Stadtauswahl:
Umkreis: 25 km
Berlin

Wissenswertes über Motoröl: Verwendung, Lagerung und mehr

Ein gutes Motoröl ist wichtig, um den Motor eines Autos, Motorrollers oder von einem Motorrad vor dem Verschleiß zu schützen. Obwohl fast jeder Fahrzeugbesitzer das Öl verwendet, wissen nur die wenigsten Verbraucher über Motoröl Bescheid. Der folgende Ratgeber gibt Aufschluss darüber, welches Motoröl für welches Fahrzeug das richtige ist und auf welche Details Verbraucher bei einem Ölwechsel unbedingt achten müssen.

Sinn und Zweck eines guten Motoröls

Der Motor könnte während der Fahrt beschädigt werden, wenn das Öl nicht für einen gewissen Schutz sorgen würde. Durch die hohe mechanische Reibung würden sich wichtige Komponenten allzu schnell abnutzen. Davon betroffen wäre unter anderem der Kolben. Ein weiterer wichtiger Nutzen des Öls: Es gibt Teile im Motor, die nicht adäquat durch das Kühlmittel gekühlt werden können. Diese werden vor Verunreinigungen durch Ruß und vor einem hohen metallischen Abrieb effizient geschützt.

Damit das Motoröl die genannten Aufgaben erfüllen kann, muss es regelmäßig gewechselt werden. Die Öle nutzen sich - unabhängig von der Qualität oder Marke - mit der Zeit ab. Zum einen altert das Öl selbst und verändert dadurch die Konsistenz. Zum anderen wird es durch Verunreinigungen aus dem Motor belastet und kann die Reibung dadurch nicht mehr ausreichend gut verhindern bzw. ausgleichen.

Den Ölwechsel selbst durchführen

Viele Menschen verzichten darauf, extra zur Werkstatt oder zu einer professionell geführten Tankstelle zu fahren, um das Motoröl zu wechseln. Experten raten in der Regel vom Ölwechsel auf eigene Faust ab; möglich ist dieser natürlich trotzdem. Allerdings sollten nur solche Autobesitzer den Wechsel durchführen, die auch wirklich Ahnung vom Motor, vom Getriebe und vom Öl selbst haben.

Wichtig ist beim Ölwechsel außerdem, dass das Öl den deutschen Gesetzen entsprechend entsorgt wird. Wer zu Hause nicht über eine Hebebühne oder zumindest über eine entsprechende Rampe verfügt, für den wird das Ablassen des alten Öls zum unmöglichen Unterfangen. In einer sogenannten Selbsthilfewerkstatt lassen sich die entsprechenden Vorrichtungen jedoch problemlos nutzen. Wer eine solche Werkstatt zur freien privaten Nutzung in seiner Nähe hat, der kann auch andere kleine Arbeiten am Wagen selbst durchführen. Teile zum günstigen Preis finden sich im Webshop vom Pkwteile.de.

Das richtige Öl für den Motor finden

Natürlich ist nicht nur der regelmäßige Wechsel als solcher wichtig, sondern auch die Wahl des Öls. Generell können verschiedene Öle miteinander vermischt werden. Von welcher Marke die Flüssigkeiten sind, spielt keine Rolle. Allerdings müssen die Öle die gleiche Spezifikation haben. Mineralöl und synthetisches Öl sollten zum Beispiel nicht gemischt werden.

Welches Motoröl sich für welches Auto eignet, hängt nicht nur davon ab, ob es sich um einen Ottomotor oder um einen Dieselmotor handelt. Wichtig ist die konkrete Motorvariante. Wer sich an dieser Stelle unsicher ist, der sollte den Gang in eine Werkstatt nicht scheuen. Es bietet sich an, zumindest in diesem Fall den Experten zurate zu ziehen. Verschiedene Öle werden auf unterschiedliche Anforderungen der Motorvarianten ausgerichtet. Die Benutzung des korrekten Öls ist daher essenziell!

