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Berlin

Tresor Berlin

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Tresor Berlin
Köpenicker Straße 70
10179 Berlin
Tel.: +49-0-174-9174493
Fax: +49-0-30-69537710
diana@tresorberlin.com
320.071 Ansichten http://www.tresorberlin.de

Electro war ein Trend der 1990er Jahre ohne Schnörkel und Gemütlichkeit, dafür mit harten Rhythmen und schmucklosem, kahlem Ambiente. So präsentiert sich der Tresor Club Berlin heute allerdings nicht mehr. Was zur Gründungszeit mit aufgebrochenen Schließfächern und rustikalen Wänden Jugendliche wie ein Magnet zur Party anzog, hat sich bis heute zu einem der angesagtesten Clubs von Berlin-Mitte entwickelt. Viele heutige Stars der internationalen Musikszene machten sich einst mit Auftritten im Nachtleben beim Tresor Berlin einen Namen.

Berlins Aufatmen als Start für den Tresor Berlin

Berlin-Mitte spielte in der Zeit der Berliner Mauer eine unruhige Rolle. Westlich und östlich kam es zu Protesten, schlugen die Emotionen hoch, entwickelte sich aus Unzufriedenheit Kriminalität. Doch dann fiel die Mauer. Jugendliche aus beiden Teilen Deutschlands wollten miteinander Party machen. Das Nachtleben in Berlin-Mitte blühte plötzlich auf. Klänge nach House und Danceclassics, Latino oder Electro heizten den Tanzfreudigen ein. Es wurde schick, nicht in gemütlichen Bars, sondern so ungewöhnlich wie möglich zu feiern. Diesem Gedanken folgten die Gründer des Tresor im Jahr 1991. Trotz Streit um den ersten Standort und einen später nötigen Umzug gehört der Club zu den wichtigsten Berlintipps für Wochenende und vergnügliche Abende. Aus dem einstigen „Oh?“ ist inzwischen ein weltweit bekanntes „Ah!“ geworden.

Von der Idee zur ungewöhnlichen Umsetzung

Einer wollte Party machen, der andere einen Platz dafür finden. Also machten sich der Veranstalter einer Tekknozid-Party und ein Clubbesitzer auf die Suche in Berlin-Mitte. Sie entdeckten unter dem einstigen Wertheim-Kaufhaus am Leipziger Platz einen alten Tresorraum. Sie beließen die ramponierte Einrichtung schnörkellos und rustikal. Selbst die mehreren hundert Schließfächer, inzwischen alle aufgebrochen, gehörten zum Gründungskonzept. Zum ersten Mal tanzten Gäste im März 1991 in einem Techno Club in der Hauptstadt. Damit war die Geschichte von Berliner Techno Clubs überhaupt begründet. Das damals eher in Eile geschaffene Ambiente zu Electro blieb bis heute Kult für alle Technobewegungen weltweit. Wann immer in diesen ersten Clubjahren die Love Parade durch Berlins Straßen zog, führten die Clubbetreiber den Tresor-Park mit Sven Väth durch.

Vertreibung, Abriss und … Neuanfang

Die Kriminalität unter Gästen und die Spekulationspläne rund um das alte Kaufhaus und das Grundstück waren problematisch für den Tresor Club Berlin. Stets konnte nur mit kurzfristigen Verträgen gearbeitet werden. Schließlich endete der Vertragskampf 2005 vorläufig mit dem Ende der Electro Veranstaltungen. Das Team des Tresor Berlin musste ausziehen. Das Gebäude wurde komplett abgerissen. Für mehrere Jahre mussten die Techno Partys an wechselnden Standorten in Kreuzberg oder am Ostbahnhof durchgeführt werden. Diese Ausdauer sowie der endgültige Wechsel in ein neues Gebäude erwies sich nachträglich als genial. Für ein ehemaliges Heizkraftwerk in Berlin-Mitte konnte 2001 endlich ein langfristiger Mietvertrag „ergattert“ werden. Allerdings zog der Tresor Club Berlin erst 2007 tatsächlich in das heutige Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude ein. In die Location konnten einige der Kaufhaus-Schließfächer mitgenommen werden. Auch das Ambiente bleibt kahl und mechanisch, ganz im Sinne der Technoszene.

Weltweite Berühmtheit durch Hartnäckigkeit und Professionalität

Der neue Standort des Tresor Berlin im alten Heizkraftwerk bringt auch wegen der prominenten Geschichte des Gebäudes Medienaufmerksamkeit und Prominenz mit sich. Das liegt seit Jahren auch an der engen Beziehung zwischen Künstlern aus Berlin und befreundeten Künstlern aus Detroit (Michigan, USA). Immer wieder finden von dort Liveacts statt. Jeff Mills, Robert Hood, DJ Rolando oder Kenny Larkin gehören zu den namhaften DJs im Tresor Berlin. Das clubeigene Plattenlabel Tresor Records nimmt die Veranstaltungen mit weltweitem Erfolg auf. Überall in Europa finden sich heute Nachahmer der optischen Clubgestaltung und der musikalischen Electro Umsetzung. Vor allem das Ambiente wurde 2011 durch das Filmporträt „Joschka und Herr Fischer“ berühmt. Ein Teil der monologähnlichen Szenen wurde am neuen Standort des Tresor gedreht.

