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Darmstadt

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Interviews der HOBIT IV

Abschließend haben wir uns neben der Rhein Main Hochschule noch einen der Hauptveranstalter der HOBIT ausgesucht, die Hochschule Darmstadt...

Hochschule Darmstadt

1) Was bieten Sie für Studiengänge an? Wir haben eine ganze Vielzahl an Studiengängen. Ich sage Ihnen vielleicht mal die Wissenschaftsdiziplienen hinter denen sich die Studiengänge verbergen. Also das sind künstlerische Studiengänge, wie Architektur und Design. Das sind Medienstudiengänge, Spiel- und Animationsstudiengäge. Der Schwerpunkt der Hochschule Darmstadt ist aber immer noch der Bereich der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge, wie z.B. Elektrotechnik oder Maschinenbau, sowie die Architektur, welche auch zu den Ingenieurwissenschaften gehört. Wir haben aber zum Beispiel auch noch Soziale Arbeit im Angebot. 2) Gibt es einen Trend? Was wollen die meisten Leute studieren oder ist das ausgeglichen? Es gibt einen Trend, den wir schon seit Jahren beobachten. Betriebswirtschaftslehre ist nach wie vor überrannt. Soziale Arbeit wird auch sehr stark nachgefragt. Wir fangen jetzt zum kommenden Wintersemester den Studiengang Wirtschaftspsychologie an. Von dem gehen wir aus, dass er alles toppen wird. Warum? Weil wir von anderen Hochschulen wissen, dass das ein sehr nachgefragter Studiengang ist. Das heißt vom Verfahrensergebnis wird das ein NC mit einer eins vor dem Komma sein. So etwas haben wir flächendeckend noch nicht. Dazu muss man aber wissen, dass sich so ein Ergebnis immer aus der Anzahl der vorhandenen Plätze und der Nachfrage der Bewerber ergibt. 3) Gibt es NC-freie Studiengänge? Ja, zum Beispiel Bauingenieurwesen, Informatik oder Kunststofftechnik. Aber bei allen anderen braucht man einen bestimmten NC? Ja, alle anderen Studiengänge sind zulassungsbeschränkt. 4) Wie hoch ist die Abbrecherquote ungefähr? Können Sie dazu etwas Allgemeines sagen? Nicht wirklich, da eine einzige Zahl nicht aussagekräftig wäre, solange man nicht weiß, was die jeweilige Person nach dem Abbruch macht. Wenn eine Person zum Beispiel den Studiengang wechselt, dann zählt das in der Statistik auch als Abbruch. Wenn man eine Zahl für die Abbrecher nennen müsste, würde diese bei ungefähr 30% liegen. 5) Wie stehen Sie zum Bologna-System? Wie ist Ihre persönliche Einstellung dazu? Ich kann das nicht mehr hören. Wir reden nicht mehr darüber, das ist durch. Das ist jetzt vorbei, so ist es jetzt. Diese Diskussion ist nur eine rein theoretische. Sie wird nicht mehr geführt, weil der Bologna Prozess in der Regel abgeschlossen ist und es gibt keine ernstzunehmende Diskussion wieder zurück zum Diplom zu gehen. 6) Kann man bei Ihnen ein Auslandssemester machen? Wenn ja, ist das studienabhängig? Wir sind eine große Hochschule. Das hat im Prinzip auch Vorteile. Dadurch, dass wir Serviceeinrichtungen vorhalten können, die sich eine kleine Hochschule nicht leisten kann. Deshalb haben wir zum Beispiel ein sehr umfangreiches Sprachangebot, aber auch, was Sie nachfragen ein sehr schlagkräftiges International Office, deren Aufgabe es ist, das Auslandssemester zu organisieren, für diejenigen, die es wollen. Das heißt Sie haben auch Partnerhochschulen? Ja, auf der ganzen Welt verteilt.

