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Amazon Fresh expandiert und erreicht nun auch Kunden in Hamburg


Die Branche der Lieferdienste steht vor einem gewaltigen Umbruch, möglicherweise sogar vor einer Art Revolution. Immer mehr Dienste expandieren, kooperieren miteinander oder erschließen sich komplett neue Produktfelder. Allen voran der amerikanische Konzern Amazon, der als Logistikunternehmen alltägliche Produkte verkaufte und in Zusammenarbeit mit Firmen wie DHL und Deutsche Post direkt zum Kunden lieferte. Dieses Geschäft lief und läuft derartig gut, dass jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich erzielt werden. Damit dieser Trend intakt bleibt, startet Amazon nun den Versuch, auch Lebensmittel innerhalb weniger Stunden, zum Teil sogar noch am selben Tag zum Kunden zu bringen. Unter dem Name Amazon Fresh werden nun in ausgewählten Regionen - darunter die norddeutsche Hansestadt Hamburg - über 250.000 Produkte angeboten. Für einen monatlichen Beitrag von zusätzlichen 9,99 zum Abo-Dienst Prime können die Kunden und Verbraucher nun also alle Zutaten zum Kochen bestellen. Sowohl tiefgekühlte als auch gekühlte Produkte werden angeboten, was besondere Herausforderungen an die Logistik und damit auch die Kühlkette stellt. Laut Amazon Deutschland stelle dies allerdings kein Problem dar, zumal der Test in Hamburg auch dazu dient, das Konzept auszufeilen und potenzielle Fehler zu beheben.

Dass diese Entwicklungen in der Welt der Lieferservices keine Seltenheit darstellt, zeigen diverse weitere Beispiele. Die Pizzalieferkette Domino’s beispielsweise testet bereits - ebenfalls in Hamburg und zusätzlich auch in Amsterdam - das Ausliefern eigener Gerichte per Roboter. Mithilfe eines kleinen autoähnlichen Vehikels, welches per GPS und zahlreichen Kameras beziehungsweise Sensoren gesteuert wird, können warme und kalte Produkte ohne direkten Personaleinsatz ausgeliefert werden und kommen zudem frisch und warm/kalt beim Kunden an.

Ebenso zeigt die Kooperation des Konzerns pizza.de mit unzähligen Restaurants, dass der Markt der Essensauslieferung im Wachstum begriffen ist. Mittlerweile kann in jeder deutschen mittelgroßen Stadt nahezu jede kulinarische Facette nach Hause geliefert werden. Dafür verantwortlich ist die Tatsache, dass diejenigen Restaurants, welche keine eigene Lieferung anbieten, dafür auf Kooperationen mit anderen Firmen setzen und diese Arbeit also abtreten.

Autonomes und schnelles Liefern ist somit keine Zukunftsmusik mehr, sondern wird sukzessive zum Alltag. In China geht ein Online-Versandriese noch einen Schritt weiter und plant eine Drohne, die bis zu 1000kg transportieren können soll. Dahinter steht die Absicht, jeden potenziellen Kunden in China innerhalb kurzer Zeit mit großen Mengen an Lebensmitteln oder anderen benötigten Produkten versorgen zu können, da Millionen von chinesischen Bürgern in den ländlichen Gebieten kaum Zugang zu Einkaufsmöglichkeiten haben. Sollte diese Drohne technisch realisiert werden, könnte in China in Zukunft der Kleinwagen per Drohne vor die Haustür geliefert werden.

Bildquelle:geralt
https://pixabay.com/de/drohne-logistikdrohne-paketdrohne-2816244/

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