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Das deutsche BIP ist im Jahr 2020 nicht so stark gesunken wie befürchtet: Nur um 5 Prozent!

Deutsche Flagge vor dem Deutschen Bundestag. Die deutsche Wirtschaft steht nach der Krise noch ganz gut da Foto: © Unsplash

Europas größte Volkswirtschaft hat sich trotz der Corona-Pandemie besser geschlagen als während der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2009 und erfolgreicher als die meisten EU-Länder. Die Inflation war sehr niedrig und das Defizit im Staatshaushalt stieg stark an. Die Coronavirus-Pandemie hat der größten deutschen Volkswirtschaft in Europa erheblichen Schaden zugefügt. Die Rezession vom Jahr 2020 beendete ein Jahrzehnt ununterbrochenen BIP-Wachstums in Deutschland und eine achtjährige Periode von Haushaltsüberschüssen und sie stoppte einen 14-jährigen Anstieg der Beschäftigung. Dennoch war der Einbruch weniger gravierend als während der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009.    

Die deutsche Wirtschaft hat sich in der Krise besser geschlagen als die meisten EU-Länder 

 Wie das Statistische Bundesamt Destatis am 14. Januar mitteilte, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2020 nach vorläufigen Angaben um 5 Prozent gesunken. Zum Vergleich - im Jahr 2009 hatte der Rückgang noch 5,7 Prozent betragen. In den letzten Monaten hatten viele vorausgesagt und befürchtet, dass die Ergebnisse des Jahres noch viel schlechter ausfallen würden. „Im internationalen Vergleich scheint die deutsche Wirtschaft die Krise 2020 deutlich besser überstanden zu haben als die meisten anderen europäischen Länder“, sagte Destatis-Geschäftsführer Georg Thiel in einer Online-Pressekonferenz.  

Destatis führt dies insbesondere darauf zurück, dass auf den „historischen Einbruch“ des Bruttoinlandsprodukts um 9,8 Prozent im 2. Quartal 2020 eine starke Erholung der Wirtschaft in den Sommermonaten folgte. Der Aufschwung wurde jedoch durch die zweite Welle des Coronavirus und die neue Abriegelung, die im November begann und Mitte Dezember verschärft wurde, gebremst.  

Das deutsche Statistikamt hat die Zahlen für das 4. Quartal noch nicht berechnet, doch nach einer vorläufigen Schätzung stagnierte die deutsche Wirtschaft Ende des vergangenen Jahres. Mit anderen Worten, die deutsche Wirtschaft ist weder gewachsen noch in ein Defizit zurückgefallen und befindet sich somit zu Beginn des Jahres 2021 in einem relativ stabilen Zustand. Destatis führt das darauf zurück, dass die Unternehmen offenbar besser auf die neuen Quarantänemaßnahmen vorbereitet waren als noch im Frühjahr.    

Die jährliche Inflationsrate in Deutschland betrug 0,5 Prozent 

Wie zu erwarten war, haben alle Sektoren der deutschen Wirtschaft das vergangene Jahr mit einem Minus abgeschlossen. Mit einer Ausnahme, und zwar dem Baugewerbe. Dieser Sektor setzte sein Wachstum fort, was mit einem „spürbaren“ Anstieg der Preise für Wohnimmobilien einherging.   

 Ein zerknitterter 10-Euro-Schein und ein zerknitterter 20-Euro-Schein. 
 Insgesamt hat sich das Wachstum der Einzelhandelspreise, das in Deutschland schon vorher sehr niedrig war, in der Krise noch weiter verlangsamt, so dass die Inflation im Jahr 2020 bei 0,5 Prozent lag. Die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer (MwSt.) in der zweiten Jahreshälfte, war eine der wichtigsten Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Krise und hat wesentlich dazu beigetragen. Der Rückgang der Steuereinnahmen in Verbindung mit einem starken Anstieg der staatlichen Ausgaben für öffentliche und unternehmerische Unterstützung konnte nicht umhin, die Finanzlage des Staates verschlechtern.

