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Oberdiebach

Burg Fürstenberg, Oberdiebach

Stadtkarte

Burg Fürstenberg, Oberdiebach
Mainzerstraße 19a
55413 Oberdiebach
Tel.: 06743-2448
Fax: 06743-937318
info@schlossfuerstenberg.de
10.339 Ansichten https://www.schlossfuerstenberg.de/html/ruine_furstenberg.html

Die Burg Fürstenberg ist eine mittelalterliche Burgruine und seit 2002 ist die Höhenburg Fürstenberg Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.
Eine im Rheintal denkmalpflegerische Besonderheit sind die umfangreichen Reste des Originalputzes, der die Farbgestaltung der Anlage in den letzten Jahrhunderten nachvollziehbar werden lässt.

1219 wurde Fürstenberg im Auftrag von Erzbischof Engelbert I. errichtet, um die kurkölnischen Besitzungen im Viertälergebiet zwischen Manubach und Bacharach zu sichern.
Im Verbund mit dem am Rheinufer errichteten Wartturm wurde auch die Entrichtung des Zolls durchgesetzt.
Schon 1243 ging sie als erbliches Lehen an die Kurfürsten von der Pfalz, die sie 1410 durch Kauf endgültig erwarben.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1620 und 1632 erobert.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstörten die Franzosen schließlich 1689 wie viele andere Burganlagen der Region auch Fürstenberg, das seitdem Ruine ist.
Im Gegensatz zu den meisten Burgen des Oberen Mittelrheintals erfolgte hier kein Wiederaufbau im 19. Jahrhundert, so dass in der Ruine noch originales mittelalterliches Mauerwerk mit Putz- und Farbresten erhalten blieb.

Zunächst hatte 1844 die Witwe König Friedrich Wilhelms III. von Preußen, Fürstin Auguste von Liegnitz, vergeblich die Burg zu erwerben versucht. Dies gelang 1845 ihrem Schwiegersohn, Prinz Friedrich der Niederlande.
Augustes Tochter Luise war die Schwester des regierenden Königs Friedrich Wilhelm IV. Prinz Friedrich der Niederlande schenkte die Burganlage am 1. Februar 1846 seiner Frau. Luise plante einen Ausbau der Ruine zu einem prächtigen Schloss in neugotischen Formen, das kunst- und kulturhistorisch  standgehalten hätte.
Der Architekt C. de Jong zeichnete 1849 die Pläne, die sich heute im Archiv der Familie Prinz zu Wied (Neuwied) befinden.
Aus unbekannten Gründen unterblieb die Ausführung, die zwar wenig Rücksicht auf den vorhandenen mittelalterlichen Burgbestand genommen hätte, andererseits wäre aber einer der elegantesten Burgausbauten am Rhein entstanden.

Nach dem Tode des Ehepaares gelangte die Ruine in den Besitz der einzigen überlebenden Tochter, Fürstin Marie zu Wied. 1910 verkaufte man die Ruine an die Familie Wasum aus Bacharach. 1993 kaufte Gernot Stelter aus Rheindiebach und begann in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz umfangreiche Maßnahmen zur Erhaltung des Gemäuers.

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