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Wiesbaden

Leichtweißhöhle, Wiesbaden

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Die Leichtweißhöhle ist eine Höhle im Wiesbadener Nerotal.
Ihr Name ist auf den Wilddieb Heinrich Anton Leichtweiß zurückzuführen, der die Höhle von 1789 bis 1791 als Unterschlupf nutzte, bis Waldarbeiter die Höhle aufgrund von aufsteigendem Rauch entdeckten.

Die Leichtweißhöhle war ursprünglich eine kleine Naturhöhle.

Als Wiesbaden als Kurbad internationalen Ruf erlangte und die Höhle sich zum beliebten Ausflugsziel entwickelte.

Der Wiesbadener Verschönerungsverein baute 1856 die Höhle aus und hat ein zweiter Eingang geschaffen, ein seitlich gelegener Raum und eine mit Moos ausgepolsterte Nische, die als Schlafstätte deklariert wurde.
Außerdem mit alten Waffen und Bildern dekoriert.
Es folgte eine Romantisierung.
Der vorbeilaufende Schwarzbach erhielt einen künstlichen Wasserfall mit Holzbrücke.
Oberhalb der Höhle wurde ein Aussichtspavillon angelegt und  Höhleneingang mit einem Holzvorbau ausgestattet.
Diese Veränderungen waren so umfangreich, dass der ursprüngliche Zustand heute kaum noch zu erkennen ist.

1905 besuchte Kaiser Wilhelm II. mit seiner Gattin die Höhle.

1934 nutzte die Gestapo die Leichtweißhöhle als Folterkeller.

Mit dem Niedergang der Wiesbadener Kur speziell nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verlor die Höhle an Bedeutung und wurde geschlossen.
Durch Vandalismus und fehlende Pflege wurden die Außenanlagen in starke Mitleidenschaft gezogen.
Vielfach wurde die Höhle als Unterschlupf genutzt.

1983 wurde der Eingang in massiver Form erneuert.

Seither wird die Höhle halbjährig wieder regelmäßig Besuchern zugänglich gemacht.

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