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Paderborn

Michaelskloster, Paderborn

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Michaelskloster, Paderborn
Michaelstr.17
33098 Paderborn
Tel.: +49-52-51290630
Fax: +49-52-512906331
webmaster@michaelskloster.de
37.564 Ansichten www.michaelskloster.de

Die Fassade der Michaelskirche ist üppig dekoriert. Sie ist nach niederländischer Art im Wechsel von Sand- und Backstein ausgeführt und besitzt Züge des flämischen Barocks (Baumeister auch hier: Kapuzinerbruder Ambrosius von Oelde). Das sich anschließende dazugehörige Gebäude begerbergt das 300 Jahre alte Mädchengymnasium St. Michael und das sogenannte Michaelskloster, die Augustiner Chorfrauen, eines der lebendigen Klöster in Paderborn.

Im Jahre 1658 wurden die Augustiner-Chorfrauen aus Münster für eine Gründung in Paderborn gewonnen. Die Schwestern wohnten zunächst im sog. „Hauss auff der Pader“ schenkten, bis in den Jahren 1691 – 1698 das Kloster und die Kirche von dem Kapuzinermönch Ambrosius von Oelde erbaut wurde. Bis auf die Notzeit des Siebenjährigen Krieges verlief die Entwicklung von Kloster und Schule vergleichsweise ruhig. Da das Michaelskloster zu den Stiftungen gehörte, die sich ausschließlich dem öffentlichen Unterricht widmeten, überstand es die Säkularisation unbeschadet. Infolge des Kulturkampfes wurde das Kloster 1878 von der preußischen Regierung offiziell aufgehoben und die Schwestern wurden ausgewiesen. Nach einigen Jahren in Belgien kehrten die Schwestern 1887 kehrten nach Paderborn zurück. Nach der Schließung der Schule durch die Nationalsozialisten und trotz erheblicher Zerstörung im Jahre 1945 eröffneten die Schwestern das Gymnasium St. Michael im Januar 1946 als erste der Paderborner Schulen. Zusammen mit der 1950 errichteten zweizügigen Realschule werden heute ca. 1.500 Schülerinnen unterrichtet. Die Fassade der Kirche blieb von den Zerstörungen verschont und gilt als einzigartiges Kunstwerk flämischen Barocks. Im Garten des Klosters befindet sich die 1670 – 1673 erbaute Alexius-Kapelle, die ursprünglich zum Kloster Abdinghof (s. dort) gehörte und zusammen mit dem Alexiusgarten 1863 vom Michaelskloster erworben wurde. Sowohl die Alexius-Kapelle als auch die Michaelskirche werden wegen ihrer ausgezeichneten Akustik für kirchenmusikalische Andachten und Konzerte genutzt. Die Pflege des gregorianischen Chorals ist dem Konvent ein Anliegen. Die Gemeinschaft der Augustiner-Chorfrauen verbindet das kontemplative und aktive Ordensideal miteinander.

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