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Berlin

Melting Pot - Die Hauptstadt und ihre Mischkultur





Zahlreiche Nationalitäten und Kulturen kommen heute in europäischen Hauptstädten zusammen. Besonders in Deutschlands Hauptstadt Berlin, die gerade bei vielen jungen Leuten extrem angesagt ist, ist diese Entwicklung zu erkennen. Es entsteht manchmal bei aller Bereicherung, die wir durch den Austausch im alltäglichen Miteinander erfahren, aber auch Konfliktpotential. Doch das globale Zusammenrücken bietet viele Chancen und Inspiration.

Kulturelle Fusion

Viele europäische Großstädte erlebten in ihrer Geschichte Einflüsse unterschiedlicher Kulturen, die bis heute das Stadtbild prägen. Bei aller Verschiedenheit bilden sich in einer modernen Gesellschaft auch gemeinsame Leidenschaften heraus. Gerade die Unterhaltungsbranche passt sich schnell an ein internationales Publikum an.

Social Media und Gaming werden von vorwiegend jungen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen intensiv genutzt. Auch das Glücksspiel ist in allen Schichten und bei zahlreichen Nationalitäten verbreitet. 888poker ist das Poker Mekka und zieht begeisterte Spieler aus aller Welt an. Auch Kunst und Musik profitieren von der Fusion unterschiedlicher Einflüsse und es entstehen neue spannende Stilrichtungen.

Eine interessante Mischung aus Tradition und einer experimentierfreudigen freien Szene macht die Berliner Kulturlandschaft besonders reizvoll. Junge Kreative aus aller Welt lockt der Mythos Berlin. Viele bekannte internationale Künstler haben in den vergangenen Jahrzehnten in Berlin gelebt, darunter Größen der Musikszene wie Iggy Pop oder David Bowie. Auch einflussreiche Freidenker prägten die Stadt und ihre Szene.

In den 1990er Jahren entstanden nach dem Fall der Mauer anarchische Kulturräume, die das Zentrum einer in Europa einzigartigen Subkultur bildeten. Heute fasziniert Berlin junge Künstler mehr als je zuvor. Einige Stadtteile beherbergen Quartiere, die gänzlich geprägt sind von dem Boom der neuen jungen Kulturszene.

Zahlreiche Künstlergemeinschaften haben sich in Berlin organisiert. Ein etablierter Ort für kulturelle, künstlerische und soziale Einrichtungen und selbstorganisierte Initiativen ist das Künstlerhaus Bethanien in Kreuzberg. Die Institution holt schon seit vielen Jahren internationale Stipendiaten hierher. Überhaupt zählt dieser Stadtteil zu den Bezirken mit der höchsten künstlerischen Aktivität. Doch auch in Mitte findet man viele Galerien mit Werken international geschätzter Aussteller.

Berlin ist die Hauptstadt der Kunst und es macht sich der Einfluss aller verschiedenen Kulturen bemerkbar. Umgekehrt beeinflusst die Kunstszene das Stadtbild: Der ehemals raue Arbeiter- und Migrantenbezirk Neukölln etwa beheimatet nun zunehmend Ateliers und Szenetreffs. 

Vielfalt ist Reichtum

Wenn man über Kunst in Berlin spricht, dann muss man auch die einzigartige Streetart-Szene erwähnen: die schönsten Wandbilder der Hauptstadt sind vielfältig. Manche sind bunte Pop-Art-Werke, anderen wohnen politische Botschaften inne. Man findet sie überall in Berlin, vor allem aber in Kreuzberg, Mitte und Friedrichshain. Große Künstler wie Banksy, Tristan Eaton, BLU und viele andere haben sich mit ihren Murals auf den Fassaden und Mauern der Stadt verewigt.

