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Berlin

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Berlin Stadt des Clubbings mutiert zur Stadt des Fußballs

Das DFB-Pokalfinale wird bis 2025 in Berlin im berühmten Olympiastadion ausgetragen. Für den regierenden Bürgermeister von Berlin ist es eine Ehre, dass dieses wichtige Ereignis in der Welt des Fußballs in der Fußball-Hochburg Berlin stattfindet. Seit 1985 ist das Olympiastadion in Berlin der Ort des Endspiels um den begehrten DFB-Pokal.      

Bedeutung des Fußballs in Berlin


Die Fußball Route Berlin erstreckt sich auf 40 Orte im Zentrum. Berlin blickt auf die einzigartige Fußball Geschichte zurück. Die Eröffnung der Fußball Route Berlin war am 29. Mai 2015. Das DFB-Pokalendspiel und das Champions-League-Finale fanden zum gleichen Zeitpunkt statt. Die Fußball Route Berlin ist mit dem Fahrrad zu bewältigen. Allerdings kann die Route auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln befahren werden oder Sie laufen einfach nur zu Fuß, wer eben gern läuft. Wichtige Punkte sind beispielsweise, wo wohnte Sepp Herberger, wo übernachtete die deutsche Elf zum Zeitpunkt der WM 2006? Der Start ist am Brandenburger Tor. Hier werden auch Themen wie die Top 10 Transfers der Bundesliga angerissen. Auch wenn der bekannteste Fußballclub in Berlin, der Hertha BSC, für sich keinen solchen Gewinn für sich verbuchen konnte Die Ausstellung über die Berliner Fußballgeschichte ist für die Fans äußerst interessant. Einer der Schwerpunkte der Ausstellung ist die Entstehungsgeschichte des Fußballs in Deutschland. Der Beginn war in Berlin, und zwar brachten britische Studenten der Technischen Universität die Liebe zum Fußball mit. Damals war Fußball nicht beliebt und galt sozusagen als „englische Krankheit“.

Berlin Stadt des Clubbings


Berlin ist jedoch nicht nur für die Fußballer wichtig, auch als Stadt des Clubbings macht sich Berlin einen Namen. Das Berliner Nachtleben ist ziemlich aufregend. Partygänger und Nachtschwärmer kommen hier auf ihre Kosten. Sie können auf Partybooten feiern. Flöße und Grillschiffe sind ebenfalls auf dem Wasser unterwegs. Die legendären Spree Dampfer wurden umgebaut und sind optimal für Junggesellenabschiede oder auch Hochzeitsgesellschaften.   Die Clubkultur wird in Berlin groß geschrieben. Der Tag der Clubkultur, immer am 3. Oktober, sorgt für die Präsentation von 40 Clubs. Im Programm stehen Tanzveranstaltungen, Diskussionen und Ausstellungen. Der legendäre Techno-Tempel Berghain ist über die Grenzen Berlins bekannt. Der Club befindet sich zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. Der Bunker verrät bereits, was sich hinter diesem Namen versteckt. Der Reichsbahnbunker Friedrichstraße, anders ausgedrückt es handelt sich um einen Luftschutzbunker in Berlin-Mitte, wurde zum Rave-Tempel umfunktioniert. Seinerzeit waren 30 DJs beschäftigt, die abends mit Vocals und Kickdrums punkten konnten. Ein Kunstsammler kaufte den Club und gestaltete ein privates Museum. Viele interessierte Touristen schwärmen von diesem Museum.

Fußball ist in Berlin gelebte Szene-Kultur


Natürlich ist Fußball für viele Regionen innerhalb Deutschlands eine wichtige Möglichkeit zur Selbstidentifikation. Das gilt für für Vereine wie Bayer Leverkusen ebenso wie zum Beispiel für den Schalke 04 oder anderen Top-Vereine. In Berlin wiederum wird der Fußball vielfach etwas anders wahrgenommen. Hier ist es nicht ganz so wichtig wo der jeweilige Verein gerade in der Tabelle steht. Oder welches die aktuell die besten Spieler der Bundesliga sind. Vielmehr ist hier der Gang zum Spiel von Vereinen wie der Hertha BSC ein ebensolches Unterhaltungsprogramm wie der Besuch eines angesagten Clubs oder für Kulturbegeisterte - wie eines Museums. Für Studenten ist es hier ebenso normal ins Stadion zu gehen um die heimische Mannschaft wie in einen der angesagten Diskotheken die Nacht durchzumachen.

Berliner sind ohne großen Aufhebens stolz auf ihre Vereine


Fans und auch normale Einwohner von Düsseldorf oder München werden immer in den höchsten Tönen von ihrem eigenen Verein schwärmen. Egal ob er gewonnen oder verloren hat und selbst wenn sie noch nicht ein Spiel ihres örtlichen Vereins selbst miterlebt haben. Der Stolz das man in einer Stadt mit einem solchen Spitzenverein lebt wird bei jeder Gelegenheit nach außen getragen. Bei den Berlinern ist es da anders. Abgesehen von den eingefleischten Fans wird man kaum Berliner finden, die lauthals und bei jeder Gelegenheit einen ihrer Spitzenvereine bejubeln. Fast ist es schon ein wenig ironisch dass die berühmte Berliner Schnauze bei einem Thema wie Fußball kaum zu hören ist. Trotzdem ist bei genauerem Nachfragen schnell klar, dass tatsächlich alle Berliner irgendwie schon unheimlich stolz auf ihre Fußballvereine sind. Für viele Berliner ist die Bundeshauptstadt ohne Fußballverein genauso wenig vorstellbar wie ohne Museen, ohne die riesige Kultur und Künstlerszene oder ohne das Brandenburger Tor.  

Von der Kulturhauptstadt zur Fußballhauptstadt?


Doch auch wenn die Berliner wenig aufheben um ihre Vereine machen stellt man als Außenstehender schnell fest das sich in den letzten Jahren im Bereich des Fußballs deutlich etwas getan hat in der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland Sei es durch die hochkarätigen Vereine die Berlin vorzuweisen hat, durch eine ausgefeilte Werbestrategie oder durch Millionenschwere Investitionen in alles was das Thema Profifußball betrifft -Fakt ist das Berlin immer öfter als eine der wichtigsten Städte im Bereich des Fußballs genannt wird.Dabei spielt natürlich auch eine bedeutende Rolle das Investoren wie Lars Windhorst hunderte von Millionen in einen Verein wie den Hertha BSC investiert. Solche Geldsegen sorgen natürlich dafür das sich der Fußball in der Bundeshauptstadt weiterentwickeln kann. Durch diese Zuwendungen können Stadien ausgebaut und hochkarätige Spielertransfers abgeschlossen werden. Natürlich reicht das Niveau der Berliner Vereine noch nicht an das von Vereinen wie dem FC Bayern München oder dem BVB heran und trotzdem bietet Berlin schon jetzt moderne Stadien und eine nahezu perfekt ausgebaute Infrastruktur. Das hat vielfach zur Folge das Touristen nicht mehr nur die Clubszene von Berlin bewundern sondern ebenso sehr lobende Worte für die Stadien - und somit für den Fußball in Berlin - finden können. Wenn dieser Trend so fortgeführt wird sollte es nicht verwundern, wenn Berlin sich schon bald von der Kulturhauptstadt zu einer wahren Fußball-Metropole entwickelt.