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Das sollte beim Abriss einer Immobilie beachtet werden



Ein Abriss kann vor allem dann Sinn ergeben, wenn das Grundstück für einen Neubau genutzt werden soll. Lohnt sich eine aufwendige Sanierung vom Altbau nicht mehr, so lässt sich dieses Geld besser in den Abriss und anschließenden Bau investieren. Sowohl im Hinblick auf die Planung und die Ausführung als auch bezüglich der rechtlichen Vorgaben gilt es hier einiges zu beachten. Der Abriss gestaltet sich in der Regel weitaus kompliziert, als von vielen Bauherren angenommen. Mit den folgenden Tipps kann der Abriss allerdings ohne Komplikationen ablaufen.

Abrissgenehmigung einholen

Bevor mit dem Aussuchen einer Firma für den Abriss begonnen werden kann, sollten sich Eigentümer erst einmal eine offizielle Genehmigung einholen. In Deutschland ist es in einigen Fällen nicht möglich, einen Abriss auszuführen ,  ohne dieses Vorhaben beim zuständigen Bauamt zu melden. Zwar ist nicht in allen Bundesländern eine solche Genehmigung erforderlich - da sich diese Regelung allerdings regelmäßig ändert, sollte vorab sicherheitshalber beim Bauamt nachgefragt werden. Einige Bundesländer haben die Vorschriften dahingehend geändert, dass Gebäude mit einer Grundfläche von unter 300 Quadratmetern keine Genehmigung brauchen. Sofern tatsächlich eine Genehmigung erforderlich ist, müssen Eigentümer ein wenig Geduld mitbringen. Mit dem Abriss bereits ohne die offizielle Erlaubnis anzufangen, sollte in jedem Fall vermieden werde. Hier können Strafen von Seiten des Staates drohen.

Denkmalschutz und Co. - Hier gelten Sonderregeln!

Selbst dann, wenn keine offizielle Genehmigung für einen Abriss erforderlich ist, können gerade Gebäude unter Denkmalschutz nicht auf eigene Faust hin abgerissen werden. Bei Altbauten, welche dem speziellen Schutz unterliegen, muss generell zuerst eine Erlaubnis erteilt werden. Leider wird diese in vielen Fällen nicht ausgestellt, weil die Stadt, Gemeinde oder das Bundesland das historische Gebäude für die Zukunft erhalten möchte. In diesem Fall müssen sich Eigentümer mit den baulichen Gegebenheiten engagieren. Auch hier gelten je nach Bundesland ganz eigene Regeln, welche wenig Spielraum zur Auslegung lassen. Da in der Vergangenheit viele solcher Fälle vor Gericht gelandet sind, sollten Eigentümer sehr gut informiert sein. Weitere Informationen zu Abrissarbeiten sind hier zu finden.

Im Falle eines Altbaus, der unter Denkmalschutz steht, hängt die Genehmigung von verschiedenen Faktoren ab. In erster Linie entscheidet der aktuelle Zustand des Gebäudes darüber, ob tatsächlich abgerissen werden darf. Eine Ausnahme der Regel bilde Altbauten im sogenannten Sanierungsgebiet. Bei der zuständigen Sanierungsbehörde erhalten Bauherren alle wichtigen Informationen zu den Voraussetzungen, um betreffende Immobilien abreißen zu dürfen.

Schäden an fremdem Eigentum sind fatal

Wenn während einer Abrissarbeit ein akuter Schaden an benachbarten Grundstücken oder Gebäuden entsteht, dann können die Eigentümer des abgerissenen Gebäudes hierfür haftbar gemacht werden. Das ist besonders dann fatal, wenn das Gebäude nicht ausreichend gut gesichert wurde. Hierbei handelt es sich um einen von vielen Gründen, der für den Einsatz von fachkundigen Firmen spricht. Wer auf eigene Faust mit der Abrissbirne anrückt, der ist rechtlich nur selten auf der sicheren Seite. Bauherren sollten bei dem Engagieren einer speziellen Firma für Abrissarbeiten darauf achten, dass diese einen großen Wert auf die korrekte Sicherung legen. Achten Bauherren nicht auf diese Aspekte, so sind sie zum Schadensersatz verpflichtet. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Teile des Gemäuers auf dem Dach des Nachbars oder gar auf öffentlich geparkten Autos landen. Das passiert schneller als gedacht.

Vor den Abrissarbeiten genügend Platz machen

Bereits vor dem Beginn des Abrisses gilt es, eventuelle Risiken zu minimieren. Zu diesem Zweck ist es vor allem wichtig, dass alle Dinge auf dem Grundstück entfernt werden, welche nicht für den Abriss benötigt werden. Generell kann dann effizient an einem Abriss gearbeitet werden, wenn zu Beginn der Arbeiten nichts mehr weiter auf dem Grundstück oder gar im Haus ist, als die leere Außenhülle des Gebäudes. Auf diese Weise werden nicht nur Gefahren minimiert, sondern auch effektiv Zeit gespart. Gerade private Bauherren sollten versuchen, dem Abrissunternehmen vorab so viel Mühe wie möglich abzunehmen. Je weniger lange sich die Profis mit dem Wegschaffen von Altlasten beschäftigen müssen, desto weniger wird der tatsächliche Abriss kosten.

