Du bist in
Umkreis: 25 km
Berlin

Neue Studie zur Digitalisierung auf dem Online-Glücksspielmarkt

Neue Studie zur Digitalisierung auf dem Online-Glücksspielmarkt: Deutsche sprechen sich für legale Online-Spiele aus

Das Research Institutes (HRI) gilt als ein angesehenes Handelsblatt und hat eine neue Studie zum Thema Digitalisierung erhoben. Diese setzte sich mit dem Thema „Glücksspielmarkt“ auseinander. Studien zum digitalen Markt für Glücksspiele sind bisher wenig vorhanden, da das Feld einer ständigen Dynamik unterliegt und die Nachfrage nach Online-Glücksspielen erst in den letzten Jahren stetig gewachsen ist. Die Wissenschaftler, Marktforscher und Glücksspielexperten wollten in ihrer gemeinsamen Erhebung herausfinden, inwieweit sich die Digitalisierung die Glücksspiele verändert und welche Chancen und Risiken ihr innewohnen. Dabei verglichen sie den regulierten mit dem nicht-regulierten Markt und gingen außerdem auf die Arten des digitalen Glücksspiels ein.

Zu diesen Ergebnissen gelangten die Experten

Die Experten kamen in der Studie zu folgenden Annahmen:
· Der Online-Markt für Glücksspiele wächst stetig. Allein in den letzten zehn Jahren stiegen die Bruttospielbeträge auf eine Summe von rund 40 Milliarden Euro. Der Anteil der Online-Spiele fällt dabei immerhin mit 10 Prozent ins Gewicht. In Deutschland spielen 16 Prozent aller Glücksspieler online. Erschreckend ist hieran, dass ein großer Teil der Online-Anbieter - über 80 Prozent - dabei auf den nicht-regulierten und dadurch illegalen Markt fallen.
· Nicht nur junge Spieler versuchen ihr Glück im Internet. Die Bereitschaft, an Online-Glücksspielen teilzunehmen, verteilt sich auf alle Altersgruppen.
· Es ist nicht entscheidend, ob die Spiele immer und überall verfügbar sind. Die meisten Befragten gaben an, dass es wichtiger sei, dass die Spiele fair ablaufen. Für rund ein Drittel der Teilnehmer war es wichtig, dass sie Zuhause spielen können. Am wichtigsten war den Befragten die sichere Auszahlung der erzielten Gewinne.
· Es ist nicht empirisch belegbar, dass die Digitalisierung dazu beiträgt, die „lokalen“ Glücksspielanbieter zu verdrängen. Beide Märkte sind gewachsen und weisen somit eine eher synchrone Bewegung zueinander auf.
· Einerseits werden die „klassischen Spielformen“ wie Lotto, (Sport)-Wetten und Casino-Spiele zunehmend online gespielt, anderseits bringt die Digitalisierung wiederum neue Formen der Glücksspiele hervor. Dazu zählen die sogenannten eSports-Wetten, in denen die Spieler in Computerspielen gegeneinander antreten, oder fiktive sportliche Veranstaltungen, die der Rubrik „Fantasy Sport Games“ angehören.
· Der Online-Glücksspielmarkt steht noch am Anfang seiner Entwicklung und nicht alle Spieler vertrauen auf die digitalen Angebote.

Die Problematik der nicht-regulierten Angebote der Online-Glücksspiele

87% der Online-Glücksspielanbieter in Deutschland weisen eine nicht-regulierte Lizenz auf, das bedeutet, sie haben eine Lizenz aus einem anderen Land der Europäischen Union. Das Gesetz definiert diese Aktivitäten als illegal, sodass es den Anbietern genau genommen rechtlich verboten ist, ihre Angebote in Deutschland zu verbreiten. Der Staat möchte diesen Aktivitäten aber mit gezielten Maßnahmen entgegenwirken - etwa, um Minderjährige zu schützen und das Risiko der Spielsucht zu begrenzen. Etliche Programme sollen in den kommenden Jahren auf den Markt kommen und es ermöglichen, die Spieler besser zu identifizieren oder auffälliges Spielverhalten zu erkennen. Diese Regulierung ist auch notwendig, denn nur so lassen sich die illegalen Aktivitäten in diesem Sektor eindämmen. Andere Länder aus der EU wie beispielsweise Großbritannien haben es vorgemacht und den Glücksspielmarkt dank konsequenten Lizensierungen geordnet. Ein Problem ist vor allem auch der sanktionierte Schwarzmarkt, der sich nicht in die Kategorie der nicht-regulierten Anbieter einfügt. Hierunter fallen alle Betreiber, die weder eine deutsche-, noch eine EU-Lizenz aufweisen.

Die deutschen Bürger sprechen sich für eine effektive Regulierung der Märkte aus

Viele Interessierte nehmen die Regulierung der Online-Glücksspiele als Chance wahr. Die meisten Befragten gaben an, mit einer Regulierung könne man Minderjährige und Jugendliche besser schützen, ein risikoreiches Spielverhalten eindämmen und seriöse und dubiose Anbieter leichter voneinander abgrenzen. Viele Bürger sprachen sich zudem für einen Altersnachweis aus. Zwar gibt es bereits einige Nachweissysteme, um das Alter zu bestimmen, einige von ihnen kommen jedoch nicht zum Einsatz, da die dementsprechende Regulierung nicht gegeben ist.

Das sagt der Glücksspielstaatvertrag

In § 4 der allgemeinen Bestimmungen im Glücksspielstaatvertrag steht unter Punkt 4: „Das Veranstalten und das Vermitteln öffentlicher Glücksspiele im Internet ist verboten.“ Rechtlich betrachtet haben Online-Spielstätten und Casinos also keine Chance für eine bundeseinheitliche Lizenz. Es gibt wenige Ausnahmen im Online-Glücksspielbereich, beispielsweise einige Betreiber von Online-Casinos in Schleswig-Holstein. Alle anderen Glücksspielanbieter, die ihre Lizenz in einem anderen EU-Land erwarben, bewegen sich somit in einer rechtlichen Grauzone. Nachvollziehbar ist jedoch damit, dass sich der Anteil der nicht-lizensierten Anbieter somit in solch einem hohen Prozentbereich bewegt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Bedeutung von nicht-regulierten Anbietern auch in den kommenden Jahren steigen wird - laut Prognosen um bis zu 30 Prozent pro Jahr. Auch die Sportwetten nehmen einen wichtigen Platz in den nicht-regulierten Märten ein, denn Online tummeln sich viele Anbieter, die ihre Lizenz aus einem anderen EU-Land haben. Für Spieler gilt hier, genau hinzusehen. Oftmals sind nicht-regulierte Anbieter sehr aktiv und betreiben gezielte Werbemaßnahmen, um neue Kunden zu gewinnen - hier gilt es, Vergleichsportale zu nutzen, sich mit anderen Spielern auszutauschen und Bewertungen abzufragen, um seriöse Anbieter ganz gezielt herauszusuchen. Unter folgendem Link können sich interessierte Spieler über seriöse Anbieter im Bereich der Sportwetten informieren.


Bildquellenangabe: Thorben Wengert / www.pixelio.de

Unterhaltung