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Cannabis-Legalisierung - sind Cannabis-Präparate zukünftig legal erhältlich und profitieren dann die Apotheken?

Cannabis Blätter mit Flasche Cannabis wirkt entspannend und beruhigt Foto: © Unsplash

Die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken ist ein Thema, das die Gesellschaft und die Politik gleichermaßen beschäftigt. Wie jetzt in den Medien zu lesen ist, soll die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene bereits in naher Zukunft möglich sein. Wie das funktioniert, ist derzeit jedoch noch unklar.

Cannabis aus der Apotheke - ist das möglich?

Die Cannabis-Legalisierung soll sogar gesetzlich geregelt werden, mit der Option, das Gesetz nach vier Jahren auf gesellschaftliche Auswirkungen zu evaluieren. Für Verbraucher, die sich für dieses Thema interessieren, sind allerdings noch viele Fragen offen. So soll die Abgabe von Cannabis und Produkten, die Cannabis enthalten, erstens streng kontrolliert werden und zweitens nur in lizenzierten Geschäften möglich sein. Dadurch will man die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindern und sicherstellen, dass die zukünftig legal erhältlichen Cannabis-Produkte alle notwendigen Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen.

Darüber hinaus soll der Jugendschutz gewährleistet werden, indem Verbraucher beim Cannabis-Erwerb ihre Volljährigkeit nachweisen müssen. Zum Verkauf auf Rezept in Apotheken ist medizinisches Cannabis schon seit 2017 zugelassen. Die Wirkstoffe der Hanfpflanze sollen nachweislich Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen und einen beruhigenden Effekt haben. Der Handel mit medizinischem Cannabis ist jedoch ein überschaubarer Markt, da das Verschreiben auf Rezept von den meisten Ärzten streng gehandhabt wird. Zukünftig könnten interessierte Verbraucher auch ohne ärztliche Verschreibung an Cannabis-Präparate gelangen.

Inwieweit die Apotheken auf einen möglicherweise zu erwartenden Ansturm vorbereitet sind, ist unbekannt. Klar ist allerdings, dass neben den ortsansässigen Pharmazien auch die Versandapotheken im Internet das Recht haben, Cannabis-Produkte legal an Konsumenten abzugeben, sollte das entsprechende Gesetz zur Anwendung kommen. Bei Online-Apotheken wie sanicare.de findet man freiverkäufliche, rezeptfreie Arzneimittel sowie Medikamente auf Rezept. Außerdem sind online auch Reformhausprodukte, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika und spezielle Rezepturen erhältlich. Da eine Internet-Apotheke jederzeit "geöffnet" ist, könnten die Online-Dienstleister tatsächlich von der zu erwartenden Cannabis-Legalisierung profitieren.

Was ist Cannabis und wofür wird es eingesetzt?

Was ist medizinisches Cannabis und wodurch unterscheidet sich dieses vom Cannabis, das zu Genusszwecken verwendet wird? Bei beiden handelt es sich um Pflanzenprodukte der weiblichen Hanfpflanze. Wenn die Substanz zur Linderung von Beschwerden oder im Rahmen einer medizinischen Behandlung genutzt wird, darf diese als medizinisches Cannabis bezeichnet werden. Wird Cannabis jedoch zum Genuss konsumiert, gilt er meist als Rauschmittel oder "Entspannungsdroge".

Im Grunde enthält jede Cannabissorte eine bestimmte Menge aktiver Cannabinoide. Diese chemischen Verbindungen interagieren mit dem Endocannabinoid-System (ECS) und können dadurch viele physiologische Effekte auslösen. Der bekannteste von über 500 natürlichen Inhaltsstoffen, die man in Cannabis bisher fand, ist Tetrahydrocannabinol (THC), das psychoaktive Eigenschaften besitzt und "high" machen kann, während Cannabidiol (CBD) keine Rauschzustände auslöst und daher vorwiegend für entspannende Zwecke eingesetzt wird. Die Nutzung von medizinischem Cannabis in der Schmerztherapie, bei Muskelkrämpfen oder Multipler Sklerose, bei ungewolltem Gewichtsverlust sowie bei Übelkeit und Erbrechen, die durch eine Chemotherapie bedingt sind, ist seit Langem möglich, da es Hinweise auf die Wirksamkeit von Cannabis in diesen Bereichen geben soll.

