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Erstbezug in Wuppertal: 7 Dinge, die die meisten nicht über den Erstbezug einer Wohnung wissen

Mietverträge können befristet oder unbefristet sein Worauf sollte man bei der Unterzeichnung des Mietvertrags achten? Foto: © deborah-cortelazzi-Unsplash

Du suchst eine Wohnung in Wuppertal, bist aber noch nicht fündig geworden und weißt nicht, worauf du bei der Anmietung achten solltest? Dann bist du hier richtig. Der folgende Beitrag beantwortet all deine Fragen rund um die Themen Miete und Erstbezug und zeigt dir deine Rechte und Pflichten gegenüber dem Vermieter auf. Du erfährst, unter welchen Umständen du verpflichtet bist, deine Wohnung zu renovieren, und was du vom Vermieter deiner Wohnung verlangen kannst.

1. Worauf sollte man bei der Unterzeichnung des Mietvertrags achten?


Mietverträge können befristet (mit einem klar festgelegten Ende der Mietdauer) oder unbefristet sein. Wird das Mietverhältnis für eine gewisse Dauer geschlossen, muss das im Mietvertrag gut begründet werden, beispielsweise mit Eigenbedarf. Den Mietvertrag solltest du dir genau durchlesen, bevor du ihn unterschreibst. Meist handelt es sich zwar um Standardmietverträge, du als Mieter solltest aber trotzdem wissen, worauf du dich einlässt. Beispielsweise kann im Mietvertrag stehen, wie hoch der Anteil der Nebenkosten ist oder ob du dich zum regelmäßigen Treppenputzen verpflichtest. Solche Individualvereinbarungen sind keine Seltenheit im Mietrecht.



Auch Staffelmietverträge kommen vor. Diese legen die anfängliche Mietsumme sowie die Erhöhungen von Anfang an vertraglich fest. Solche Verträge sind oftmals befristet. Ähnlich ist es beim Indexmietvertrag. Dieser sieht jährliche Mietsteigerungen von zwei bis drei Prozent von Beginn an vor; diese orientieren sich am Preisindex für die allgemeine Lebenshaltung. Bevor du dich auf ein Mietverhältnis einlässt, solltest du dir klar werden, was du wirklich möchtest. Willst du kurz- oder langfristig mieten, unbefristet oder nur für eine bestimmte Zeit? Willst du leicht kündigen können oder willst du den optimalen Kündigungsschutz? Ist es in Ordnung für dich, wenn die Miete nach einer Zeit erhöht wird, und um wie viel?


Es lohnt sich, auf folgende Punkte zu achten:


Es gilt die dreimonatige gesetzliche Kündigungsfrist. Davon abweichende Regelungen kann man im Mietvertrag vereinbaren. ·      Vermieter dürfen eine Kaution von maximal drei Monatsmieten verlangen. ·      Schönheitsreparaturen muss der Mieter nur übernehmen, wenn dafür im Mietvertrag flexible Fristen festgelegt sind. ·      Das Halten von Haustieren können Vermieter dann verbieten, wenn die Tiere Lärm oder Gestank verursachen oder gefährlich sind. Ein generelles Tierhaltungsverbot ist unwirksam.

2. Welche Pflichten hat der Mieter?


Zu den Pflichten des Mieters gehört die Zahlung der Kaltmiete und der Nebenkosten, wozu die Kosten für Heizung, Wasser, Hausreinigung und Müllabfuhr zählen. Der Mieter trägt die Kaution, die in der Regel drei Nettokaltmieten beträgt, sowie die Kosten für den Umzug und für Versicherungen. Damit das Geld reicht, bekommst du hier Tipps, wie du deine Wohnung besonders kostengünstig einrichten kannst. Für die Dauer des Mietverhältnisses ist deine Pflicht als Mieter, dem Vermieter in der Wohnung entstandene Mängel unverzüglich zu melden. Tust du dies nicht, kann der Vermieter von dir verlangen, die Kosten für die Beseitigung der Mängel zu zahlen.

Auch das ausreichende Beheizen der Wohnung gehört zu den Pflichten des Mieters. Wenn sich aufgrund unzureichenden Heizens Schimmel bildet oder bei großer Kälte Rohre einfrieren, trägt der Mieter die Kosten für die Behebung des Schadens. Zudem ist die Hausordnung zu beachten. Verstöße gegen die geltenden Regeln können zur Kündigung des Mietverhältnisses führen. Du möchtest deine Wohnung für eine Weile untervermieten? Dann musst du den Vermieter um Erlaubnis fragen. Dieser hat kein Recht, dir die Untervermietung zu verwehren, wenn du einen triftigen Grund anbringst, beispielsweise eine berufliche Tätigkeit im Ausland.

3. Welche Pflichten hat der Vermieter?


Aufgrund der Wohnraumknappheit und der steigenden Wohnkosten sitzen in der Regel die Vermieter am längeren Hebel, beispielsweise wenn es um die Festsetzung der Miete geht.  

Darüber wird häufig vergessen, dass auch der Vermieter Verpflichtungen gegenüber seinen Mietern hat, beispielsweise wenn es um die Instandhaltung der Wohnung geht. Er hat Sorge zu tragen, dass Schäden beseitigt werden und die Wohnung dem Zustand entspricht, den sie bei Vertragsabschluss hatte. Modernisierungen, Klein- und Schönheitsreparaturen gehören nicht zu den Pflichten des Vermieters. Während der Heizperiode von Oktober bis April muss der Vermieter die Funktion der Heizung sicherstellen. Es muss möglich sein, die Wohnung auf mindestens 20 Grad Celsius aufzuheizen.

