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Nachhaltigkeit großgeschrieben: Tipps &Trick zum Fair Shoppen


Das Blatt hat sich in den letzten Jahren deutlich zu Gunsten von fair gehandelten Produkten gewendet. Immer mehr Verbraucher setzen mittlerweile auf nachhaltig erzeugte Lebensmittel. Doch nicht nur bei der Ernährung schlägt Fair-Trade hohe Wellen. Auch in der Mode-Welt ist diese Devise angekommen und gut etabliert. Spätestens seit dem schweren Unfall in einer Textilfabrik in Bangladesch von 2017, bei dem mehr als 1.000 Näherinnen und Arbeiter ums Leben gekommen sind, ist in Europa die Aufmerksamkeit für die sonst mit einem biederen Öko-Image ausgestatteten Kleidungsstücke deutlich angestiegen. Auf was man achten sollte, um wirklich bewusst und faire Klamotten zu kaufen, das zeigen wir hier.

Billig-Mode vs. Fair-Trade
Günstige Mode hat leider auf den zweiten Blick in vielen Fällen ihren Preis. Besonders die Produktion der Fast-Fashion ist dafür ausschlaggebend:
- Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen
- Kinderarbeit
- Dumping-Löhne
- Giftstoffe und ätzende Chemikalien, die zu Gesundheitsschäden führen
Besonders dort, wo die Rohstoffe für unsere billigen Kleidungsstücke herkommen, sind die Probleme für die Umwelt und die Menschen riesig. Klar ist es einfacher die Augen davorzu verschließen. Doch auf Dauer ist das keine gute und vor allem keine nachhaltige Lösung.

Mit ein paar Schritten zum fairen Shoppen
Natürlich müssen Sie nicht direkt alle alten Klamotten wegwerfen. Eine Bestandsaufnahme des Kleiderschranks kann aber helfen etwas bewusster zu sein. Alles, was unliebsam geworden ist, kann verkauft oder gespendet werden. So haben die in vielen Fällen noch tragbaren Kleidungsstücke einen Mehrwert. Danach beginnt die Umstellung.

1. Materialien identifizieren
In vielen Kleidungsstücken finden sich bereits fair produzierte Rohstoffe wie beispielsweise Bio-Baumwolle. Oftmals sind die leider nur schlecht oder gar nicht auf dem Etikett vermerkt. Auch in den bekannten Modehäusern gibt es mittlerweile Aktionen und Mode-Linien, die speziell auf Fair-Trade ausgerichtet sind. Diese schreiben es sich auf die Fahne nur nachhaltig produzierte Baumwolle zu verwenden. Allerdings können Sie sich dabei nicht definitiv sicher sein, dass bei der Produktion die Rechte der Bauern beachtet werden. Meist ist nur die Qualität der Wolle entscheidend. Die spannende Dokumentation „The True Cost: Der Preis der Mode"  zeigt das auf erschreckende Art und Weise.

2. Siegel kennen
Anders ist es allerdings bei speziellen Siegeln. Die weisen nicht nur die biologischen Standards in der Herstellung aus. Sie garantieren in den meisten Fällen auch die Einhaltung aller wichtigen Rechte der Arbeiter und Näherinnen. Die sind, zum Beispiel, in der Fair WearFoundation zusammengefasst. Daneben gibt es folgende Siegel:
- GOTS
- Fair-Trade Siegel
- IVN Best Standard(Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft)
Eine ausführliche Übersicht über diese und weitere Siegel mitsamt Beschreibungen finden Sie hier . Zudem garantieren diese Labels auch einen fairen Preis für die Rohstoffe - so liegen die Löhne in den Fabriken hierbei meist deutlich über dem Mindestlohn. Die Bauern bekommen einen guten Preis für ihr Produkt.

3. Bewusstes Shoppen
Oft sind die kleinen Schritte die Wichtigen. Vermeiden Sie es einfach so loszuziehen oder gar nebenbei Kleidung zu kaufen. Denn dann wird in der Regel viel zu viel Unnötiges angeschafft. Besser ist es ganz bewusst nur die Teile zu kaufen, die Sie wirklich brauchen. Auch eine Einkaufsliste erstellen oder in Outfits denken ist schon ein erster Schritt in die richtige Richtung. Weitere Möglichkeiten sind:
- Second-Hand-Läden besuchen
- Bewusst Verzichten
Wer nicht ganz darauf verzichten möchte sich neue Kleidung anzuschaffen, der sollte wenigstens auf die Qualität achten. Es gibt mittlerweile ganze Labels und diverse Online-Shops, die sich der Fair-Trade Bewegung angeschlossen haben. Diese verkaufen dann nur Artikel, die alle wichtigen Aspekte des Nachhaltigkeitsgedankens abdecken.


Bildquelle: © Andrey_Popov/shutterstock

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