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Berlin

Braunschweig: Löwenstadt mit Überraschungen

Braunschweig kommt einem vermutlich kaum in den Sinn, wenn es darum geht, Deutschlands attraktivste Metropolen aufzuzählen. Dennoch hat die zweitgrößte Stadt Niedersachsens viele interessanten Seiten, die es lohnt, kennenzulernen. Der Stadtplan Braunschweig hilft bei der Orientierung.

E-Mobilität
Das wegen seines Wappens auch als "Löwenstadt" bekannte Braunschweig hat sich einiges einfallen lassen, um den Verkehr umweltfreundlich zu gestalten. 2014 wurde im Rahmen des Projekts Emil der erste ausschließlich elektrisch betriebene Bus eingesetzt. Ihm folgten bald 2 weitere E-Busse, die seither die gleiche Anzahl Dieselfahrzeuge ersetzen. Im städtischen Fuhrpark werden Benzin- und Dieselfahrzeuge ebenfalls sukzessive ausgetauscht und auch im Individualverkehr treibt Braunschweig die Elektromobilität voran. Bis Ende 2020 dürfen E-Autos innerhalb des Stadtgebiets für die Dauer von 3 Stunden gratis parken. Eine wachsende Anzahl von in der Stadt verteilten E-Ladesäulen zeugt zusätzlich von den Bemühungen Braunschweigs in Sachen Umweltschutz.

Europas größte Quadriga
Wer Quadriga sagt, denkt hierzulande an die auf dem Brandenburger Tor. Dabei muss sich jene, die den Mittelbau des Braunschweiger Residenzschlosses ziert, nicht vor dem Berliner Schmuckwerk verstecken. Denn tatsächlich handelt es sich bei dem Braunschweiger Kunstwerk um die größte Quadriga Europas.

Größte Stadt auf weiter Flur
Mit rund 250.000 Einwohnern mag Braunschweig nicht die größte Stadt Deutschlands sein, aber auf der direkten Strecke bis nach Berlin ist sie es allemal. Zumindest bislang existiert auf dem Weg zwischen Hannover und der Hauptstadt keine größere Ortschaft als die Löwenstadt. Das ist immerhin eine Strecke von knapp 300 Kilometer.

Berliner Mauer in der Stadt der Welfen
Auf dem Platz der Deutschen Einheit befindet sich seit dem 1. Oktober 2010 eine in das Pflaster eingelassene Gedenkplatte, die an den 20. Jahrestag der Wiedervereinigung erinnert. Dahinter steht aufrecht ein Originalfragment der früheren Berliner Mauer. Die Inschrift der Bodenplatte enthält ein Zitat des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Es stammt aus seiner Rede, die er anlässlich des Staatsaktes zum Tag der Deutschen Einheit 1990 in Berlin gehalten hat.

Hansestadt ohne Zugang zum Meer
Dass Braunschweig eine Hansestadt ist, mag manchen verwundern. Die Stadt liegt schließlich tief im Landesinneren. Dennoch kann sie auf eine lange hansische Historie verweisen, die sich noch heute verschiedentlich im Stadtbild ausdrückt. Seit dem 13. Jahrhundert bereisten Kaufleute der norddeutschen Metropole andere Länder und unterhielten Beziehungen zu vielen Hanse-Städten. 1427 richtete Braunschweig den Hansetag aus und gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Löwenstadt der Rang als "zum Sächsischen Hanse-Quartier zugehörigen Vororts" zuerkannt.

Neugierig geworden? Es gibt noch viel mehr über Braunschweig zu erfahren. Diese Stadt ist in der Tat eine Reise wert.

Bildquellenangabe: schubalu / www.pixelio.de

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