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Deutschland braucht Raumfahrt

Deutschland braucht Raumfahrt unter diesem Titel stand eine Pressekonferenz des Bundesverbandes der Deutschen Luft- undRaumfahrtindustrie - BDLI. Im Vorfeld der ESA Ministerratskonferenz Anfang Dezember in Berlin stellte der BDLI seine Positionen vor.



In Zeiten knapper Kassen wird in Deutschland gespart. Das gilt auch für das nationale Raumfahrtprogramm. In den letzten zehn Jahren

wurde das Budget um mehr als 25% auf heute rund 147 Millionen Euro gekürzt. Mit fatalen Folgen, betont Hans Joachim Gante,Präsidialgeschäftsführer des BDLI:"Wir haben schon einige tausend Arbeitsplätze im Raumfahrtbereich in Deutschland in den letzten Jahren verloren und wenn in diesen Programmen nicht jetzt zusätzliche Gelder angepackt werden drohen wir weiterhin qualifizierte Know How Träger zu verlieren - das ist das Problem."



Das nationale Raumfahrtforschungsprogramm muss deshalb um 50 Millionen Euro aufgestockt, das Budget für die europäischen Projekte um weitere 50 Millionen Euro erhöht werden - so die Forderung der

Industrie. Und hat nicht die neue Bundesregierung die Förderung von Forschung und Raumfahrt im Koalitionsvertrag festgeschrieben.Ein Budget von knapp 200 Millionen Euro ist jedenfalls im Vergleich

zu den 971 Millionen Euro in Frankreich und den 446 Millionen Euro in Italien immer noch gering. Evert Dudok, Chef der EADS Space Transportation und stellvertretender Vorsitzender des Forums Raumfahrt im BDLI.



"Um in der Vorbereitung von europäischen Programmen wirklich mit innovativen Technologien aufwarten zu können oder neue Ideen aus Deutschland in die europäischen Programme einzubringen, brauchen sie ein nationales Vorbereitungsprogramm, um auch die deutschen

Schwerpunkte in europäische Programme einbringen zu können."



Übrigens - in der Bevölkerung hat Raumfahrt einen großen Stellenwert: Laut einer Emnid-Studie halten 82% der Bundesbürger Raumfahrt für den Forschungsstandort Deutschland für sehr wichtig

bzw. wichtig.

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