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Köln

Römerturm, Köln

Stadtkarte

Römerturm, Köln
Zeughausstraße 13
50667 Köln
Tel.: 0221 2210


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Der Römerturm ist ein mit Mosaiken verzierter römischer Wachturm der römischen Stadtmauer in der Kölner Altstadt-Nord.

Kurz nach der Erhebung zur römischen Kolonie Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) begannen die Römer mit dem Bau der neuen, fast vier km langen Stadtmauer, die mit 19 Türmen und neun Toren versehen wurde.
Einer der Türme ist der gut erhaltene Nordwestturm „Römerturm“, erbaut um 50 n. Chr.
Er ist der besterhaltene Teil dieser Anlage, etwa 5,50 Meter hoch und an seiner Feldseite mit aufwendigem Natursteinmosaik verziert.
Diese Verzierungen dürften jedenfalls in ihrem oberen Bereich in das 3. Jahrhundert gehören.
Der Turm war eingefasst von der 1.179,90 Meter langen Westmauer und der Nordmauer (948,90 Meter), die heute beide nur noch fragmentarisch vorhanden sind.

Ab 1304 begann in Höhe des Römerturms der Bau des Klarissenklosters Sankt Clara, gegründet durch die Gräfin Richardis von Jülich, der Gattin des Grundstückseigentümers Graf Wilhelm von Jüllrich. 
Die meist adeligen Klosterbewohnerinnen benutzten den Turm als Latrine.

Der seit Errichtung des Klosters als „Clarenturm“ bezeichnete Römerturm befand sich zwischen 1246 und 1805 im Besitz der Domherren zu Köln. Im Zuge der Säkularisierung  gelangte er ab 1806 in wechselndem Privatbesitz und hieß wieder Römerturm. Nach der Aufhebung des Klosters im Jahre 1802 wird das Gelände 1806 verkauft und schließlich Mitte des 19. Jahrhunderts parzelliert und weiterverkauft. Der Römerturm wurde 1833 mit einem den historischen Gegebenheiten nicht entsprechendem Aufbau versehen, was auf dem im Jahre 1836 angefertigten Aquarell des Malers Georg Osterwald gut zu erkennen ist. 1873 kaufte die Stadt Köln für 19.000 Taler den Römerturm, um dadurch eine Privatisierung und den drohenden Abriss zu verhindern. Der durch städtischen Besitz vor der geplanten Niederlegung bewahrte Turm wurde restauriert und ist heute der einzige erhaltene „Römerturm“ der Stadt. Der Kölner Architekt Josef Felten fertigte 187  Horizontalschnitt des Turms an. Die Anbauten wurden wieder entfernt, doch als 1898/1899 das angebaute neugotische Gebäude (Architekt: Carl Mori Sitz der Dombauverwaltung von 1904 bis 1948) entstand, wurde die oberste Zone mit den sichtbaren Zinnen ergänzt.
Heute ist der seit 1980 denkmalgeschützte Turm wieder in Privatbesitz.

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