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Handysucht: Mit dieser Software kommt man dagegen an

Sie ist die Zivilisationskrankheit des 21. Jahrhunderts: Immer mehr Menschen verfallen der sogenannten Handysucht und kommen von ihren winzigen Bildschirmen gar nicht mehr los. Dem will jetzt ausgerechnet Smartphone-Hersteller Apple entgegenwirken - mit einer Software, welche die Sucht der Nutzer in den Griff bekommt. Wie das funktioniert, erklärt dieser Artikel.

Weg vom Screen: Features der Software

Wie viel Zeit man tatsächlich vor seinem iPhone, iPad oder sonstigem mobilen Endgerät verbringt, ist einem als User meist gar nicht bewusst. Häufig unterschätzt man deshalb die Anzahl Stunden, die man swipend, tippend oder googlend totschlägt. Eine der zentralen Maßnahmen der neuen Software ist daher, dass sich die User Zeitlimits setzen können, wie lange sie eine bestimmte App pro Tag nutzen. Insbesondere Eltern, die den Umgang ihres Kindes mit dem Smartphone einschränken möchten, kommt diese Funktion gelegen.

Verlierer und Gewinner

Große Firmen wie Facebook und Twitter sind nicht direkt begeistert von dem Vorstoß. Denn es könnte durchaus sein, dass sie durch die neue Software Nutzungsrückgänge und damit auch finanzielle Einbußen verzeichnen. Die Gewinner der neuen Technologie sind dafür eindeutig die Nutzer selbst. Die negativen Konsequenzen der Handy-Übernutzung machen bereits jetzt vielen zu schaffen - so leidet ein hoher Anteil der Bevölkerung an Konzentrationsschwierigkeiten und Zwangsverhalten. Selbstverständlich sind nicht alle Apps schlecht. Viele gute Apps können mit PayPal im Online Store gekauft werden. Auch gegen ein wenig Glücksspiel ist nichts einzuwenden, vor allem, wenn man im Casino mit PayPal bezahlen kann. Wichtig ist nur, die Zeit zu begrenzen, die man mit den einzelnen Apps verbringt. Das steigert nebenbei auch den Vergnügungswert und lässt ausreichend Raum zur Erholung.

Ähnliche Ansätze für Android

Android-Nutzer werden ebenso wenig schutzlos der Handysucht ausgeliefert. Google hat bereits einige Features entwickelt, die auf die digitale Gesundheit der User ausgerichtet sind. Darin enthalten ist ein Time-Tracker, der einen Überblick ermöglicht, welche die größten Zeitfresser im Smartphone sind. Besonders interessant an dieser Entwicklung ist, dass sich nun die beiden größten OS-Produzenten auf die Agenda geschrieben haben, ihre Nutzer zu schützen. Wer macht das am besten? Auch hierin werden Apple und Google konkurrieren.

Investoren begehren auf

Der neue Trend kommt vor allem von Anstößen von außen. Speziell bei Apple hat das gute Wort von Investoren die Veränderung ins Leben gerufen. So forderten Jana Partners und Calpers die Firma zum Handeln auf, um Klagen von Eltern zu vermeiden, die Gesundheitsschäden durch Smartphones bei ihren Kindern feststellen. Über die neue Software freuen sie sich nun: Sie erhoffen sich davon nicht nur einen Rückgang der Gesundheitsprobleme, die von Smartphones verursacht werden, sondern sehen darin auch einen großen Fortschritt für die Gesellschaft im Ganzen.
Mittlerweile gehört man beinahe zum Technik-Verweigerer, wenn man kein Smartphone besitzt. Den achtsamen Umgang damit haben aber die Wenigsten gelernt: Nicht selten nimmt man das Gerät bereits unmittelbar nach dem Aufwachen und unmittelbar nach dem Einschlafen in die Hand. Die neue Software kann da Einiges bewirken. Mit den neuesten Updates kommt sie auf die Geräte von Millionen iPhone-Nutzern. Die Entwicklung der iPhone-Sucht bleibt in der Folge zu beobachten.

Bildquellenangabe: Bildquellenangabe: Konstantin Gastmann / pixelio.deVÖ : Lotte Müller

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