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Berlin

Metropolen im Wandel: Was sie heute charakterisiert

Metropolen bezeichnen Städte, die eine weitreichende nationale oder internationale Bedeutung haben. Die großen Städte mit ihren individuellen Wahrzeichen bringen viele Sprachen, Nationalitäten und Persönlichkeiten auf engstem Raum zusammen. Sie sind ein einziger Widerspruch in sich selbst: chaotisch und geordnet, kurzlebig und voller Dauer, gelassen und hektisch, tiefgründig und oberflächlich oder so schön wie hässlich. Doch nicht jeder Großstadt, die über die eigenen Landesgrenzen hinaus bekannt ist, kommt der Status einer Metropole zu. Es gibt verschiedene Eigenschaften, die eine Stadt erfüllen muss, um als angesagte und dynamische Metropole zu gelten.

Die Definition „Metropole“ unter die Lupe genommen


Das Wort „Metropole“ leitet sich vom griechischen Wort "mitrópoli" ab, was übersetzt so viel wie „Mutterstadt“ bedeutet. Mit dieser Bezeichnung titulierten die antiken Griechen ihre Städte, in denen sie zukünftige Kolonien aufbauten. Zu damaliger Zeit hatten diese Orte bereits eine überregionale „Vormachtstellung“ und waren anderen großen Städten hinsichtlich ihrer Einflussnahme überlegen. Wie Metropolen genau entstanden sind, erforschten bis dato etliche Wissenschaftler. Was ihre Bedeutung für die Zukunft betrifft, sprechen die Prognosen eine klare Sprache: Metropolen gelten als Lebensraum der Zukunft. Immerhin leben seit dem beginnenden 21. Jahrhundert mehr als 50 Prozent der gesamten Weltbevölkerung in Städten zusammen. Doch welche Faktoren machen eine Stadt zu einer Metropole?

Größe und exzellente Infrastruktur


Eine Metropole gilt erst dann als ein sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt einer Region, wenn sie groß genug ist, um vielen Menschen ein Ballungsraum mit ausreichenden Arbeitsplätzen zu sein. Weiterhin kann eine Metropole erst als Großstadt mit internationalem Charakter fungieren, wenn sie über ein exzellentes infrastrukturelles Netz mit vielen Optionen, von A nach B zu kommen, verfügt. Ein gutes Beispiel ist die Millionenstadt Hongkong, in der ganze 93 Prozent der Bevölkerung öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Damit einhergehend „bemuttern“ die Metropolen die umliegenden Ortschaften, indem sie viele lukrative Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Paris oder Berlin sind etwa zwei Städte, die einen regen Pendlerverkehr aus dem Umland verzeichnen. So umfasst der Ballungsraum von Paris mit zwölf Millionen Einwohnern EU-weit die höchste Bevölkerungsdichte. In der deutschen Hauptstadt Berlin leben hingegen 3,5 Millionen Einwohner, während der Ballungsraum Berlin-Brandenburg aktuell rund sechs Millionen Einwohner aufweist.

Sextreffen und Sextourismus


In der Stadt der Liebe, doch auch in anderen Metropolen geht es heiß her. Hier verabreden sich Einwohner und Touristen auf einschlägigen Plattformen zu aufregenden und tabulosen Sextreffen , die sich gänzlich nach ihren Vorstellungen richten. Sie sind im Gegensatz zu Singlebörsen oder den modernen Dating-Apps anonym und diskret. In manchen Städten florieren die Sextreffen ganz besonders, denn ihnen eilt ein gewisser Ruf voraus. Zu den Weltmetropolen, in denen es sexuell betrachtet am freizügigsten zugeht, zählen ebenfalls einige deutsche Städte. Studien zufolge gehört Berlin mit seinem aufregenden Nachtleben zu den weltweit aufregendsten Städten, was das sexuelle Leben angeht. In Hamburg, Köln oder München gehe es ebenso verrucht und freizügig zu.

