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Frankfurt am Main

Kultur- und Freizeitticket: Oberbürgermeister und Kulturdezernentin stellen Konzept vor

Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernentin Ina Hartwig haben am Mittwoch, 26. Juni, während einer Pressekonferenz einen Konzeptvorschlag für das „Kultur- und Freizeitticket“ vorgestellt. Das neue Ticket wird den freien Eintritt in alle Museen und den Zoo der Mainmetropole für Frankfurter Kinder und Jugendliche sowie für diejenigen, die im Stadtgebiet zur Kita oder in die Schule gehen, ermöglichen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Das Ticket soll alle Frankfurter Kinder und Jugendliche erreichen – deswegen muss es möglichst einfach zu beantragen sein. Der Vorschlag von Kulturdezernentin Ina Hartwig hat deswegen meine volle Unterstützung.“ Bei den städtischen Museen, die bereits einen freien Eintritt für Kinder anbieten, seien die Zahlen junger Besucher um mehr als 50 Prozent gestiegen. „Das zeigt: Die Nachfrage ist da. Die Kultureinrichtungen unserer Stadt sollten grundsätzlich allen Kindern und Jugendlichen offenstehen. Niemand soll überlegen müssen, ob er hingeht oder nicht.“

Mit dem jetzigen Vorschlag setze die Kulturdezernentin einen Beschluss der Koalition um. „Meinem Ziel, Frankfurt zu einer der familienfreundlichsten Städte Deutschlands zu machen, kommen wir mit diesem Konzept einen großen Schritt näher. Das Kultur- und Freizeitticket reiht sich ein in kostenlose Kitas und den kostenlosen Eintritt in Schwimmbäder“, fügte Oberbürgermeister Feldmann hinzu.

Kulturdezernentin Ina Hartwig sagt: „Mit meiner Forderung, den freien Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auf die nicht-städtischen Kultureinrichtungen und den Zoo auszuweiten, befinden wir uns auf der Zielgeraden. Wir führen gezielt junge Menschen an unsere Kultureinrichtungen heran. Mit diesem Angebot wollen wir auch die Familien ansprechen und für Kultur begeistern, die sonst selten oder nie Museen besuchen. Schon der freie Eintritt für Kinder und Jugendliche in die städtischen Museen, den wir 2017 eingeführt haben, war ein Riesenerfolg. Wir konnten die U18 Besuche um 50 Prozent steigern.“ Die Beantragung solle einfach und unbürokratisch sein, betonte auch die Kulturdezernentin: „Sobald es verfügbar ist, einfach online bestellen und dann ab in den Zoo oder ins Museum!“

Geplant ist, dass das Ticket im Scheckkartenformat online bestellt werden kann. Für Frankfurter Schüler, Kita-Kinder und junge Menschen aus Haushalten mit einem Monatseinkommen unter 4500 Euro netto soll es kostenlos bestellbar sein und bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs gültig bleiben. Für alle anderen Familien ist ein moderater Preis von 19 Euro pro Jahr vorgeschlagen – dieser Preis entspricht in etwa einem Zoo- oder Museumsbesuch pro Quartal zu ermäßigtem Eintritt. Die Eintrittsgelder für die Ticketinhaber übernimmt die Stadt Frankfurt.

Wie Feldmann und Hartwig zum weiteren Zeitplan bekanntgaben, liegt das Konzept den Magistratsmitgliedern zur Abstimmung vor. Nach Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung kann die technische Umsetzung in den Museen und dem Zoo erfolgen. Durch die Nutzung der bewährten Infrastrukturen beispielsweise der bereits bestehenden Museumsufercard könnten Zeit und Kosten gespart werden. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagte die Kulturdezernentin.

Mit dem Kultur- und Freizeitticket wird ein weiterer Arbeitsauftrag aus den „Bad Nauheimer Beschlüssen“ vom Dezember 2018 umgesetzt. Das Kulturdezernat war am 28. Februar diesen Jahres von der Stadtverordnetenversammlung mit der Erstellung eines konkreten Konzepts beauftragt worden. In den Folgemonaten hatte das Dezernat verschiedene Varianten für die technische Umsetzung und die finanzielle Abwicklung der Eintrittserstattung für die nicht-städtischen Häuser geprüft.

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