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5 schöne Hochzeitstraditionen, die auch Deine Hochzeit unvergesslich machen!

5 schöne Hochzeitstraditionen, die auch Deine Hochzeit unvergesslich machen!

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Die eigene Hochzeit ist für viele Menschen einer der wichtigsten Tage ihres Lebens. Um die Bedeutsamkeit und Romantik des Augenblicks gebührend zu feiern, existieren zahlreiche Hochzeitstraditionen. Einige Bräuche sind regional begrenzt, wohingegen andere sich in die ganze Welt ausgebreitet haben. Viele Hochzeitstraditionen sind sehr alt und sollen dem Brautpaar Glück, Wohlstand und Fruchtbarkeit bescheren.

Nicht an allen Hochzeitsbräuchen sind alle beteiligt, die auf der Hochzeitsfeier zugegen sind. So ist es beispielsweise der Braut vorbehalten, für welche fünf traditionellen Glücksbringer sie sich entscheidet oder was für ein Brautkleid sie bei der Trauung trägt. Andere Hochzeitstraditionen schließen jedoch den Bräutigam, die Trauzeugen und die Hochzeitsgäste ein. Hier erfährst Du spannende Details über fünf wunderschöne Hochzeitstraditionen, mit denen Dir Deine Hochzeit als ein bezaubernder Moment im Gedächtnis bleibt.

Wedding Wood Sign against the green blur background. Wooden sign

Fünf Glücksbringer: Etwas Altes, etwas Neues …

Zu den bekanntesten Hochzeitsbräuchen gehören die fünf Dinge, die eine Braut während der Trauung bei sich trägt. Ob das Brautpaar an eine glücksbringende Wirkung dieser Objekte glaubt, ist nebensächlich: Du kannst die fünf Dinge auch nur um der Tradition willen mitführen. Dabei handelt es sich um:

  • etwas Altes
  • etwas Neues
  • etwas Geborgtes
  • etwas Blaues
  • eine Münze im Schuh

Diese Zusammenstellung ist nicht gänzlich willkürlich, denn in dem original englischen Spruch reimt sich die Auflistung:

„Something old, something new,
something borrowed, something blue,
and a sixpence in her shoe.“

Wie Du diese Vorgaben interpretierst, ist Dir weitestgehend freigestellt. Häufig trägt die Frau mindestens ein Schmuckstück, das alt, geborgt oder blau ist. Dafür kommen beispielsweise Ohrringe, eine Halskette oder Haarschmuck infrage. Allerdings kannst Du als etwas Altes auch ein beliebiges anderes Erbstück oder ein gebraucht gekauftes Objekt verwenden.

Viele Bräute entscheiden sich, für die Hochzeit ein neues Brautkleid zu kaufen. Ein solches Kleid erfüllt ganz nebenbei das Kriterium, etwas Neues zu sein. Grundsätzlich kommen auch andere neue Dinge in Betracht: ungetragene Brautschuhe, der frische Blumenstrauß, ein Piercing, ein weiteres Schmuckstück, …

Vor der Hochzeit melden sich bei der Braut oft Freunde und Verwandte, um ihr etwas zum Borgen anzubieten. Viele Bräute leihen sich einen Gegenstand von ihrer Schwiegermutter, der eigenen Mutter oder einer Freundin. Am besten entscheidest Du Dich dabei für eine Person, die Dir nahesteht.

Wenn Du etwas Blaues auf Deiner Hochzeitsfeier tragen möchtest, ist der genaue Farbton nicht vorgeschrieben. Früher war es üblich, ein blaues Strumpfband unter dem Kleid zu tragen.

Eine Münze im Schuh begünstigt dem Aberglauben zufolge finanzielles Glück. Stilecht ist ein silbernes Sixpence-Stück, da dieser Brauch aus Großbritannien stammt. Als Alternative kannst Du auf eine moderne Centmünze zurückgreifen. Die Tradition, eine Münze in den Schuh zu stecken, existiert auch in anderen Varianten. So kann beispielsweise auch der Bräutigam eine Münze in einen seiner Schuhe legen.

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Das Brautkleid der Mutter tragen

Das aufwendige Brautkleid trägt maßgeblich dazu bei, dass eine Hochzeitsfeier unvergesslich wird. Häufig schwärmen die Brautleute und Hochzeitsgäste noch Jahrzehnte später von einem tollen Kleid. Da ist es fast zu schade, das gute Stück nur ein einziges Mal zu tragen.

