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Neue Weinkönigin und Weinprinzessin ernannt

Foto: © Sabine Fladung

Königliche Krönung von Sofia und ihrer Prinzessin Beatrice beim Eltviller Sektfest

Das Eltviller Sektfest ist an sich schon ein besonderes Juwel im Reigen der Rheingauer Feste, doch vergangenen Freitag wurde es wieder einmal besonders königlich: im Rahmen der offiziellen Eröffnung des diesjährigen Sekt- und Biedermeierfestes gab es gleich zwei Krönungen: die langjährige Eltviller Weinkönigin Lydia Kathrin Heerah übergab die Winzerkrone an ihre Nachfolgerin. Und auch eine neue Weinprinzessin konnte gekrönt werden, so dass die Eltviller Winzerschaft jetzt wieder ein charmantes Repräsentantinnen-Duo hat.

Wie souverän und charmant die jungen Frauen Werbung für ihre Heimatstadt und den Rebensaft der dortigen Winzer machen, wurde im Rahmen des Festaktes nicht nur den vielen Gästen rund um die Bühne am Eltviller Rheinufer klar. Auch der 1. Stadtrat Hans-Walter Pnischek in Vertretung für den erkrankten Bürgermeister Patrick Kunkel, und der Vorsitzende des Eltviller Weinbauvereines, Ralph Post, hoben in ihrer Laudatio für die scheidende Weinkönigin Lydia und in ihrer Festrede zur Krönung der beiden neuen Majestäten hervor, wie verdient sich die jungen Frauen in diesem Ehrenamt engagieren und das in ihrer Freizeit. Beide dankten der scheidenden Weinkönigin Lydia, die sich als Weinbotschafterin um ihre Heimatstadt verdient gemacht hätte.

Lydia Kathrin Heerah blickte auf fundierte Erfahrungen zurück: 2017 hatte sie ihr Amt als Eltviller Weinprinzessin angetreten. Dabei verriet sie sehr sympathisch, dass die ehemaligen Wallufer Weinprinzessinnen, eineiige Zwillinge, die bei ihren Auftritten immer für Furore sorgten, ihre Freundinnen seien. „Sie hatten immer so geschwärmt von ihrem Ehrenamt, dass ich schon länger dachte, „das wäre auch etwas für mich“, erklärte die 25jährige. Und als sie dann hörte, dass in Eltville eine Nachfolgerin für die Krone der Weinprinzessin gesucht wird, meldete sie sich mit Engagement und Motivation, die überzeugten. „Es war immer ein Kindheitstraum, Prinzessin zu werden“, gestand Lydia, die eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und ihr Fachabi an den Beruflichen Schulen absolviert hat und jetzt bei der Rheingauer Volksbank arbeitet. Privat ist sie kommunalpolitisch in der CDU sehr engagiert. Mit dem Patenweingut Koegler an ihrer Seite sei es eine wunderschöne Amtszeit als Eltviller Weinkönigin gewesen. Ein besonderer Höhepunkt sei der gemeinsame Auftritt mit Bürgermeister Kunkel und der Weinprinzessin Sofia bei der ECV-Fastnachtssitzung gewesen, bei der es ein regelrechtes „Weinspruch-Battle“ gegeben hatte. Der Fastnacht ist Lydia auch als Kindertanzgruppen – Trainerin im NCV sehr verbunden.

Hocherfreut nahm dann am Freitagabend auch die neue Eltviller Weinkönigin ihre neue Krone entgegen: Die 22jährige Sofia Hutfleß studiert in Mainz Geographie und Deutsch auf Lehramt und hat einen Tag vor dem Sektfest ihre Bachelor-Arbeit abgegeben. „Das Studium ist sehr zeitintensiv, aber wenn ich Zeit habe, treffe ich mich mit Freunden häufig auch am Weinstand oder verreise. Nebenbei arbeite ich in Weingütern“, erzählt sie. Vor drei Jahren hatte sie vom Amt der Weinprinzessin durch eine Freundin, die Kiedricher Weinkönigin Caroline Ebert, erfahren. „Ich fand es früher immer schon total toll, wenn sie von ihren Terminen erzählt hat“, so Sofia, die sich lange für dieses Amt interessierte und 2019 dann endlich „Nägel mit Köpfen“ gemacht und sich mit Erfolg beworben hatte. Jetzt bekam sie dann auch die große Königinnen-Krone auf den Kopf. „Die Vorstellung, diese Weinkrone zu tragen und auf verschiedenen Veranstaltungen die Eltviller Weine vertreten zu können, ist auch etwas ganz Besonderes“, so die neue Weinkönigin, der schon seit 2019 das Patenweingut Fleschner zur Seite steht. Sofia ist motiviert und will noch viel über die Weinherstellung lernen, um Eltville als Weinstadt wirklich angemessen repräsentieren zu können. Sie freue sich sehr auf die kommende Zeit, die vielen Termine und die Personen, die sie kennenlernen werde.

Zur Seite steht ihr dabei Beatrice „Bea“ Kreuzberger. Sie hatte bei der Kellertour 2020 im Weingut ihrer Verwandten Ems-Post mitgearbeitet und an diesem Abend war sie auch mit beiden Eltviller Weinmajestäten näher ins Gespräch gekommen. Alle drei kennen sich schon länger. „An diesem Abend wurde mir klar, wie viel Spaß das Amt mit sich bringt und als ich fragte, wie man Weinmajestät wird, war es schon zu spät!“, Die beiden Weinmajestäten nahmen Beas Anfrage als Bewerbung und sorgten dafür, dass sie jetzt die Prinzessinnen-Krone bekam. Auch die 21jährige, die 2020 ihr Abitur am Eltviller Gymnasium ablegte und zur Zeit Biologie an der Gutenberg Universität Mainz studiert, freut sich sehr auf ihre Amtszeit.

Wie schön die werden wird, zeigten auch die zahlreichen Glückwünsche und Willkommensgrüße der zwei Dutzend „Queenies“ aus fast allen Rheingaugemeinden. Sie gratulierten Sofia und Bea herzlich mit Weinsprüchen und charmanten Grußworten.

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