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Keine Guten Nachrichten vom Planeten - Die Folgen der Wegwerfgesellschaft

Das verschwenderische Verhalten in Zusammenhang mit unseren Lebensmitteln hat  nachteilige Umweltauswirkungen Für die Wirtschaft sind die Folen des Müllproblems auch verheerend

Es gibt mittlerweile sechsmal mehr Plastik als Plankton im Meer. Zersetzt zu Mikroplastik breitet es sich mit den Meeresströmungen in nahezu alle Meeresregionen aus. Selbst in der Arktis und Antarktis, in Tiefseegräben und anderen entlegenen Gebieten sind inzwischen Plastikreste zu finden. Die Erde erstickt in einer "Müllflut". So wurden 1950 weltweit etwa zwei Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert, sind es heute bereits 400 Millionen Tonnen. Die Folgen sind verheerend und bereits jetzt schon sichtbar. 

So hat das verschwenderische Verhalten in Zusammenhang mit unseren Lebensmitteln nicht nur nachteilige Umweltauswirkungen, sondern auch ethische und wirtschaftliche Folgen. Denn Lebensmittel benötigen während ihrer gesamten Wertschöpfungskette wertvolle Ressourcen. Wasser und Dünger für den Anbau, Energie für die Kühlung und Treibstoff für den Transport. Durch diesen enorm hohen Ressourcenverbrauch entstehen außerdem noch zahlreiche negative Umweltauswirkungen (z.B. CO2-Emissionen). Daraus lässt sich ableiten, dass für jedes Lebensmittel, welches später im Müll landet, nicht nur das Produkt selbst, sondern auch noch hochwertige Ressourcen verschwendet wurden und jede Menge Plastik übrig bleibt

Und auch die Folgen auf die wirtschaft sind verehrend. Denn während Menschen in Industrieländern mit unter originalverpackte Lebensmittel in die Tonne werfen, müssen weltweit fast eine Milliarde Menschen an Hunger leiden. Werfen wir die Lebensmittel nicht weg, werden die Menschen zwar nicht unmittelbar satt davon, dennoch sollten wir achtsamer mit unseren Lebensmitteln umgehen und respekt vor unseren Mitmenschen haben. Außerdem tut es dem eigenen Geldbeutel auch mal ganz gut wenn man bewusster Lebensmittel verbraucht. So werden in Deutschland pro Haushalt rund 230 Euro in den Müll geworfen. Außerdem ist zu beachten, dass das verschwenderische Verhalten tendenziell auch zur Verknappung von Ressourcen und damit zur Steigerung der Lebensmittelpreise beiträgt. 

 Es liegt sowohl an den Unternehmen als auch an der Gesellschaft, jeder muss einen Teil dazu beitragen, damit der Planet wieder sauberer wird. Ralf Köhler ist Experte von Latenightstreaming.de und sieht nicht zuletzt auch die Dokumentarfilmer in der Pflicht, die Gesellschaft aufzuklären. Er sagt: “Unsere Erde, Ressourcen, die nächsten Generationen – all das muss geschützt werden. Dazu bedarf es Wissen und Verständnis. Netflix und Co. können einen Beitrag dazu leisten und durch Themen wie Klimawandel, Ernährung und Umweltverschmutzung zum Nachdenken anregen. So konnte die über hundertausendfach geklickte Doku “Seaspiracy” viele Leute dazu anregen auf Fisch zu verzichten und den Planeten zu helfen”. 

 Klar ist, Lebensmittel wegzuwerfen ist nicht nur Geldverschwendung, es kostet auch wertvolle Ressourcen, schadet dem Klima, bedroht die Artenvielfalt und bringt sogar Mikroplastik auf die Äcker. Eine weitere Folge der Lebensmittelverschwendung ist eine positive! Das Containern. So nennt man es, wenn Menschen das, was Supermärkte wegwerfen, nach Ladenschluss aus den Mülltonnen herausholen. Beim Containern geht es aber nicht nur darum selber Geld zu sparen, sondern ebenso der massive Verschwendung natürlicher Ressourcen zumindest einen Sinn zu geben und damit aktiven Umweltschutz zu betreiben. 

 Doch es gilt das Problem der Lebensmittelverschwendung und des Wegwerfens bereits am Anfang der Produktionskette zu beseitigen indem die Ware in größeren Mengen transportiert wird, nicht einzeln verpackt. Der Endverbraucher könnte lernen bewusster einzukaufen, sich nicht immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu verlassen, Essensreste weiter zu verwerten oder von Anfang an durch Einkochen länger haltbar zu machen. Es gibt sie, die Mittel und Wege keine Tonnen von Müll mehr zu transportieren, doch wir müssen diesen Weg gemeinsam gehen.