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Mehr als 18 Millionen Deutsche pendeln

Millionen von Berufstätigen nehmen jeden Tag lange Arbeitswege auf sich. Die Zahl der Pendler in Deutschland befindet sich auf einem Rekordhoch. Egal, ob Miete oder Eigenheim: Die Kosten sind in den Randbezirken und auf dem Land meist niedriger, während es die begehrtesten Jobs in den teuren Metropolen gibt. Sofern es irgendwie möglich ist, sollte man aus gesundheitlichen Gründen jedoch darauf achten, keine zu langen Arbeitswege bewältigen zu müssen.

Ständiges Pendeln ist ungesund

Im Deutschland gibt es mehr Pendler als je zuvor: 18,4 Millionen legen an jedem Arbeitstag einen beträchtlichen Weg zurück, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Im Auto, welches von 68 Prozent der Pendler genutzt wird, bedeutet das nicht selten, im Stau zu stehen. Nur 14 Prozent fahren laut WirtschaftsWoche mit Bus und Bahn zur Arbeit. Auf dem Fahrrad sind Pendler wiederum vielen Verkehrsrisiken ausgesetzt. Und nur 8 Prozent bewältigen ihren Arbeitsweg zu Fuß. Gründe für eine große Distanz zwischen Zuhause und Job können die Mietpreise sein, aber auch das soziale Umfeld, der Partner oder der Wunsch nach einer Trennung von Arbeits- und Wohnort.

Das Wohnen in Nähe des Arbeitsplatzes kann die Lebensqualität allerdings beträchtlich steigern. So wurde laut WirtschaftsWoche nachgewiesen, dass langes Pendeln einen negativen Einfluss auf die eigenen Kinder haben kann. Während die Mehrheit der Pendler weniger als eine halbe Stunde zur Arbeit braucht, ist mehr als jeder Fünfte zwischen einer halben und einer ganzen Stunde unterwegs, 5 Prozent sogar noch deutlich länger. Doch wer lange pendle, könne dadurch R ücken- und Nackenschmerzen sowie Schlafprobleme bekommen. Für Kinder bedeute das lange Pendeln der Eltern zudem eine emotionale Belastung, die sich negativ auf ihr Verhalten auswirken könne.

Wohnen in Arbeitsnähe

Die meisten Deutschen wollen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen und auch vom Eigenheim aus möglichst weniger als 30 Kilometer zum Arbeitsplatz pendeln. In Berlin pendelt man laut einer Studie aus dem Frühjahr 2017 ca. 15 Kilometer, wenn man erschwinglich im Eigenheim wohnen will. Der Durchschnittspreis für eine entsprechende Immobilie betrage dann 2.430 Euro pro Quadratmeter. Der Weg zur Arbeit sei für Hausbesitzer in Hamburg etwas länger; in Frankfurt pendelt man zum Eigenheim etwas schneller, dafür wohnt man allerdings zum gleichen Preis auf weniger Quadratmetern.

Wegen der hohen Kosten und des finanziellen Risikos entscheiden sich viele allerdings, weiterhin zur Miete zu wohnen. Flexible Lebensentwürfe tragen ebenso dazu bei: So ist eine Mietwohnung reizvoller, wenn man weiß, dass man nur auf Zeit am jeweiligen Wohnort bleibt bzw. der Job befristet ist. Bei Mietwohnungen entfällt außerdem das Risiko, dass die Kaufpreise sinken, bis man seine Immobilie wieder verkaufen will.

Online findet man inzwischen jedoch auch spezielle Angebote, die auf solche Mieter abgestimmt sind, die nur vorübergehend in dem jeweiligen Ort arbeiten: So gibt es beispielsweise auch eine Wohngesellschaft, die Wohnungen extra für solche Menschen anbietet, die in den sächsischen Diakonie-Kliniken Zschadraß behandelt werden oder dort arbeiten - auch wenn sie "nur ein Praktikum bzw. ein freiwilliges soziales Jahr machen". Passend zur letztgenannten Gruppe werden dort auch möblierte Wohnungen angeboten.

Die meisten wohnen zur Miete

Die Mehrheit der Deutschen, rund 55 Prozent, wohnt laut Statistischem Bundesamt zur Miete. In den Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg ist der Anteil noch deutlich höher: Dort leben 71 Prozent aller Paare in einem Mieterhaushalt, bei den Alleinerziehenden und Alleinlebenden sind es sogar fast 90 Prozent. In den östlichen Flächenländern wohnen ebenfalls über 80 Prozent der Alleinerziehenden und Alleinlebenden zur Miete. Paare mit Kindern wohnen hingegen mehrheitlich im Eigenheim, während etwas mehr als die Hälfte der kinderlosen Paare im Mieterhaushalt lebt.


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