Was dich optisch und musikalisch im Tresor Berlin erwartet

Das ehemalige Heizkraftwerk Berlin-Mitte wurde wegen seiner historischen Bedeutung nicht abgerissen. Vielmehr haben es Architekten so modernisiert, dass es nun mit der Dauerausstellung „Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit“ futuristische Berliner Stadtansichten präsentiert. In der Fülle anderer Veranstaltungen bietet der Tresor Berlin an mehreren Tagen schillerndes Nachtleben zu harten, tanzbaren Techno Rhythmen. Junge und junggebliebene Technofans finden für Tanz und Party diese Highlights:

Heutiges Ambiente

Der Tresor Berlin hat Techno mit seiner damals ungewöhnlichen Location mitgeprägt. Heute brauchen Electro und Technoszene keinen solchen Stempel mehr. Doch immer noch zieht es Touristen und Berliner zu dem übergroßen und inzwischen kunstvoll renovierten Gebäudekomplex. Verwinkelt und kühl wirken die Räume, im Licht von LEDs und großen Lasershows sogar surreal. Gemütlich Hinsetzen und Cocktails an den Cocktailbars schlürfen ist im Tresor Berlin nur Nebenprogramm. Wer hier in das Nachtleben eintaucht, ist auf Tanzen, Party, Action und scharfe Electro Rhythmen vorbereitet. In der ganzen Hauptstadt gibt es größere Clubs, aber keine feste Größe mit internationalem Ruf wie auf der Köpenicker Straße mit den Technogründern des Tresor.

Heutige Musik

Seinem Techno-Programm der Gründungsjahre bleibt der Tresor Berlin weiterhin treu. Allerdings ist aus manchem, der damals im Tresorraum des Kaufhauses auslegte, längst ein internationaler Star der Szene geworden. Statt um Stars zu werben, bewerben die sich inzwischen von Detroit und anderen Orten aus für einen Liveact im Tresor Berlin. Die Ankündigung solcher internationalen Größen lockt wiederum die Technofans aus Nah und Fern in begeisterten Trauben zu den Toren des Heizkraftwerks. Straßenfestivals des Tresor gehören nach Trendende des Techno der Vergangenheit an. Dafür brodelt die Stimmung in den schmucklosen, teilweise mit aufgebrochenen Schließfächern dekorierten Hallen wie eh und je.

Keine Party ohne Regeln, auch für den Tresor Berlin

Typisch Techno, sagen manche Besucher über Berlins Clubs. Sie meinen damit eine chaotische Organisation, hohen Drogenkonsum und eine ungute Mischung der aufgeheizten Emotionen. Für den Tresor Club Berlin lässt sich solche Skepsis anhand der aufgestellten Clubregeln leicht widerlegen. Minderjährige Gäste werden für das doch turbulente Nachtleben im Club nicht zugelassen. Türsteher prüfen dies in jedem einzelnen Fall akribisch nach. Bei älteren Gästen gibt es Ausnahmen – doch versucht der Tresor Berlin, zu starke Altersunterschiede bei der Party zu vermeiden. Will heißen: Kommen viele Ü30, haben auch 45jährige kein Problem mit dem Einlass. Vergnügen sich aber (vielleicht wegen eines heute auflegenden Star-DJs) eher Partygruppen im Schnitt zwischen 18 und 25, dann gibt es mindestens den Hinweis auf dieses „heute sehr junge Publikum“. Die Sicherheit wird wie bei allen Clubs aus aktuellen Anlässen ernstgenommen. So dulden die Türsteher keine Waffen, keine alkoholisierten Besucher und keine Drogen. Auch im Tresor Berlin wird während der Party stets ein waches Auge auf eventuell auffällige Personen geworfen. Wer wirklich das Nachtleben hier genießen möchte, kann sich also in einer freundlichen, von Electro und einem neblig-düstren sowie bunten Ambiente wohlfühlen.

Fazit

Nichts hat unter den Clubs in Berlin das Nachtleben so geprägt wie seit 1991 das Tanzlokal Tresor Berlin. Ein ungewöhnliches Konzept aus Ambiente und Musik hauchte damals dem heute international beliebten Techno seine Seele ein. Die Regeln sind bis heute streng, aber zum Wohle aller Partygäste gleichgeblieben. Vor allem angesichts früherer Vorfälle in der Hauptstadt gehört Sicherheit zu den wichtigen Geboten des angesagten Clubs.

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