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Frankfurt am Main

Ausstellungseröffnung am 9. Oktober im stadtRAUMfrankfurt

Mare Manuscha – Innenansichten aus Leben und Kultur der Sinti & Roma

Ihre Kunst und Kultur spielten in der Öffentlichkeit lange Zeit keine Rolle. Inzwischen melden sich immer mehr Kunstschaffende und Bürgerrechtler mit Sinti- oder Roma-Hintergrund selbstbewusst zu Wort. Der Frankfurter Fotograf Alexander Paul Englert hat einige von ihnen an ihren Lebensorten getroffen und eindrucksvolle Momentaufnahmen geschaffen. Zur Ausstellungseröffnung von „Mare Maunscha – Innenansichten aus Leben und Kultur der Sinti & Roma“ lädt das Amt für multikulturelle Angelegenheiten für Mittwoch, 9. Oktober, ab 18.30 Uhr in den stadtRAUMfrankfurt, Mainzer Landstraße 293, ein. Der Eintritt ist frei.

Die Bilder geben Einblicke in Verfolgung und Trauma, Migration und Flucht, Heimat und Identität sowie das Kunstschaffen der Porträtierten. Sie stammen aus dem gleichnamigen Buch der Edition Faust, für das die Herausgeber Romeo Franz und Cornelia Wilß europaweit intensive Gespräche mit den Künstlern geführt haben.

Zugrunde liegt allen Begegnungen die kritische Auseinandersetzung mit kultureller und sozialer Diskriminierung einer Minderheits- in einer Mehrheitsgesellschaft. Genauso wie die Texte entlarven auch Englerts Bilder gewohnte Seh- und Deutungsmuster der Mehrheitsgesellschaft als Stereotype und Klischees. Der Fotograf wird zur Eröffnung gemeinsam mit der Buchherausgeberin Cornelia Wilß durch die Ausstellung führen.

Die Fotos sind bis zum 13. Dezember zu sehen. Um die Ausstellung zu besuchen, reicht eine Anmeldung an der Pforte des Hauses. Führungen durch die Ausstellung gibt es am Sonntag, 19. Oktober, um 17.30 Uhr und am Dienstag, 3. Dezember, um 18 Uhr. Am Donnerstag, 14. November, findet um 19 Uhr eine Diskussionsrunde mit Bühnenprogramm unter dem Titel „Antiziganismus heute und das Buchprojekt Mare Manuscha“ statt.

„Mare Manuscha“ ist die erste Ausstellung stadtRAUMfrankfurt in der Mainzer Landstraße 293. Das neue interkulturelle Kompetenzzentrum bietet Räume für Begegnungen, Workshops, Diskussionsrunden, Infomärkte und noch mehr. Als Ort des Miteinanders führt es die Frankfurter Tradition von Bürgerhäusern und Bildungsvereinen fort in den Alltag unserer multikulturellen Stadtgesellschaft. Mehr dazu unter http://www.amka.de/stadtraumfrankfurt im Internet.

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