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Die Bayern blasen zum Angriff

Die Vorrunde lief für den FC Bayern München so ganz und gar nicht nach Plan. Trotz des Gewinnens des Ligapokals und eines vergleichsweise souveränen Bundesligastarts deutete sich im Herbst die erste kleine sportliche Krise an. Auch wenn man nicht nur verlor, war die Leistung insgesamt eher durchwachsen. Verschiedene Nebenschauplätze störten die Atmosphäre beim Rekordmeister, was sich auch immer deutlicher auf die Tabelle auswirken sollte. Nachdem der Rückstand auf den Tabellenführer BVB auf bis zu 9 Punkte anwuchs, konnten die Bayern in den letzten Spielen der Vorrunde zumindest wieder den zweiten Platz sichern. Kein Wunder, dass die Bayern nun die Abteilung Attacke starten wollen.


Bundesliga beliebt wie nie

Eines hat die Hinrunde auf jeden Fall gezeigt: Je spannender es in der Liga zugeht, desto höher sind die Einschaltquoten. Seit Jahren wächst auch das internationale Interesse an der Bundesliga, aber der Fußball boomt generell. Kein Wunder, dass es den meisten Vereinen in der Winterpause auch darum ging, ihr Marketingpotential auszuschöpfen. Nicht zuletzt aus diesem Grunde flogen die Bayern in ihr Trainingscamp nach Doha. Hauptkonkurrent Dortmund hingegen verzichtete auf eine weitere Marketingreise und reiste ins spanische Marbella, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Dabei trat lediglich Manuel Akanji die Reise nicht mit an, da er noch an seiner Hüftverletzung laboriert. Ansonsten durchlief der Tabellenführer ein relativ ruhiges Trainingslager. Das dürfte auch an der ruhigen und dennoch Art des Trainers Lucien Favre liegen.



Ruhe in der Winterpause?

Trotz der verbesserten sportlichen Form kam die Winterpause den Verantwortlichen bei Bayern München gerade recht. In den gut vier Wochen Spielpause kann sich die überhitzte Medienlandschaft nach der unruhigen Vorrunde ein wenig abkühlen. Trainer-Diskussionen, unglückliche Auftritte des Sportdirektors, Spielerfrauen auf Instagram und bizarre Pressekonferenzen der Verantwortlichen um Hoeneß und Rumenigge - all diese Störfaktoren sollten in der Winterpause vergessen werden. Aus diesem Grunde reiste der Rekordmeister Anfang des Jahres ins Trainingslager nach Doha. Doch anstatt dem täglichen Presserummel der Säbener Straße zu entfliehen, leistete sich Enfant Terible Franck Ribery einen digitalen Schlagabtausch in den sozialen Medien, welcher Wellen bis nach Deutschland schlug. Die weihnachtliche Ruhe war auf jeden Fall schnell vorbei.


Bayern bläst zum Angriff

Es wurde auch direkt zu Jahresbeginn zum Angriff auf den Tabellenführer Borussia Dortmund geblasen. Innenverteidiger Süle ist sich laut Goal jedenfalls sicher, dass man die Borussen bis zum Saisonende die Borussen bis zum Sainsonende noch einholen wird. Auch Trainer Niko Kovac äußerte sich bezüglich einer spannenden Saison zuversichtlich. Man kann sicher sein, dass auch Rummenigge und Hoeneß zu gegebener Zeit wieder in die Abteilung Attacke mit einsteigen werden. Derzeit sind die Bayern bei den Buchmachern zwar nicht der Top-Favorit auf die Schale - diese Rolle gehört spätestens seit dem Sieg über die Bayern im Hinspiel dem BVB. Betway listet die Borussen nur mit einer Quote  von 1,71 auf die deutsche Meisterschaft, doch diese Zahl dürfte sich im Laufe der Saison sicher noch ändern. Dafür wollen die Bayern sorgen. Vielleicht kann ja sogar die andere Borussia aus Mönchengladbach noch ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden. Es dürfte spannend werden und die Chancen ganz darauf ankommen, welche Mannschaft am besten ins neue Jahr starten kann.

Kaderplanung läuft auf Hochtouren

Ein Grund, warum der BVB in dieser Saison besser dasteht als die Bayern, ist der gelungene Umbruch im Sommer. Während die BVB-Führung viel riskierte und die halbe Mannschaft inklusive Trainer austauschte, gingen die Bayern in diesem Bereich möglicherweise etwas zu zaghaft vor. Noch immer hält man an der in die Jahre gekommene Flügelzange Arjen Robben und Franck Ribery fest und auch die Innenverteidigung um Hummels und Boateng scheint nicht mehr Höchstleistungen zu erbringen. Das Zurückhalten auf dem Transfermarkt im Sommer wurde in der Hinrunde immer wieder kritisiert. Aus diesem Grunde wurde Sportdirektor Hassan Salihamidzic in der Wintertransferperiode bereits zweimal aktiv und präsentierte Neuzugänge. Aus Vancouver wurde der junge Linksaußen Alphonso Davies verpflichtet, welcher als großes Talent gilt. Auch Weltmeister Benjamin Pavard konnte nun vom VFB Stuttgart losgeeist werden, nachdem man im Sommer während der Verhandlungen noch auf Granit biss. Glaubt man den Presseberichten, sind die Transferaktivitäten der Bayern noch nicht abgeschlossen. Insbesondere werden jetzt auch schon die Weichen für sommerliche Verhandlungen gelegt. Mit aller Kraft drängt der Rekordmeister in Richtung Tabellenspitze. Es könnte sogar noch spannender werden als im vergangenen Jahr.

Bildquellen Lauftext: Pixabay

Bildquelle: 701615_original_R_K_B_by_Hasan Anac_pixelio.de

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