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Frankfurt

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In kleinem Kreis überbringen drei Sternsinger der Stadt den Segen

Die Sternsingerinnen während der Zeremonie im Kaisersaal, dahinter Oberbürgermeister Peter Feldmann Foto: © Stadt Frankfurt

Das Motto der Sternsinger dieses Jahr klingt ein wenig trotzig, aber vor allem hoffnungsvoll: „Heller denn je!“ In Zeiten der Pandemie mussten die Sternsinger neue Wege gehen, um den Segen in die Häuser und Herzen der Menschen zu bringen. Stellvertretend für alle Sternsinger haben drei von ihnen am Freitag, 8. Januar, den Segen überbracht. Im Kaisersaal wurden sie von Oberbürgermeister Peter Feldmann im Beisein von Stadtdekan Johannes zu Eltz empfangen.

„Ihr seid Teil der größten Sozialaktion Deutschlands. Darauf dürft ihr stolz sein. Ihr lasst euch dieses Engagement nicht von der Pandemie kaputt machen – und damit habt ihr recht. Auch wenn die Tradition der Sternsinger nicht in gewohnter Form ausgeübt werden kann, es bleibt dabei: Ihr seid ein Segen für unsere Stadt und für diejenigen, die Hilfe brauchen. Die Kinder unserer Stadt bringen den Segen in die Häuser unserer Stadt – eine schönere Tradition kann es nicht geben“, sagte das Stadtoberhaupt.

Es gebe vielfältige Ideen, wie der Segen „Christus segne dieses Haus“ Einzug in die Stadt finde. „Aufkleber, Postkarten, Videos, Segenspakete, Armbänder, Bilder und so vieles mehr haben sich die Sternsinger einfallen lassen, um den Segen zu überbringen. Ihr lasst euch nicht unterkriegen und das ist Motivation für uns alle, uns auch nicht unterkriegen zu lassen“, sagte Feldmann.

Dieses Jahr geht es bei der Sternsinger-Aktion um Hilfe für Kinder von Arbeitsmigranten – besonders in der Ukraine. Die Eltern vermissen, das ist Alltag für viele Kinder in der Ukraine und das oft monatelang. Denn ihre Eltern müssen im Ausland arbeiten, weil sie in ihrer Heimat keine Arbeit finden. Mit der Aktion und den Spenden werden Caritas-Zentren unterstützt, die Kindern in dieser Zeit Trost und Halt geben.

„Der Lockdown bringt hier alles zum Stillstand, nicht aber die Not der Kinder in aller Welt, den Segen Gottes und die Hilfsbereitschaft der Sternsinger: Heller denn je!“, sagte Stadtdekan zu Eltz.

Mit ihrer Aktion zeigten die Sternsinger Einsatz und Verantwortungsgefühl und machten darauf aufmerksam, dass die Welt für viele Kinder und Erwachsene noch kein guter Ort sei, betonte das Stadtoberhaupt. „Wie können wir Armut lindern und verhindern? Das ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Ihr stellt euch diesem Problem.“ Darauf könnten sie stolz sein: „In 20 oder 30 Jahren, wenn ihr gefragt werdet ‚Was habt ihr damals gegen Hunger, Armut und Not getan?‘ Dann habt ihr mit eurem Engagement die Antwort darauf“, sagte Feldmann.

Die zentrale Botschaft der Sternsinger sei klar: „Es ist eure Welt, für die ihr euch einsetzt, es sind eure Hoffnungen und eure Zukunft. Das brauchen wir in diesen schwierigen Zeiten umso mehr. Für das neue Jahr wünsche ich euch: Mögen sich viele davon erfüllen!“

Feldmann freue sich, im kommenden Jahr wieder alle Sternsinger im Kaisersaal zu begrüßen: „Bitte gebt den Dank der Stadt und meinen persönlichen Dank an alle Kinder, die sich als Sternsinger engagieren, jedoch nicht persönlich hier dabei sein können. Ihr seid die Kinder unserer Stadt und alle zusammen seid ihr die Hoffnung unserer Welt. Und wie euer diesjähriges Motto, leuchtet ihr heller denn je!“
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