Boomende und steigende Einwohnerzahlen


Zu einer Metropole gehören unweigerlich alle Menschen, die in ihr leben. Ein Merkmal, das eine solche Metropole eindeutig als solche auszeichnet, ist deren stetig wachsende Bevölkerungszahl. Die Menschen zieht es in die großen Städte, da sie sich hier erhoffen, einen guten Arbeitsplatz zu finden oder eine Familie zu gründen und neue Menschen kennenzulernen. Viele von ihnen veranlasst ebenfalls die Suche nach sich selbst oder nach erotischen Abenteuern dazu, in eine international bedeutsame Stadt zu ziehen. In Deutschland wachsen besonders die beiden Großstädte München und Berlin stark an. Prognosen zufolge leben im Jahr 2030 3,35 Millionen Menschen in der bayerischen Kultstadt - fast so viel wie im heutigen Berlin. Dort leben im selben Jahr, wenn die statistischen Zahlen wie errechnet zutreffen, rund 3,6 Millionen Menschen.


In Metropolen wie Hongkong leben viele Hunderttausende, oftmals Millionen von Menschen.


Soziales Gefälle und Ghettobildung


Ein negativer Aspekt, der in nahezu allen Metropolen erscheint: das soziale Gefälle zwischen Arm und Reich, verbunden mit den Gegenden, in denen die sozial Schwachen leben. Diese Regionen, die unter sozialen Gesichtspunkten stark vernachlässigt werden, bilden die Keimzelle für sogenannte Ghettos. Manche von ihnen gelten selbst unter Polizisten als No-Go-Areas, in denen die Gesetze der Straße herrschen. Problemviertel gibt es in Deutschland genug. Auf dem ersten Platz rangiert Berlin-Neukölln, in dem mehr als 15 Prozent der Einwohner keiner geregelten Arbeit nachgehen. Es folgt das Viertel Hamburg-Eidelstedt mit rund 11 Prozent Arbeitslosen. Die meisten kriminellen deutschen und internationalen Einwohner, die sich zu kriminellen Clans verbinden, verzeichnen die großen Städte im Ruhrgebiet: In Duisburg-Marxloh oder Dortmund-Nordstadt bekämpft die Polizei die kriminellen Machenschaften.

Festivals, Museen & Co.: Kulturelle Vielfalt in Metropolen


Metropolen sind Orte, an denen sich die Menschen bewusst mit dem kulturellen Erbe befassen. Das kulturelle Angebot ist heute sehr vielseitig und facettenreich, es variiert international, national sowie regional. Kulturelle Trends sprießen dabei wie Saat aus dem Boden. Eine der jüngsten Messen, die sich dem Thema „Arbeitskultur von morgen“ widmen, ist die „Orgatec“, die Ende Oktober 2018 in Köln stattfindet. Sie untersucht, wie die Menschen zukünftig arbeiten. Weitere kulturelle Highlights bedeuten die vor allem in den Herbst- und Wintermonaten stattfindenden Konzerte, die viele Menschen besuchen. Häufig finden diese in Metropolen statt, da sie in der Regel ausreichend Raum bieten, um Tausende von Konzertbesuchern in einer Location unterzubringen. Zu den größten kulturellen Highlights im Jahr 2018 zählen unter anderem die Konzerte von Popstar Ed Sheeran oder der Band A-ha, archäologische Ausstellungen wie die „Bewegten Zeiten“ im Martin-Gropius-Bau oder die für Kinder und Jugendliche höchst interessante „Harry Potter“-Ausstellung.

Baustellen und Verkehrslärm


Keine Metropole kommt ohne Dutzende Baustellen und dem damit einhergehenden Lärm aus. Dieses Phänomen fußt auf den wachsenden Bevölkerungszahlen in den großen Städten - und den damit einhergehenden Herausforderungen, welche die Bauherren zu bewältigen haben. Gebäude müssen saniert und Bildungszentren errichtet werden, um der zukünftigen Generation eine Perspektive zu eröffnen. Nicht nur in den deutschen Metropolen gibt es etliche Baustellen, auch die internationalen Metropolen leiden unter den Baustellen und den daraus resultierenden Staus. Im deutschen Raum landen die Mega-Städte München, Hamburg und Berlin diesbezüglich auf den vordersten Rängen. Allein in der Hauptstadt verbrachten Autofahrer im Jahr 2017 44 Stunden ihrer Zeit damit, infolge von Baustellen oder Unfällen im Stau zu stehen.


In Berlin, eine der Metropolen Deutschlands, sind Staus und Baustellen an der Tagesordnung.


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