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Berlin

Erinnerung an den Fall der Berline Mauer vor 30 Jahren

Zentrale Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Berliner Mauer



Berlin, 9. November 2019 – Im Gedenken an die Friedliche Revolution im Herbst 1989 und den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 hat heute Vormittag die zentrale Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie den vier Staatsoberhäuptern der Visegrád-Staaten (Ungarn, Tschechien, Polen, Slowakei) und der Bundeskanzlerin Angela Merkel stattgefunden.



Bei der anschließenden Andacht in der Kapelle der Versöhnung appellierte die Bundeskanzlerin: „Wir alle sind aufgefordert, das Unsere für Freiheit und Demokratie zu tun.“ Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, betonte: „An die internationale Dimension des Mauersturzes zu erinnern, ist uns in diesem Jahr ein besonderes Anliegen. Als Ort der historisch-politischen Bildung dürfen wir in Gedenkstätten jedoch nicht nur zurückschauen, denn unsere Besucherinnen und Besucher kommen mit ihrem heutigen Blick und ihren heutigen Fragen. Deshalb haben wir junge Menschen aus acht europäischen Ländern eingeladen, um mit ihnen zwei Tage lang über „Europa heute“ ins Gespräch zu kommen.“



Rund 750 Menschen nahmen an der Gedenkveranstaltung teil. Zu den geladenen Gästen gehörten auch der Präsident des Bundestages, Wolfgang Schäuble, der Präsident des Deutschen Bundesrates, Dietmar Woidke, die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, die Bundesfamilienministerin, Franziska Giffey und der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, Berlins Senator für Kultur Klaus Lederer der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU), Roland Jahn, zahlreiche ZeitzeugInnen, VertreterInnen von Opferverbänden sowie Angehörige von Opfern an der Berliner Mauer.



Als Symbol für den Widerstand und das friedliche Durchbrechen der Mauer steckten alle Gäste bunte Rosen in die Hinterlandmauer an der Bernauer Straße. An der Veranstaltung beteiligt waren auch rund 120 SchülerInnen aus der Ukraine, den vier Visegrád-Staaten, Deutschland, Frankreich und Norwegen, die sich im Rahmen einer Jugendbegegnung zum Thema „Mein Europa – unser gemeinsames Europa“ mit ihren Visionen und Träumen zu Europa beschäftigten und im Rahmen der Veranstaltung jeweils ein Statement vortrugen.



Abschließend entzündeten alle Teilnehmenden in Erinnerung an die Friedliche Revolution im Herbst 1989 Kerzen am Denkmal der Gedenkstätte.

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