Ähnlich wie bei anderen Medizinprodukten ist jedoch auch bei medizinischem Cannabis mit Nebenwirkungen zu rechnen, sodass es sich empfiehlt, sich von einem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen, bevor eine Anwendung in Betracht gezogen wird. Cannabis ist ein lateinischer Begriff, der für die Hanfpflanze verwendet wird. Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wird bereits seit Jahrtausenden zu unterschiedlichsten Zwecken genutzt. So werden aus den Hanffasern unter anderem Seile, Taue und Segeltuch hergestellt. Außerdem findet Hanf Verwendung in Zellstoffen, Papieren, naturfaserverstärkten Kunststoffen und Textilien. Aus den Samen des Hanfs wird Öl gewonnen, während die getrockneten Hanfblüten und Blätter für Rauschmittel wie Haschisch sowie zur Herstellung anderer Cannabis-Produkte genutzt werden.

Hilft Cannabis beim Stressabbau?

Bei der Verordnung von medizinischem Cannabis gelten strenge Regeln. In bestimmten Fällen werden die Kosten für Cannabis-Arzneimittel von den Krankenkassen übernommen, sofern eine schwere Erkrankung vorliegt und eine andere anerkannte medizinische Behandlung nicht zur Verfügung steht. Die finale Entscheidung über eine Therapie mit einem Cannabis-Präparat trifft der Arzt, der auch das notwendige Rezept ausstellt. Durch die Cannabis-Legalisierung könnte sich diese Vorgehensweise bald ändern.

Das Interesse an der Hanfpflanze und ihren Verwendungszwecken ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Zu den Gründen dafür sollen der Wunsch nach einer möglichst natürlichen Lebensweise sowie das höhere Umweltbewusstsein gehören. Die Hanfpflanze ist allerdings aufgrund der berauschenden Wirkung einiger Inhaltsstoffe etwas in Verruf geraten. Nun sollen Hanfmessen und Festivals zu diesem Thema für Aufklärung sorgen. In Deutschland finden inzwischen jährlich Hanfmessen statt, die sogar europaweit viel Aufmerksamkeit erzielen. Präparate, die Cannabis enthalten, werden aufgrund ihrer beruhigenden und entspannenden Eigenschaften zum Abbau von Stress oder bei Schlafstörungen genutzt.

Oft handelt es sich dabei um nikotinfreie Kräutermischungen, die zwar als Tabakwaren bezeichnet werden, jedoch gut für das Ersetzen von herkömmlichem Tabak geeignet sind. Kräutermischungen enthalten meist bewährte Kräuter wie beispielsweise Kamille und Lavendel und eignen sich optimal zum Mischen mit Cannabis. Manche Kräuter-Mixturen werden speziell ausgewählt, weil sie besonders gut mit Cannabis harmonieren und dessen Wirkung unterstützen können.

Entspannend und beruhigend - die Wirkung von Cannabis

Die Wirkung von Cannabis hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann sehr unterschiedlich sein, da jeder Mensch individuell auf die Wirkstoffe reagiert. Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten bei der Verwendung dieser Mittel die Hersteller-Hinweise berücksichtigt werden. Die Wirkstoffe aus der Cannabispflanze können an den Rezeptoren im menschlichen Nervensystem andocken.

Dadurch kann Cannabis die Wahrnehmung verändern, ein Hochgefühl hervorrufen und die Schmerzempfindlichkeit senken. Wer sich entspannen und vom Alltagsstress erholen möchte, kann es sich auch auf dem Balkon gemütlich machen, einige Grünpflanzen anpflanzen und dadurch für ein Garten-Feeling sorgen. Darüber hinaus gehört auch die richtige Ernährung zu den wesentlichen Faktoren einer gesunden Lebensführung. Durch die Cannabis-Legalisierung könnte die Nachfrage nach legal angebautem Cannabis demnächst steigen.

Da empfohlen wird, bei Cannabis-Produkten auf Qualität und Sicherheit zu achten, ist davon auszugehen, dass die Apotheken im Mittelpunkt des Interesses stehen werden, da diese als vertrauenswürdig und seriös gelten. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich vom Apotheker und dessen fachkundigem Personal beraten zu lassen. Auch in Online-Apotheken wird meist ein Kundenservice per Telefon oder E-Mail angeboten, sodass eine Beratung sowie Rückfragen möglich sind.