Manche Bräute entscheiden sich demnach, dem Brautkleid ihrer Mutter noch einmal einen großen Auftritt zu gönnen. Mitunter handelt es sich dabei um ein Erbstück, das schon die Großmutter und die Urgroßmutter bei ihrer eigenen Hochzeitsfeier trugen. Damit bringst Du vor allem Deine Verbundenheit gegenüber Deiner Mutter bzw. Deiner Familie zum Ausdruck. Ein gebrauchtes Brautkleid zu tragen, stellt zudem eine Entlastung für Deinen Geldbeutel dar. Heutzutage entscheiden sich manche Frauen auch der Umwelt zuliebe gegen ein neues Brautkleid, da sie Ressourcen schonen möchten.

Bevor Du das Brautkleid Deiner Mutter tragen kannst, muss es möglicherweise geändert werden – denn nicht alle Frauen haben dieselbe Figur. Darüber hinaus können zeitbedingte Veränderungen im modischen Geschmack eine kleine Änderung sinnvoll machen.

Feierlicher Auszug aus der Kirche oder dem Standesamt

Die Gäste wohnen der Hochzeit nicht nur passiv bei, sondern beteiligen sich auf unterschiedliche Weise an der Hochzeitsfeier. Wenn das Brautpaar die Kirche bzw. das Standesamt verlässt, werfen die jubelnden Gäste traditionell Reis. Da es sich bei Reis um ein Lebensmittel handelt, bitten manche Brautpaare jedoch darum, darauf zu verzichten.

Um den Kirchenauszug trotzdem angemessen zu gestalten, können die Hochzeitsgäste zum Beispiel auf Seifenblasen, Konfetti, kleine Blüten oder Blütenblätter zurückgreifen. Mit Wunderkerzen in den Händen können die Gäste ebenfalls Spalier stehen und das Paar bei seinem ersten Gang ins Freie begrüßen.

Ein recht neuer Brauch sind die sogenannten Wedding Wands. Bei diesen „Hochzeits-Zauberstäben“ handelt es sich um kurze Stäbe, an denen ein Band befestigt ist. Pastellfarben sind bei den Wedding Wands besonders häufig zu finden. Die Hochzeitsgäste wedeln mit den Bändern dem Brautpaar zu, das zwischen den aufgestellten Freunden, Verwandten und Bekannten hindurchgeht.

Eine weitere Möglichkeit, den traditionellen Standesamt- oder Kirchenauszug unvergesslich zu gestalten, bieten das Fliegenlassen von …

  • weißen Tauben
  • Luftballons
  • Schmetterlingen.

Die Schmetterlings-Tradition stammt aus Hawaii, wird aber gelegentlich auch in anderen Ländern praktiziert. Weiße Hochzeitstauben werden von manchen Taubenzüchtern gehalten und kehren zu ihrem Schlag zurück, nachdem sie in den Himmel aufgestiegen sind. Die Anzahl der Tauben variiert bei diesem Hochzeitsritual: Das Brautpaar kann eine Taube gemeinsam fliegen lassen oder sich für zwei oder mehrere weiße Tauben entscheiden.

Wenn du lieber Luftballons steigen lässt, die mit Helium gefüllt sind, stehen Dir unter anderem runde und herzförmige Ballons zur Auswahl. Die Farben Weiß und Rot sind weit verbreitet, da sie für Reinheit und Liebe stehen. Manche Hochzeitsballons verfügen über einen Aufdruck und Motive wie Herzen oder ineinander geschlungene Ringe.

Canva - Wedding Couple Figurine

Gemeinsam die Hochzeitstorte anschneiden

Ob opulente mehrstöckige Torte oder schlichter Hochzeitskuchen: Für viele Brautpaare bildet die Hochzeitstorte einen unverzichtbaren Bestandteil der Feierlichkeiten. Bei der Hochzeitsfeier schneidet das Brautpaar die Torte gemeinsam an. Oft füttern sie sich anschließend gegenseitig mit einem Bissen. Dieser glückliche Moment ist ein beliebtes Fotomotiv mit symbolischer Kraft – denn durch das gegenseitige Füttern demonstrieren die Brautleute ihre Fürsorglichkeit füreinander. Allgemein heißt es auch, wer beim Torten schneiden die Hand oben hat, hat auch „die Hosen an“ in der Beziehung. Daraus machen viele Hochzeitsgäste einen Scherz und belächeln das Ergebnis. Möchtest Du diesen Brauch umgehen, eignet sich ein zweigriffiges Messer zum Torten anschneiden.