Einige Hersteller von Autos schreiben konkrete Qualitäten für das Öl vor. Ist das der Fall, richtet sich die Angabe an den Normen des amerikanischen Öl-Instituts oder an denen des ACEA aus. Bei fast allen Fahrzeugen finden sich offizielle Angaben zum richtigen Motoröl in der Bedienungsanleitung oder im Serviceheft. Wer sich nicht an diese spezifischen Vorgaben hält, der kann im Zweifel nicht auf die Herstellergarantie zurückgreifen, wenn Schäden am Motor auftreten.

Herstellung von mineralischem oder synthetischem Öl

Mineralische Öle werden durch das Destillieren bzw. durch das Raffinieren aus reinem Erdöl gewonnen. Während der Herstellung werden die ungeeigneten Bestandteile herausgefiltert, um reines, hochwertiges Motoröl zu erhalten. Der Vorgang selbst ist relativ kostengünstig - das schlägt sich im Preis des Mineralöls nieder.

Synthetisches Öl wird in vielen Fällen ebenfalls aus Erdöl gewonnen. Alternativ hierzu dient das Erdgas als möglicher Rohstoff. Zu diesem Zweck findet keine klassische Destillation statt, um unerwünschte Bestandteile auszusortieren. Stattdessen wird ein spezieller chemischer Prozess angeregt, der für den richtigen Aufbau des Öls sorgt. Während dieses Prozesses kann das Öl mit verschiedenen Stoffen angereichert werden. Auf diese Weise kann zum Beispiel eine höhere Stabilität gegenüber hohen Temperaturen erlangt werden.

Darauf sollte beim Ölwechsel unbedingt geachtet werden

Wenn zu viel Öl beim Nachfüllen des Öls oder bei einem Wechsel in den Motor gelangt, können sich unerwünschte Bläschen bilden. Handelt es sich um ein Fahrzeug mit Dieselmotor, so kann in manchen Fällen der sogenannte "Ölzieher" auftreten. Dabei landet das Öl direkt im Motor und wird dort verbrannt. Die Folge: Ein stotternder Motor bis hin zu einem ausgewachsenen Motorschaden mit horrenden Reparaturkosten. Ist zu viel Öl im Behälter gelandet, so sollte eine Werkstatt aufgesucht werden. Die Experten vor Ort können das Problem relativ schnell und einfach beheben.

Nicht nur das Öl selbst, sondern auch der sogenannte Ölfilter muss regelmäßig gewechselt werden. Wer diesen wichtigen Schritt verpasst, der riskiert, dass der Filter verstopft. In diesem Fall strömt das Öl ungereinigt in den Motor und die enthaltenen Schmutzpartikel können diesen schädigen. Beim Filterwechsel sollten Laien sich an die offiziellen Vorgaben des Herstellers halten. Diese werden in der Bedienungsanleitung veröffentlicht. Sind die Dokumente nicht auffindbar, sollte der Hersteller kontaktiert oder ein Experte befragt werden.

Ölstand messen wie ein Profi

Bevor das Öl nachgefüllt wird, sollten sich Verbraucher mit dem korrekten Messen des Ölstands auseinandersetzen. Ist der Stand zu niedrig oder zu hoch, kann das zu schweren Schäden am Motor führen. Aus diesem Grund sollte der Pegel regelmäßig geprüft werden - und das am besten bei einem noch warmen Motor. Der Grund: Warmes Öl ist flüssiger als kaltes Öl. Ungefähr drei Minuten nach einer Fahrt hat das Öl eine optimale Konsistenz, um den Ölstand zu messen.

Ist das gesamte Öl in die Wanne gelaufen, kann der Messstab herausgezogen werden. Dieser Stab wird mit einem weichen, sauberen Tuch vorsichtig abgerieben. Danach wird der Stab wieder eingeführt, bis ein Widerstand spürbar ist. Erst im nächsten Schritt wird der Stab wieder herausgezogen, um den Füllstand abzulesen.

Laien sollten darauf achten, dass die Markierung sich zwischen den aufgedruckten Indikatoren "Min" und "Max" befindet. In diesem Fall ist alles in Ordnung und es muss kein Öl nachgefüllt werden. Steht das Öl unter der minimalen Markierung, wird vorsichtig neues, geeignetes Öl nachgegossen. Steht das Öl über der maximalen Markierung, sollte eine Werkstatt aufgesucht werden, die das überschüssige Öl ablässt.

