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Trikotsatz oder Streetwear fürs Training?

Trikotsätze, bestehend aus Trikot, Stutzen und Hosen, sind Pflicht für den Vereinssport Wird sich Streetwear auch im Sportbereich etablieren? Foto: © Unsplash

Gleich vorneweg: Es gibt gute Gründe für die Anschaffung eines Trikots. Wenn man in einer Mannschaft spielt, wird dies in der Regel vorausgesetzt. In der Freizeit tragen Sportbegeisterte gerne die angesagten Nationalmannschafts-Trikots, die es in Fanshops gibt. Das Tragen eines Trikots kann praktische und psychologische Gründe haben.

Gründe für den Einsatz eines Trikotsatzes

Unter einem Trikotsatz versteht man aufeinander abgestimmte Sportkleidung, die zusammengenommen die Spieluniform im Mannschaftssport darstellen. Trikotsätze haben nichts mit der bequemen Streetwear zu tun, die derzeit so in Mode ist. Der Unterschied zwischen einem Trikotsatz und Streetwear liegt im Zweck: Trikotsätze dienen dem Mannschaftssport, Streetwear kann auch bei sportlichen Betätigungen getragen werden, aber sie entsprechen nicht den Richtlinien von Fußballvereinen.

Der Trikotsatz kann mit dem Mannschaftslogo oder dem Vereinsnamen bedruckt werden und es kann Sponsorenwerbung auf ihm platziert werden. Die Trikotsätze gibt es für Erwachsene und für Kinder in unterschiedlicher Ausführung. Betrachtet man den Trikotsatz unter psychologischen Gesichtspunkten, so spricht eine ganze Menge dafür, dass eine Mannschaft gleich gekleidet ist. Es ist wesentlich bequemer, die funktionelle Sportkleidung zu tragen, als mit einem zusammen gestoppelten Trainingsensemble auf den Platz zu kommen. Das Trikot zeigt, dass man Teil einer starken Mannschaft ist und dass man sich gegenseitig unterstützt.

Wer ein Nationalmannschafts-Trikot trägt, zeigt unmissverständlich, dass man ein Fan ist. Trikots sind immer stylisch, egal in welcher Farbe sie getragen werden. Es gibt erfolgreiche Sport-Coaches, die in einem Teil ihres Trainings Projektionen und Gedankenreisen einsetzen. Das Tragen von Siegertrikots verstärkt diese Visionen noch. Man träumt sozusagen davon, genauso gut zu spielen, wie das große Vorbild aus der Lieblingsmannschaft. Grundsätzlich sollte man die Kraft der Gedanken nie unterschätzen.

Tipps rund um den Trikotsatz

Ein Fußballtrikot sollte vor allem aus dem richtigen Material bestehen, Farben und modische Aspekte sollten hier zweitrangig behandelt werden. Im Fall einer funktionalen Fußballbekleidung ist das oberste Gebot: Nicht sparen, denn das wird unter Umständen teuer bezahlt. Am besten ist es, man sieht sich gleich bei einem professionellen Ausstatter nach einem passenden Trikotsatz um, so kann gewährleistet werden, dass man nicht auf eine Billigware hereinfällt, nur weil sie gerade hübsch aussieht.

Trikotsätze, bestehend aus Trikot, Stutzen und Hosen, sind Pflicht für den Vereinssport. Wer sich nicht an diese Bekleidungsregeln hält, wird vom Spielbetrieb ausgeschlossen, auch dann, wenn er zu den unteren Spielklassen gehört. Von Zeit zu Zeit werden komplett neue Trikotsätze für die Mannschaften besorgt, auch hier gilt, dass man sich schon im Vorfeld um die Materialbeschaffenheit und die Beflockung mit dem Vereinsnamen und den Nummern der Spieler kümmern sollte.

Was das Material angeht, so ist die sonst im Sport so beliebte Baumwolle das falsche Material für die Trikots. Warum? Weil Baumwolle sich viel eher für Indoor Sportarten eignet. Ein Fußballtrikot, das für den Außenbereich geeignet ist, besteht idealerweise aus Polyester. Polyester ist sowohl atmungsaktiv als auch sehr pflegeleicht – beide Faktoren liefern ideale Grundvoraussetzungen für den intensiven Ballsport. In den kälteren und nasseren Jahreszeiten Herbst und Winter kann man damit rechnen, dass die Sportkleidung richtig dreckig wird. Daher sind gute Pflegeeigenschaften ein absolutes Muss für die Auswahl der Kleidung.