Seit einigen Jahren entscheiden sich manche Brautpaare dafür, das erste Tortenstück nicht aufzuessen, sondern es einzufrieren. In diesem Fall wird das Tortenstück am ersten Hochzeitstag aufgetaut und von den Eheleuten gemeinsam gegessen.

Die Größe der Hochzeitstorte richtet sich nach der Anzahl der Gäste: Jeder sollte ein Stück bekommen. Zusätzlich kannst Du ein Kuchen-Buffet organisieren, das Deinen Gästen weitere leckere Backwaren präsentiert.

Die Brautentführung

Die Brautentführung findet auf der Hochzeitsfeier nach der Trauung statt. Einer der Trauzeugen lockt die Braut dabei aus dem Raum, während der Bräutigam es nicht sieht. Wenn nötig, können einige eingeweihte Gäste den Bräutigam von seiner frisch angetrauten Ehefrau ablenken.

Der Trauzeuge sucht mit der Braut ein Lokal auf, das sowohl ihr als auch dem Bräutigam vertraut ist. Wenn sich die Brautleute zum Beispiel in einer Kneipe kennengelernt haben, ist diese ein perfektes Entführungsziel.

Sobald der Bräutigam das Verschwinden seiner Liebsten bemerkt, begibt er sich auf die Suche nach ihr. Häufig begleiten ihn die anderen Trauzeugen oder enge Freunde. Diese sind über den Zielort der Entführung im Bilde und geben dem Bräutigam kleine Hinweise, mit deren Hilfe er das Versteck erraten kann.

Bei der Brautentführung soll der Bräutigam unter Beweis stellen, wie wichtig ihm seine Frau ist. Die Bereitschaft, nach ihr zu suchen, gilt als ein traditioneller Liebesbeweis. Doch der Bräutigam muss seine Braut nicht nur aufspüren, sondern auch die Rechnung für die Getränke zahlen, die die Braut und ihr „Entführer“ bestellt haben. Üblicherweise erhält die Braut ein Glas Sekt. Wenn die Brautentführung länger dauert, können daraus jedoch mehrere Gläser werden.

Bei einer Variante dieser Hochzeitstradition bleibt der „Entführer“ mit der Braut nicht die ganze Zeit über am selben Ort. Stattdessen ziehen sie von einem Lokal zum nächsten. Selbstverständlich sollte der Trauzeuge, der die Braut verschleppt, sie gut unterhalten. Neben netten Gesprächen sind kleine Spiele möglich, die die Trauzeugen vorbereiten.

Die übrigen Hochzeitsgäste sollten jedoch nicht zu lange warten. Sinnvoll ist es daher, im Voraus ein Zeitlimit zu vereinbaren – wovon der Bräutigam nicht zwingend etwas wissen muss. Damit die Brautentführung wirklich eine Überraschung ist, beteiligen sich die Brautleute nicht an der Planung. Wenn Dich dieser Brauch interessiert, kannst Du euren Trauzeugen vor der Hochzeit aber einen dezenten Hinweis geben.

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Fazit: Traditionen bereichern die Hochzeit

Neben diesen fünf schönen Hochzeitstraditionen gibt es viele weitere Bräuche und Gepflogenheiten, die Deine Hochzeit bereichern können. Dadurch ist es möglich, Deine Hochzeit genau nach Deinem Geschmack zu planen. Die Hochzeitstraditionen tragen dazu bei, die Feierlichkeiten zu einem ganz besonderem Moment zu machen, und unterhalten die Hochzeitsgesellschaft.

Darüber hinaus ist eine Hochzeit nicht zuletzt aufgrund ihrer symbolischen Bedeutung romantisch. Auch der Besuch beim Standesamt ist für viele Paare mehr als nur ein Verwaltungsakt. Die besondere Stimmung, die viele Menschen mit einer Hochzeitsfeier verbinden, geht entscheidend auf solche Hochzeitstraditionen zurück. Das ist ein Grund mehr, sie am Leben zu erhalten.