RheinMain Hochschule

1) Was bieten Sie für Studiengänge an? Bei uns kann man sehr vielseitig Studieren. Wir haben einen großen Fachbereich Ingenieurwissenschaften und in diesem Fachbereich kann man Maschinenbau, Umwelttechnik, Informationselektrotechnik, sowie physikalische Technik studieren. Es gibt aber noch weitere Studiengänge. Dann haben wir einen großen Fachbereich Wirtschaftswissenschaften in Wiesbaden. Die Wiesbaden Business School. Wir haben einen großen Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen mit diesen beiden Studiengängen und den Studiengang Angewandte Mathematik, auch in Wiesbaden. Design, Informatik und Medien kann man auch studieren, sozusagen als Zusammenschluss der gestalterischen Studiengänge, der Informatikstudiengänge und Media Management. Wie viele Standorte haben Sie? Zwei, in Wiesbaden und in Rüsselsheim. 2) Lässt sich ein Trend feststellen? Was wollen die Leute am meisten studieren? Es gibt Studiengänge, die sind seit Jahren konstant hoch gefragt, wie zum Beispiel Soziale Arbeit. Dieser Studiengang ist auch in der Region sehr gefragt. Ansonsten gibt es starke Unterschiede, das variiert immer mal. Maschinebau wird auch relativ stark nachgefragt, aber auch Bauingenieurwesen oder die BWL-Studiengänge, also das ist unterschiedlich. Bei den gestalterischen Studiengängen gibt es auch eine relativ hohe Nachfrage, nur dadurch, dass dort eine Begabtenprüfung gemacht werden muss und man eben so eine bestimmte künstlerische Begabung haben muss, ist die Bewerberzahl da nicht so hoch, wie bei allgemeineren Studiengängen. 3) Wie sieht es mit dem NC aus? In welchen Studiengängen benötigt man einen bestimmten NC? Im Moment ist es so, dass eigentlich in sehr vielen Studiengängen ein bestimmter NC benötigt wird. Es ist einfacher zu sagen, in welchen Studiengängen es keinen Numerus Clausus gibt. Und zwar sind das in Wiesbaden die Studiengänge Bauingenieurwesen, Angewandte Mathematik und Angewandte Informatik. Diese Studiengänge sind zulassungsfrei. In Rüsselsheim sind das die Studiengänge Medientechnik, Informationselektrotechnik und physikalische Technik. Wie sieht das mit Design? Gibt es da einen NC? Diese Studiengänge sind eigentlich auch zulassungsfrei, nur ist da die Voraussetzung, dass man diese Begabtenprüfung besteht, für Innenarchitektur und Kommunikationsdesign. Wenn man diese Prüfung besteht, kann man das dann auch studieren. Im Allgemeinen gibt es immer mehr Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung. Das ist auch der Trend bei uns. 4) Wie hoch ist die Abbrecherquote ungefähr? Können Sie dazu vielleicht etwas sagen? Leider nicht. Das muss man auch ganz differenziert betrachten. Das kann man nicht verallgemeinern. 5) Kann man bei Ihnen ein Auslandssemester machen? Grundsätzlich kann man in jedem Studiengang ein Auslandssemester machen. In den Bachelorstudiengängen auf jeden Fall. Die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu integrieren,besteht auf jeden Fall. 6) Wie stehen Sie denn zum Bologna-System? Sehen Sie das eher positiv oder negativ? Was ich positiv finde ist, dass ein Workload berechnet wird. Dass tatsächlich geschaut wird, wie viele Stunden müssen Studierende für bestimmte Fächer aufbringen und dass der Arbeitsaufwand definiert ist und dass es nicht mehr heißt, „okay, das ist irgendein Studiengang, den kann man locker abreißen“, sondern es deutlich ist, wie intensiv sich Studierende mit den Inhalten auseinandersetzen müssen. Dann gibt es natürlich immer Nachbesserungspotenzial beim Bologna Prozess. Häufig ist das auch die Rückmeldung der Studierenden, zum Beispiel, dass die Studiengänge sehr überladen sind. Da gehen wir als Hochschule dann auch drauf ein, wenn wir in die Re-Akkreditierung gehen, also wenn die Studiengänge nach fünf, sechs Jahren durch die Akkreditierungsagenturen neu bewertet und überprüft werden. Darauf wird dann auf jeden Fall Rücksicht genommen und auch nachgebessert. Also ich sage mal, dieser Prozess ist wirklich ein Prozess, der nicht abgeschlossen ist. Es gibt positive Seiten und es gibt Seiten, die auf jeden Fall noch nachgebessert werden müssen. Also allgemein und unabhängig von der Hochschule. Alle vorangegangenen Interviews findet ihr hier: HOBIT I, HOBIT II, HOBIT III
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