Polyester hat aber noch einen weiteren Vorteil: Es nimmt fast keine Gerüche an und bleibt sogar nach Jahren noch geruchsneutral. Gerade in einem Sport, bei dem viel geschwitzt wird, ist dies ein eindeutiger Vorteil, der für das Material spricht. Sehr gute Hinweise zum Aussuchen des richtigen Trikots können Sie bei einem unabhängigen Kaufratgeber Trikotsatz finden. Im Profibereich wird das Polyester mit Mesh verarbeitet, um einen noch besseren Feuchtigkeitstransport zu gewährleisten, allerdings ist diese Materialzusammenstellung recht anfällig und muss häufiger ersetzt werden. Für den Breitensport in Vereinen sind allerdings die Nachhaltigkeit und Langlebigkeit der Trikotsätze ein wichtigeres Argument. Spezialgeschäfte bieten hier auch zu dem Verkauf Beratung an, damit man auch lange Freude an seiner Ausstattung hat.

Ein Trikotsatz wird erst mit der Kennzeichnung der Rückennummer und dem Vereinsnamen (Beflockung) vollständig. Erst dann, wenn jeder Spieler die vollständige Beflockung hat, können Spiele stattfinden. Es geht dabei in erster Linie um die Vorgaben des DFB, die verlangen, dass alle Trikots mit Nummern ausgestattet sind, die gut erkennbar sein müssen. Diese Regel gilt quer durch alle Mannschaften, von der Bundesliga bis hin zur kleinen Amateurspielklasse.

Die meisten Trikots weisen noch wesentlich mehr Elemente aus als nur die pflichtmäßige Rückennummer. Der Vereinsname oder das Abzeichen des Vereins, Sponsorenlogos oder ein spezielles Werbelogo werden auch oft auf das Trikot gedruckt. Auch der Name des Spielers kann auf dem Trikot abgebildet werden. Wer mit Werbelogos arbeitet, sollte sich im Vorfeld auch genau darüber informieren, wie die Regeln zum Anbringen lauten. Sponsoren- und Werbeschriftzüge dürfen in der Regel nicht zu groß sein, sonst kann es passieren, dass der Schiedsrichter den Trikotsatz ablehnt. Nicht nur das: in ganz streng beurteilten Fällen droht sogar die Aberkennung von den erworbenen Punkten aus einer Spielpartie. Auch das Anbringen von mehreren Werbelogos in der Amateurliga kann zu Problemen führen, daher ist es angeraten, dass Spieler sich genau in ihrem Verein informieren, welche Regeln für die Bekleidung gelten.

Streetwear im Sportbereich

Einer der angesagtesten Modetrends für Männer und Frauen ist derzeit bequeme Streetwear, die in der Freizeit und im Sport getragen werden kann. Streetwear ist herrlich informell und sportlich. Auch wenn diese Moderichtung nicht unbedingt fürs Büro taugt, so kann sie doch in den meisten Freizeitbereichen getragen werden. Wie Sport-tauglich ist der sportliche Look jedoch tatsächlich? Um es klar zu sagen: Streetwear sieht zwar hip, cool und sportlich aus, im wirklichen Sport hat der Kleidungsstil jedoch nichts zu suchen.

Natürlich kann man mit Streetwear bekleidet Tai-Chi oder Yoga machen, auch Joggingrunden bieten sich an – im Fußball hat Streetwear genau wie jede andere Alltagskleidung jedoch nichts verloren, da der Kleidungsstil weder von den funktionellen Gegebenheiten, noch vom Design her zum Fußballsport passt. Streetwear ist Mode, keine Sportbekleidung, trotz seines guten Tragegefühls und der cool-sportlichen Silhouette. Somit weist der Modetrend auch in seine Anfangszeit zurück, als er die Künstler der Hip-Hop-Szene kleidete und von dort aus weltweit seinen modischen Siegeszug feierte. Streetwear im Sport einzusetzen funktioniert jedoch nur beim Spaziergang um den Block, bei einer Runde Basketball