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Rauchfreie und emissionsarme Wärmeerzeugung - welche Heizsysteme sind besonders

Die elektrische Speicherheizung gilt als wesentlich sicherer als andere Heizsysteme. Als nachteilig erweisen sich jedoch die teilweise hohen Betriebskosten. Elektrische Nachtspeicherheizungen gewährleisten eine emissions- und rauchfreie Wärmeerzeugung Foto: © unsplash.com

Nachtspeicherheizungen gewährleisten eine emissions- und rauchfreie Wärmeerzeugung. Die elektrische Speicherheizung gilt als wesentlich sicherer als andere Heizsysteme. Als nachteilig erweisen sich jedoch die teilweise hohen Betriebskosten.

Elektrischen Strom in thermische Energie umwandeln

In Berlin sind viele Wohnungen mit einem Nachtspeicherofen ausgerüstet. Das Heizgerät wird mit elektrischem Strom, der in der Nacht aufgenommen und unmittelbar in thermische Energie umgewandelt wird, betrieben. Ein Nachtspeicherofen speichert die Wärme über Nacht, sodass diese am nächsten Tag an die Räume abgegeben werden kann. In der Regel werden Nachtspeicheröfen an die Wand montiert und anschließend mit dem Stromnetz verbunden. Idealerweise sollte das Heizgerät immer unter dem Fenster platziert werden, damit beim Heizen die von außen eindringende kalte Zugluft direkt neutralisiert werden kann. Aufgrund ihrer geringen Komplexität ist die Nachtspeicherheizung relativ ausfallsicher und wartungsfrei. Ein Nachtspeicherofen kann nicht einfrieren. Auch ein Defekt am Brenner führt nicht zum Ausfall des Gerätes. Deshalb ist diese Heizungsform häufig in ländlichen Gegenden, wo nicht mit schneller Hilfe durch einen Kundendienst gerechnet werden kann, zu finden. Verglichen mit anderen Heizsystemen sind Nachtspeicheröfen auch heute noch erheblich sicherer. Der einzige Nachteil von Nachtspeicherheizungen sind die höheren Betriebskosten. Meist sind Preise pro Kilowattstunde bei diesen Tarifen so hoch, dass diese auch bei einem gedämmten Gebäude zu hohen Stromrechnungen führen. Der Kostenvorteil bei der Anschaffung einer Nachtspeicherheizung geht oft durch die hohen Stromkosten innerhalb weniger Jahre verloren. Die einzige Möglichkeit, weiterhin wirtschaftlich zu heizen, besteht darin, einen günstigen Tarif zu finden. Allerdings gibt es bei vielen Stromanbietern kaum noch getrennte Tag- und Nachtstromtarife. Damit der Betrieb einer Nachtspeicherheizung nicht unwirtschaftlich wird, empfiehlt es sich, mehrere Energieoptionen miteinander zu vergleichen. Informationen über mögliche Alternativen finden sich beispielsweise bei www.yello.de. Die Stromheizung mit Nachtspeicherofen könnte zukünftig wieder eine größere Rolle spielen. Wie alle anderen elektrischen Heizungen sind Nachtspeichergeräte wartungsarm und benötigen keine wassergeführten Leitungen. Die Installation ist einfach, da nur Stromleitungen verlegt werden müssen.


Niedriger Energieverbrauch durch kontrollierte Wärmeabgabe

Nachtspeicherheizungen sind in verschiedenen Bauformen zu finden. Die gebräuchlichste Variante ist die Einzelraum-Heizung. Darüber hinaus existiert die elektrische Fußboden-Nachtspeicherheizung, die meist im Badezimmer den Fußboden erwärmt sowie Zentralheizungen und Kachelöfen mit Nachtstromspeicher. Eine elektrische Nachtspeicherheizung funktioniert, indem der Speicher mit Wärme aufgeladen wird. Diese Wärme wird über Nacht gespeichert und in der nächsten Abgabephase wieder abgegeben. Zur Regelung dient eine Aufladesteuerung, die für eine kontrollierte Wärmeabgabe sorgt und dabei die aktuellen Witterungsbedingungen sowie die vorhandene Restwärme berücksichtigt. Die Stärke der Aufladung kann außerdem manuell eingestellt werden. Allerdings sollte die Temperatur nicht zu hoch sein, da sonst auch der Stromverbrauch steigt. Da eine Nachtspeicherheizung noch drei Tage nachheizt, kann das Gerät bei gutem Wetter ausgeschaltet bleiben, sodass Energie gespart wird. Um den Stromverbrauch weiter zu begrenzen, kann nachts die spezielle Nachtabsenkung genutzt werden, damit die Soll-Temperatur automatisch reduziert wird. Es kann jedoch auch Gründe geben, Alternativen zur Nachtspeicherheizung  in Erwägung zu ziehen. Ein ähnliches Prinzip wie die Nachtspeicheröfen haben Natursteinheizungen, allerdings besitzen diese Geräte lediglich eine geringe Speicherfähigkeit. Elektrisch betriebene Heizkörper sind zwar effizient, können den Stromverbrauch jedoch erheblich erhöhen und damit zu hohen Stromkosten beitragen. Grundsätzlich sollten die Räumlichkeiten nicht überheizt werden, da jedes Grad zuviel den Energieverbrauch in die Höhe treibt.
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