Während Deutschland das Jahr 2019 mit einem Haushaltsüberschuss von 52,5 Milliarden Euro abgeschlossen hat, wird für das letzte Jahr 2020 ein Defizit von 158,2 Milliarden Euro erwartet, sagte Albert Braakmann, Leiter der Abteilung Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen.   So erreichte das deutsche Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr 4,8 Prozent des BIP und lag damit deutlich über der EU-Grenze von 3 Prozent. Die europäischen und nationalen Standards der Haushaltsdisziplin sind jedoch wegen der Coronavirus-Pandemie in den Jahren 2020-2021 ausgesetzt, erinnerte der Experte.    

Das Online-Trading boomt seit dem vergangenen Jahr  

Kurzarbeit, Arbeitsausfälle und Kündigungen brachte das letzte Jahr 2020 mit sich. Allerdings haben viele Menschen auch die Chance ergriffen und haben angefangen Ihr vorhandenes Geld sinnvoll anzulegen. Zum Beispiel haben sich viele Menschen für das Online-Trading entschlossen. Unter den Anlegern waren zwei Marktsektoren besonders beliebt, und zwar der Forexmarkt und der Aktienmarkt.

Der Forexmarkt genießt eine dermaßen hohe Anerkennung aus vielen Gründen. Unter anderem können Anleger 24 Stunden, 5 Tage die Woche auf dem Forexmarkt aktiv handeln und mit ein wenig Erfahrung können sie sich damit auskennen. Darüber hinaus erfolgt der Handel auf dem Forexmarkt gar nicht so schwer wie gedacht. Alles, was man als Anleger wissen muss, ist, wie es im Moment um die jeweilige Währung bzw. den Währungskurs geht. Damit Anleger immer auf dem aktuellsten Stand der Dinge sind, lohnt es sich, Finanznachrichten zu verfolgen. Auf diese Weise weiß man als Anleger stets, wann bestimmte finanzielle Krisen auftreten können und wann es sich lohnt, eine Währung zu kaufen oder zu verkaufen.    

Experten prognostizieren starkes Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2021

In ihren Kommentaren zu dem vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten makroökonomischen Datenpaket konzentrierten sich die führenden deutschen Ökonomen vor allem auf die aktuelle Situation und die Aussichten für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2021: Es war klar, dass das vergangene Jahr mit einem sehr großen Defizit enden würde.   „Jetzt müssen wir schnell einen Schlussstrich unter dem Jahr 2020 ziehen und nach vorne schauen. Deutschland sollte dankbar sein, dass eine starke Exportindustrie vorhanden ist, die von dem Boom in China profitiert.

Gut gefüllte Auftragsbücher werden auch in den kommenden Monaten die Industrieproduktion beflügeln“, sagt Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank.   „Entgegen den Befürchtungen scheint die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal trotz der Aussperrung nicht geschrumpft zu sein. Ihre Auswirkungen scheinen durch die starke Leistung des exportorientierten Verarbeitenden Gewerbes ausgeglichen worden zu sein“, sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank.  

Fazit

Wenn Sie sich das letzte Jahr anschauen, werden Sie einen wirtschaftlichen Rückgang in Höhe von 5 Prozent feststellen. Das ist natürlich kein Beinbruch, doch die Wirtschafts wirkte während der vielen Lockdowns und der gesamten Corona-Pandemie angeschlagen. Aktuell beginnt sich die deutsche Wirtschaft zu erholen und es kann allmählich ein wirtschaftlicher Aufstieg verzeichnet werden. Das Jahr 2021 hat aus der finanziellen Sicht für Deutschland optimistisch begonnen und es bleibt einfach abzuwarten, wie sich die Corona-Pandemie auf das Land auswirken wird. Die hohen Impfzahlen dürften aber ein Grund zur Freude bereiten, denn viele Menschen können getrost ihrer Arbeit nachgehen und somit die Wirtschaft im Land vorantreiben. Dementsprechend wirken die Prognosen von vielen Wirtschaftsexperten vielversprechend und es könnte sein, dass wir noch in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum in Deutschland erleben werden.