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Der Glöckner von Notre Dame - Warum sich das Disney-Musical in Berlin besonders lohnt

Vom Sommer kann man sich nun endgültig verabschieden und damit auch von fast allen Outdoor-Aktivitäten. Das heißt, Kino, Schwimmbad und Theater stehen nun wieder auf dem Plan! Die Hauptstadt Berlin mit ihrem reichhaltigen Kulturprogramm hat dabei ein besonders großes Angebot. Wir haben einen Tipp für Sie, welches Musical sich gerade in Berlin besonders lohnt: „Der Glöckner von Notre Dame“.

Zugegeben, die allseits bekannte Geschichte spielt eigentlich in der französischen Hauptstadt, doch schon die erste Auflage des Disney-Musicals feierte 1999 Premiere in Berlin - eine echte Besonderheit war es zu der Zeit, ein Disney-Musical außerhalb der USA uraufzuführen.In dieser Tradition wurde auch die Neuinszenierung des „Glöckners von Notre Dame“ im April im Theater des Westens (TdW) uraufgeführt.

Muss man mal gesehen haben: Das Theater des Westens

Was aber hat die französische Geschichte nun mit Berlin zu tun? Die Neuauflage wurde für die Bühne des Theaters des Westens inszeniert, eine bessere Location für das Musical gibt es also nicht, auch wenn das Stück bald in andere Städte wandern wird. In dem Berliner Musical-Theater werden die räumlichen Gegebenheiten im Spiel optimal ausgenutzt.Das imposante Bühnenbild von Alexander Dodge beeindruckt durch seine Vielseitigkeit. Da macht ein Besuch im ältesten Musical-Theater Deutschlands besonders viel Spaß.

Aber nicht nur die Location in der Hauptstadt stimmt. Neben dem überzeugenden Ensemble sorgen der Berliner Orso Chor und das Live-Orchester des TdW für vollen Sound und Gänsehaut-Feeling während der gesamten Aufführung.


Alte Story, aktueller Stoff

Das Drehbuch des „Glöckners“ wurde in der Neuinszenierung noch einmal überarbeitet. Die düstere Romanvorlage von Victor Hugo aus dem Jahr 1831 floss diesmal mehr mit ein als die kindgerechte Disney-Verfilmung, der unter anderem die große Beliebtheit der Geschichte zu verdanken ist.Auch die Musik wurde vom Komponisten Alan Menken noch einmal angepasst, bleibt aber einprägsam und imposant.Die Story dreht sich weiterhin um die bekannten Figuren des Glöckners Quasimodo, der sich in die schöne Zigeunerin Esmeralda verliebt. Genauso wie seine zwei Nebenbuhler: der Erzdiakon Claude Frollo und der Hauptmann Phoebus de Martin.

Mit der Neuinszenierung gewinnt der Stoff noch einmal an Aktualität: Der Glaube, Ausgrenzung sowie Angst und Hass vor dem Fremden sind zentrale Themen, die nur zu gut in die heutige Zeit und in eine weltoffene Stadt wie Berlin passen. Die Altersempfehlung ist daher auch ab 12 Jahren, für jüngeres Publikum eignet sich dann doch eher die Disney-Verfilmung, um an den teilweise sehr rauen Stoff heranzuführen.

Am Ende noch ein Geheimtipp:In Berlin ist das Preisniveau für Musicals und andere Veranstaltungen im Allgemeinen oft geringer als in anderen Städten. Das liegt an der hohen Dichte an Angeboten und dem damit einhergehenden Konkurrenzdruck. Tickets für die kommenden Vorstellungen von „Der Glöckner von Notre-Dame“ bekommt man direkt bei eventim.de. Die Neuinszenierung des Musicals ist voraussichtlich bis 4. November im Theater des Westens zu sehen.

Bildquellenangabe: Anne Stahnke /www.pixelio.de

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