Wenn der gemessene Stand des Öls zu hoch ist, obwohl kein neues Öl nachgefüllt wurde, hat das einen einfachen Grund: die Ölverdünnung. Zu einer unerwünschten Verdünnung des Motoröls kommt es in der Regel ausschließlich bei Dieselautos, welche nur selten oder nur auf sehr kurzen Strecken gefahren werden. In diesem Fall wird die benötigte Temperatur nicht erreicht. In der Folge gelangt Kraftstoff in den Brennraum, welcher dort nicht verbrennt und sich mit dem Öl vermischt.

Sonderfall: Motoren mit Partikelfilter

Wer einen Wagen mit einem speziellen Partikelfilter besitzt, der muss beim Nachfüllen oder Wechseln des Öls besonders aufmerksam sein. Diese Motoren dürfen nicht mit gewöhnlichen Ölen, sondern nur mit Ölen versorgt werden, die entsprechende Spezifikationen mit sich bringen. Zudem muss der Partikelfilter in regelmäßigen zeitlichen Abständen freigebrannt werden. In der Regel ist dieser Schritt nach etwa 1000 Kilometern oder etwas mehr erforderlich.

Die Hersteller des betroffenen Autos geben auch im Falle eines Motors mit Partikelfilter ausdrücklich an, welches Öl verwendet werden darf. Bei Unsicherheiten sollten Verbraucher vor dem Kauf eines Öls den Verkäufer, Kfz-Mechaniker oder Tankstellenwart darüber in Kenntnis setzen, dass es sich um einen Motor mit Partikelfilter handelt.

Die Zähigkeit von Motoröl

Der Begriff der Viskosität spielt vor allem bei Flüssigkeiten, aber auch bei Gasen im Bereich der Automobilindustrie eine große Rolle. Speziell beim Motoröl gibt die Viskosität Aufschluss darüber, wie schnell das Öl fließt. Damit das Öl den Motor auch bei kurzen Fahrten oder im Winter ausreichend schützt, muss es schon bei niedrigen Temperaturen ausreichend flüssig werden. Dadurch wird es schmierfähiger und schützt die Komponenten des Motors zuverlässig.

Die Zähigkeit eines Öls für den Motor wird in verschiedenen Klassen angegeben. In der Bedienungsanleitung steht, welche Viskosität für welchen Wagen die richtige ist. Erkennbar ist diese Kennzahl an dem Kürzel SAE.

Motoröl richtig lagern

Da Öl zumeist in Kanistern gekauft wird und in der Regel nicht vollständig aufgebraucht wird, ist die richtige Lagerung wichtig. Die meisten hochwertigen Öle halten zwischen drei und sechs Jahren. Ist das Öl zu alt, so spalten sich die Bestandteile voneinander ab und das Öl wird klumpig. In diesem Zustand darf es keinesfalls verwendet werden, da es seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann und der Motor nicht ausreichend geschmiert wird. Bevor altes Öl verwendet wird, sollte es daher immer auf die Klumpenbildung hin untersucht werden. Die Klumpen sind bei Tageslicht mit bloßem Auge erkennbar.

Je weniger stark sich sie Temperatur in der Umgebung verändert, desto länger hält das Öl. Aus diesem Grund eignet sich ein kühler, dunkler Platz im Keller besser für die Lagerung als eine Garage, welche zum Beispiel der starken Sommersonne ausgesetzt ist und sich entsprechend erwärmt. Der Behälter und das darin befindliche Öl kann außerdem Feuchtigkeit anziehen. Auch das vermindert die Fähigkeit, Motorteile zuverlässig zu schmieren. Daher ist es wichtig, dass der Deckel immer fest verschlossen wird. Verschmutzungen am Rand des Kanisters oder im Bereich des Deckels sollten sofort entfernt werden, damit weder Schmutz noch Feuchtigkeit angezogen werden.

Artikelbild (Quelle: pixabay.com / © Skica911)

Unterhaltung