Alle Beteiligten über Abriss informieren

Neben dem bloßen Aufräumen gilt es außerdem, die Nachbarn rechtzeitig über die geplanten Arbeiten zu informieren. In der Regel sind Anwohner wesentlich kooperativer eingestellt, wenn sie nicht erst im letzten Moment über eine mögliche Belästigung durch Schmutz und Lärm informiert werden. Zudem sorgen Nachbarn in der Regel von alleine dafür, dass Gegenstände wie Autos, Mobiliar und anderes so verstaut werden, dass diese Dinge keinen Schaden nehmen können. Das bedeutet eine rechtliche Entlastung für Bauherren. Nicht nur die Nachbarschaft muss rechtzeitig über den Abriss ins Bild gesetzt werden; auch die Anbieter für Strom, Gas und Wasser müssen von dem Vorhaben erfahren. Die Anschlüsse müssen für einen gewissen Zeitraum abgestellt werden, damit während der Arbeiten nichts passieren kann und keine Ressourcen verschwendet werden. Die durch den Abriss entstehenden Zuführungen sollten am besten zeitnah markiert werden. Auf diese Weise kann im Zuge des Neubaus schneller direkt darauf zugegriffen werden. Zudem können die Arbeiter während des Abrisses und Neubaus mehr Rücksicht nehmen, damit den Anschlüssen nichts passiert. Es ergibt Sinn, die Anbieter für Strom und Wasser auch über das voraussichtliche Ende der Abrissarbeiten zu informieren. Sicher ist sicher.



Die richtige Entsorgung von Bauschutt und Co.

In der Folge eines Abrisses fallen jede Menge Materialien an, welche aufgrund der Beschaffenheit oder Menge nichts im Hausmüll zu suchen haben. Die sach- und fachgerechte Sortierung und anschließende Entsorgung obliegt auch in diesem Fall dem Eigentümer des Gebäudes. Wird Müll rechtswidrig entsorgt, so können die Verantwortlichen entsprechend belangt werden. Empfindliche Geldbußen sind eine häufige Folge. Wer professionell vorgehen möchte, der sortiert die Materialien am besten bereits vor dem Abtransport auf der Baustelle. Generell wird hier mindestens nach den Materialien Metall, Bauschutt und Sondermüll sowie nach normalem Müll sortiert. Holz kann des Weiteren in behandeltes und unbehandeltes Holz unterteilt werden. Besonders schwere Materialien können zum Beispiel mit einem Bagger vorsortiert werden. Im Zuge dieser Arbeit sollten gerade Laien sehr vorsichtig sein, denn es besteht eine akute Verletzungsgefahr. Einige feinere Materialien müssen von Hand verlesen werden. Teilweise können diese sogar für den anschließenden Neubau wiederverwendet werden, sofern bei der Sortierung entsprechenden Wert auf diesen Aspekt gelegt wurde.

Während Abriss schon an den Neubau denken

Generell gilt: Je vorausschauender bei einem Abriss gearbeitet wird, desto eher kann der anschließende Neubau hiervon profitieren. Auf diese Weise können sich Bauherren jede Menge Geld und zusätzliche Mühen von Vornherein ersparen. Das spielt besonders dann eine Rolle, wenn das Grundstück nach einem Abriss nicht etwa verkauft wird, sondern weiterhin selbst genutzt werden soll. Damit das danach entstehende Gebäude einen stabilen Untergrund hat, muss der alte Boden komplett abgetragen werden. Auf diese Weise wird auch das Risiko eines verunreinigten Grundes beträchtlich minimiert. Wenn der Boden ausgehoben und abgefahren wurde, so kann die Fläche zeitnah mit neuem Bodenmaterial befüllt werden. Sofern Bauherren sich für ein neues Haus mitsamt einem klassischen Keller entscheiden, wird die Fläche ausgehoben und erst danach teilweise mit neuer Erde aufgefüllt. Es ergibt Sinn, wenn sich Eigentümer bereits vor einem Abriss überlegen, wie das neue Haus konkret gebaut werden soll. Auf diese Weise lässt sich die Zeit während und direkt nach einem Abriss effizienter nutzen.


Meta Description
Für Abrissarbeiten in Berlin oder anderen Städten sollte stets auf die Hilfe einer kompetenten Firma zurückgegriffen werden. Bekannt für gute Arbeiten und günstige Preise ist zum Beispiel NAPA Berlin.

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