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Stadion am Böllenfalltor

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Stadion am Böllenfalltor
Nieder-Ramstädter Str. 170
64285 Darmstadt
Tel.: 06151/ 66 66 98
Fax: 06151/ 66 66 99
info@sv98.de
472.545 Ansichten http://sv98.de

Benannt wurde das Böllenfalltorstadion nach Pappeln, den so genannten „Böllen“, welche zu Zeiten des großherzoglichen Darmstadt auf dem Weg nach Traisa wuchsen. In unmittelbarer Umgebung des heutigen Stadions befand sich ein Stadttor, das den Weg nach Traisa bei Bedarf verriegelte, daher der Teil „Falltor“.

Noch heute schmückt eine Vielzahl von Pappeln den Nordrand des Stadions. Diese dürfen auf Anordnung der Stadtverordnetenversammlung von 1920 nicht gefällt werden, da der Verein seinerzeit die Patenschaft für die Bäume übernahm.

Das städtische Stadion wurde in den Jahren 1919 bis 1921 erbaut und mit einer Sportwoche vom 24. bis 31. Juli 1921 feierlich eingeweiht, unter anderem mit einem Freundschaftsspiel gegen den Freiburger FC (Deutscher Meister 1907). Die Kosten für die nach damaligen Maßstäben gelungene und vorbildliche Sportanlage lagen bei etwa 240.000 Reichsmark. Sie bot Platz für etwa 8.000 Zuschauer.

Nach dem zweiten Weltkrieg diente sie den amerikanischen Truppen als Baseball-Arena, ehe 1950 die "Lilien" als Oberligist (seinerzeit die höchste deutsche Spielklasse) wieder Einzug hielten. Damit verbunden wurden zwischen 1950 und 1952 Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, sodass das Stadion 1952 nach diversen Umbauten mit nunmehr 25.000 Plätzen neu eröffnet wurde.

Am 8. November 1975 wurde die alte, 80 Meter lange, überdachte Sitztribüne aus Holz, durch eine neue Haupttribüne mit 4.000 überdachten Sitzplätzen ersetzt. Die Baukosten beliefen sich auf 3,2 Millionen Mark.

Nach dem überraschenden und sensationellen Aufstieg der 98er in Deutschlands höchste Fußballklasse wurde auf Veranlassung des DFB die Kapazität auf 30.000 Zuschauer erhöht. Hierzu wurde im Juli 1978 die Gegengerade um 36 Stufen erhöht.

1981 wurde das Böllenfalltorstadion aufgrund einer DFB-Auflage nach dem erneuten Aufstieg in die 1. Bundesliga mit einer modernen Flutlichtanlage ausgestattet, ein Projekt mit einer Größenordnung von 1,8 Millionen Mark.

Im Jahr 2001 wurde eine 33m² große Videoleinwand installiert.

Aktuell hat das Stadion ein Fassungsvermögen von 19.000 Zuschauern, davon 4.000 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne und 15.000 unüberdachte Stehplätze.

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