4. Wie sollte der Zustand beim Erstbezug sein?


Sobald du nach der Wohnungsbesichtigung den Mietvertrag unterzeichnest, akzeptierst du die Wohnung in dem Zustand, in dem du sie besichtigt hast. Es ist nicht gesetzlich geregelt, in welchem Zustand und mit welcher Ausstattung man eine Wohnung vermieten kann. Einzige Voraussetzung ist, dass sie über feste Wände, Dach und Boden sowie über einen Wasser- und Stromanschluss verfügen muss. Bei der Besichtigung ist also auf den

Zustand der Wohnung


zu achten. Ist in der Küche beispielsweise keine Heizung vorhanden, muss der Vermieter nachträglich keine installieren lassen. Ist der Teppichboden alt und schmutzig, ist der Vermieter nicht in der Pflicht, einen neuen zu verlegen. Nur wenn man vor der Vertragsunterzeichnung vereinbart, dass der Vermieter vor dem Einzug noch bestimmte Arbeiten ausführen wird, hat dies rechtliche Gültigkeit. Solche Vereinbarungen erfolgen oft mündlich, besser ist es aber, man hält sie schriftlich fest, denn im Streitfall sind mündliche Zusagen nicht viel wert. Ein Hinweis: Auf Zusagen seitens des Maklers oder Hausmeisters kann man sich gegenüber dem Vermieter im Streitfall nicht berufen. Durchgesetzt werden können nur Vereinbarungen, die schriftlich vom Vermieter oder der Hausverwaltung betätigt wurden.


5. Was ist bei der Wohnungsübergabe zu beachten?


Sowohl beim Auszug als auch beim Einzug bist du mit einem Übergabeprotokoll auf der sicheren Seite. In diesem werden alle Schäden und Mängel festgehalten, die vor deinem Einzug in der Wohnung vorhanden waren. Das Protokoll sorgt dafür, dass du vorhandene Mängel nicht beseitigen musst und dass der Vermieter dich bei deinem Auszug nicht für sie verantwortlich machen kann. Zu den im Übergabeprotokoll festzuhaltenden Schäden gehören beispielsweise Kratzer im Parkett, feuchte Stellen oder Wasserflecken. Darüber hinaus sollte der Mieter darauf bestehen, dass die aktuellen Stände der Strom- und Gaszähler im Protokoll vermerkt werden.

6. Muss ich die Einbauküche selbst kaufen?



Viele Mietwohnungen verfügen über eine Einbauküche, die vom Besitzer der Wohnung mit vermietet wird. Häufig kann man die Küche des vorherigen Mieters gegen einen Aufpreis von diesem übernehmen. Vermieter sind nicht verpflichtet, eine Einbauküche zu stellen. Es müssen lediglich die Anschlüsse für Wasser, Strom und gegebenenfalls Gas vorhanden sein. Eine Ausnahme ist Berlin. Das Berliner Wohnungsaufsichtsgesetz verlangt, dass jede Mietwohnung mit einer Kochgelegenheit und wenigstens einem Ausguss ausgestattet ist.

7. Bin ich bei Auszug verpflichtet, die Wohnung komplett zu renovieren?


Der Vermieter hat die Möglichkeit, sogenannte Schönheitsreparaturen auf den Mieter abzuwälzen. Dazu gehören folgende Besserungen:
Tapezieren und Streichen der Wände und Decken
Streichen von Innentüren und Fenstern von innen
Streichen der Heizkörper
Streichen von Fußböden und Reinigung von Teppichböden  

Sache des Vermieters sind umfangreichere Arbeiten, beispielsweise folgende:
Abschleifen von Parkett
Erneuern von Teppichboden
Streichen der Fenster von außen
Reparaturen von Heizung und Sanitäranlagen
Elektroinstallation  

Viele Mietverträge enthalten eine sogenannte Renovierungsklausel, die festlegt, ob der Mieter beim Auszug renovieren muss. Diese Klausel ist laut BGH allerdings nur dann rechtsgültig, wenn der Mieter die Wohnung entweder im renovierten Zustand übernommen oder nach seinem Einzug zwar selbst renoviert hat, aber einen "angemessenen Ausgleich" für seine Arbeiten erhalten hat.

Fazit



Akribisches Vorgehen sowohl bei der Wohnungsbesichtigung als auch beim Durchlesen des Mietvertrags mag zwar übervorsichtig erscheinen, zahlt sich aber aus. Schließlich willst du eine Wohnung, die frei von Mängeln ist und deinen Vorstellungen entspricht. Wer sich an der obigen Checkliste orientiert, geht bei der Wohnungssuche in Wuppertal auf Nummer sicher. Für junge Menschen, die erstmals eine eigene Wohnung beziehen, bietet der Mieterbund NRW einen Leitfaden zur Starthilfe mit wichtigen Hinweisen und Tipps. Da die Nachfrage nach Wohnungen deutschlandweit sehr hoch ist und die Preise stetig steigen, hat sich die Hausverwaltung GCP hier zum Ziel gesetzt, für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, damit aus guter Wohnqualität echte Lebensqualität wird. Bei der Suche nach einer Wohnung in Wuppertal kann Ihnen dieser Hausverwalter mit Sicherheit weiterhelfen. Meta-Description: Erfahre, worauf du bei der Anmietung deiner Wohnung in Wuppertal achten solltest, und erhalte alle wichtigen Informationen zu deinen Rechten und Pflichten als Mieter.  


Bilder:
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Quellen: https://www.movinga.com/de/de/hub/erste-eigene-wohnung/ https://ratgeber.immowelt.de/a/von-der-suche-bis-zum-einzug-in-die-mietwohnung-checkliste-fuer-mieter.html https://www.sueddeutsche.de/thema/Wohnung_mieten https://www.immobilienscout24.de/wissen/vermieten/rechte-pflichten.html