Aus Brasilien, den USA und auch europäischen Ländern kommen die Sprayer nach Berlin und werden von Unternehmen und Kunstfestivals beauftragt und bezahlt. Die deutsch-amerikanische Kuratorin und Galeristin Yasha Young eröffnete 2017 in Berlin mit “Urban Nation” Deutschlands erstes Streetart-Museum. Das „Museum for Urban Contemporary Art“ ist eine Plattform der internationalen Szene.

In Berlin ist Platz für Kunst auf der Straße. Und es ist Platz für Begegnungen und Austausch.
Den kulturellen Reichtum der Stadt feiert man alljährlich auch mit einem Straßenkarneval.
Der Karneval der Kulturen ist eine Feier der Vielfalt und ein Festival mit Tradition. Im Jahr 1996 wurde er als politisches Statement gegen fremdenfeindliche Ausschreitungen ins Leben gerufen.In den ersten Jahren kamen mehrere Zehntausende Liebhaber des Karnevals für das Straßenfest in die deutsche Hauptstadt. Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Besucherzahl auf rund eine Million erhöht.

Mehr als 4000 Akteure aus verschiedenen Ländern nehmen am Umzug teil. In aufwendigen Kostümen und mit ansprechenden musikalischen Darbietungen gestalten sie den Karneval zu einem ausgelassenen Fest. Die Rahmenveranstaltungen beinhalteten dieses Jahr die “Shanti Town”, ein Aktionscamp gegen Rassismus und Krieg, für Vielfalt, Nachhaltigkeit und Verantwortung.

Der Großteil der aktuell in Berlin lebenden Ausländern stammt laut des Bundesamts für Statistik aus Europa. Der nächst größere Anteil aus Amerika, danach aus Afrika und schließlich aus Asien (vor allem Syrer, Vietnamesen, Afghanen und Chinesen).

Diese Bezirke besitzen den höchsten Anteil an nicht deutschstämmigen Berlinern:

● Mitte (34,2 %),

● Charlottenburg-Wilmersdorf (25,3 %)

● Neukölln (25,6 %).


Kulturelle Vielfalt bedeutet nicht zuletzt auch das Miteinander verschiedener Religionsgemeinschaften. Nach dem Christentum stellt der Islam die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft in der Hauptstadt. Circa eine Viertelmillion Muslime leben in Berlin. Es gibt insgesamt 80 Moscheen. Die älteste in ganz Deutschland ist die Ahmadiyya-Moschee in Wilmersdorf. Sie wurde zwischen 1924 und 1928 erbaut. Mit zwei 32 Meter hohen Minaretten und Platz für 400 Gläubige ist sie ein beeindruckendes Gebäude.



Das Judentum hat in Berlin etwa 10.000 Anhänger und es gibt sechs Synagogen in der Stadt. Die größte davon (an der Rykestraße in Mitte) wurde 1904 eingeweiht, in der Pogromnacht 1938 in Brand gesteckt und 1953 wieder hergestellt. Im Jahr 2007 wurde sie erneut restauriert und wieder eröffnet. Es finden 1200 Menschen in ihr Platz.

Auch zahlreiche Buddhisten finden in verschiedenen Zentren Raum für Meditation und Begegnungen. Berlin beherbergt zudem einen Hindu-Tempel in Neukölln.

Fazit

Das multikulturelle Berlin bietet Zugezogenen und Touristen genauso viel Abwechslung wie Einheimischen. Egal woher seine Besucher und Bewohner stammen, sie profitieren von den positiven Vibes der jungen internationalen Szene. Das umfassende kulturelle Angebot in Berlin bereichert das Leben in der Hauptstadt. Auch auf den Speisekarten der Berliner Restaurants findet sich der Einfluss der Globalisierung. Die Fusion-Küche bietet geschmackliche Abenteuer und neue Erfahrungen. Genauso wie beim Verzehr exotischer Speisen sollte man den Reichtum der Vielfalt in allen Bereichen genießen.




VÖ: Lotte Müller

Bildnachweise:
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