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Bundesliga 2020/2021: Wie steht es um die Saison?

 Die Bundesliga hat etliche Spielrunden hinter sich und langsam wird ersichtlich, welcher Club sich welches Ziel auf die Fahne schreiben darf. Die Bundesliga ist in diesem Jahr überraschend spannend. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Spannung auch bis zum Schluss halten lässt. Foto: © moerschy / Pixabay.com

Bundesliga-Check: Wer überrascht, wer enttäuscht?

Die Bundesliga hat etliche Spielrunden hinter sich und langsam wird ersichtlich, welcher Club sich welches Ziel auf die Fahne schreiben darf. Interessant sind natürlich immer die Ausreißer. So wie es müßig ist zu sagen, dass die Bayern im Titelkampf spielen, sind auch schon vorab als klare Absteiger deklarierte Teams eher unauffällig. Interessanter sind die, die überragende, überraschende oder eher selten offenbarte Leistungen bringen. Dieser Artikel schaut sich das einmal an. 

Die positiven Beispiele

Mittlerweile ist klar: Auch der FC Bayern München hat seine Grenzen. Die englischen-englischen-englischen Wochen zollen ihren Tribut, denn wenngleich der Verein den Buchmachertipps weiterhin folgt und auch viele neue Wettanbieter hier entsprechende Quoten bieten, so sind die Spiele nicht mehr so überzeugend. Wettfreunde sollten also einen genaueren Blick auf das Team und die Leistungen in der nächsten Zeit werfen, um am Ende keine schlechten Quoten ohne die entsprechend hohen Gewinnchancen hinnehmen zu müssen. Natürlich gewinnen die Bayern, meistens, doch oft geht ein siegreiches Spiel nach einem Motto zu Ende: Am Ende interessiert es keinen, wie die drei Punkte geholt wurden. Dafür gibt es Erwartbares und eine echte Überraschung:  

Bayer Leverkusen – die Werkself hat offenbar das Vorhaben, es dieses Jahr ernst zu meinen. Sie holen die notwendigen Punkte und ziehen ohne große Fanfaren Platz für Platz nach oben. Dabei sind auch sie noch in allen Wettbewerben vertreten und bewiesen sich in der Europa League als gute Partie. -      

RB Leipzig – auch sie spielen oben mit. Der Weggang ihres Torkönigs Werner wurde von Poulsen und Co. perfekt weggedribbelt. Trotz der Mehrfachbelastung scheinen die Beine auch nicht müde zu werden. -      

Borussia Dortmund – selbst mit dem Torekönig Haaland und dem Jungtalent Moukoko kommen die Dortmunder zwar weiter, doch es läuft nicht perfekt. Das ist allerdings erwartbar, denn diese Saison scheint die Wiederholung der letzten Jahre zu sein. Und die Überraschung? Das sind ›die Eisernen‹, der 1. FC Union Berlin. Natürlich geht niemand wirklich davon aus, dass die Jungs aus Köpenick am Ende dort oben stehen, doch zählt hier wieder ein wahres Motto: Die Punkte, die sie jetzt schon geholt haben, können am Ende vor dem Abstieg schützen.

Die negativen Beispiele

Der Fußballgott meint es momentan nicht gut mit NRW. Drei der fünf unteren Ränge sind von NRW-Clubs belegt. Ein wenig überraschend ist der SC Freiburg mit dabei, immerhin spielten sie im vergangenen Jahr noch mit oben mit und standen etliche Spieltage vor den Bayern. Und der Rest?

Köln – die Kölner konnten sich mittlerweile wichtige Befreiungspunkte sichern, dennoch stehen sie weiterhin fest im Abstiegskampf.

Mainz – es läuft nicht in Mainz. Nur fünf Punkte sind zu wenig, um in der Liga zu bestehen. Dabei hatten sich die Mainzer in den vergangenen Jahren durchaus in der Liga festgebissen und trotzten dem Abstiegsgespenst. -      

Schalke 04
– ja, es ist überraschend, dass diese Saison so weiterläuft, wie die letzte endete. Am 17. Januar könnte sich das Jahr ohne einen Bundesligasieg jähren. Seit 26 Spielen haben die Schalker nicht mehr gewonnen, sie sind nur noch fünf Spiele von der Einstellung des Rekords entfernt, der früher als uneinholbar galt: Tasmania Berlins Serie mit 31 sieglosen Spielen. Natürlich ist es müßig zu sagen, dass ein Verein ein negatives oder positives Beispiel ist. Denn eigentlich ist bei jedem Verein Licht und Schatten zu sehen. Vielleicht ist sogar das negativste Beispiel die Tatsache, dass auch hier nun weder Wolfsburg noch Stuttgart genannt wurden – beide Clubs spielen eine ausgezeichnete Saison.

Fazit – noch viele Spiele gehen ins Land

Es ist nicht einmal die echte Winterpause mit der Beendigung der Hinrunde ist allzu naher Sichtweite. In der Liga kann noch viel passieren, wobei es natürlich etliche Fans gibt, die verständlicherweise darauf drängt, dass etwas geschieht. Letztendlich können sich einige Clubs glücklich schätzen, nicht vor Fans zu spielen: Die Schalker hätten die Knappen schon im tiefsten Stollen vergraben, die Eisernen in Berlin würden bei dieser Tabellenposition wohl alle Gegner zurück nach Hause brüllen – ohne einen Punkt.