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Frankfurt am Main

Pop-Up Ausstellung im Museum Judengasse zum Anne Frank-Tag

Am Mittwoch, 12. Juni, findet wieder der Anne Frank-Tag in Frankfurt statt. Das Jüdische Museum präsentiert zu diesem Anlass eine Pop-Up-Ausstellung im Museum Judengasse. Im Zentrum der eintägigen Präsentation stehen die materiellen Dinge aus dem Besitz der Familie Frank und Elias und mit ihnen die physischen Spuren von Anne Frank.

Gezeigt werden Objekte aus der Lebenswelt des heranwachsenden Mädchens, das an diesem Tag vor 90 Jahren geboren wurde: Bauklötze, mit denen sie und ihre Schwester Margot spielten, ein Poesiealbum, in dem Anne einen Eintrag für ihre Klassenkameradin hinterließ, und – ein besonderes Highlight – ein von ihr bestickter Beutel, in dem sie in Amsterdam ihr Nachthemd verwahrte. Hinzu kommen Alltagsgegenstände aus dem Besitz ihrer Eltern und Großeltern, in denen das Interesse an Bildung und Kultur der Familie deutlich werden: Bücher, die Annes Vater Otto Frank in seiner Kindheit und Jugend las, Spiele, die er und seine Geschwister mit den Eltern spielten, und kurze Reime, die sich die Familienmitglieder untereinander widmeten.

Einige der Objekte wurden noch nie öffentlich gezeigt. Viele von ihnen haben persönliche Geschichten, die – sozusagen als Geburtstagsgeschenk – an dem Tag von den Kuratoren und Vermittlern des Jüdischen Museums vor Ort mit den Besuchern geteilt werden.

Die Pop-Up-Ausstellung gibt einen Einblick in das zukünftige Familie Frank-Zentrum: in die permanente Ausstellung zur Familie, die im neuen Jüdischen Museum mit weitaus mehr Gegenständen aus Familienbesitz zu sehen sein wird, oder in die Dokumente, die man zukünftig in der neuen Bibliothek zur Familiengeschichte einsehen kann. Die Ausstellung umfasst mehrere partizipative Stationen, etwa einen Prototypen des zukünftigen interaktiven Multi-Touch-Tischs zur Familiengeschichte und verschiedene Feedbackmöglichkeiten. Darüber hinaus finden vor Ort Führungen zu den Spuren der Familie im Museum Judengasse sowie eine Filmpräsentation statt, in welcher der Cousin von Anne Frank, Buddy Elias, porträtiert wird. Buddy Elias ist der Gründungsvater des Familie Frank Zentrums: Er sprach sich dafür aus, die Dinge aus dem Besitz der Emigrantenfamilie Frank und Elias dem Jüdischen Museum Frankfurt anzuvertrauen.

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