fielen einige Ampeln aus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. Autofahrer wurden gebeten, vorsichtig an die betroffenen Kreuzungen heranzufahren.

Unterhaltung