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Idstein

Skulptur „Harry von de Gass"

Harry war in den vergangenen Jahren wohl der bekannteste Idsteiner.



Der in Berlin geborene Harry Seegebarth war Bewohner des sozialpädagogischen Zentrums Kalmenhof, das unter anderem Wohn- und Arbeitsangebote für geistig behinderte Erwachsene anbietet. Dort arbeitete Harry in der Wäscherei.

Nebenbei verdiente er sich ein Taschengeld indem er vor den Geschäften in der Altstadt kehrte.



Schon bald hatte sich der oft fröhlich singende Straßenkehrer mit dem wettergegerbten Gesicht und den für ihn typischen weiten Hosen zum unverzichtbaren Idsteiner Original entwickelt.



Doch wird Harry Seegebarth nicht nur als Straßenkehrer „Harry von de Gass“ in der Erinnerung vieler Idsteiner weiterleben. Er war vierzig Jahre treuer Messdiener in der katholischen Kirche St. Martin in Idstein. Außerdem war er Kerbeborsch, Hofsänger, Fassnachter und Helfer überall dort, wo es galt mit anzupacken.



Als Harry am 28. Juli 2005 im Alter von 63 Jahren viel zu früh starb, trauerten viele Idsteiner um ihn. Pfarrer Klaus Schmidt legte Harry, so wie er es ihm vor seinem Tod versprochen hatte, einen Besen mit ins Grab.



Eine Ehre mit der Harry zu Lebzeiten wohl nie gerechnet hätte, ist ihm jetzt zuteil geworden: Ihm zu Ehren wurde eine Statue errichtet!

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