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Berlin

Wo Sie schöne kurze Laufstrecken in Berlin finden

Wer am Sonntag beim Citylauf zugeschaut hat, dachte sich vielleicht: „Das schaffe ich nie.“ Ein bisschen Identifikationsfläche gab es womöglich mit den Teilnehmern, die sich keuchend und rotgesichtig auf die Zielgerade zubewegten, als würde es um puren Überlebenskampf gehen. Aber die, die auch noch bei Kilometer 20 sprinteten wie auf den ersten Metern – mit denen fühlten sich wohl die wenigsten gemein.



Dabei haben ganz sicher alle Läufer mal klein angefangen. Vielleicht lagen auch sie anfangs schon nach drei Kilometern völlig erschöpft auf dem Sofa. Und wahrscheinlich mussten auch sie gegen so einige Schweinehunde ankämpfen, bis sie fit für den Halbmarathon waren.



Endlich die guten Vorsätze nach mehr Bewegung umsetzen



Aber es muss ja gar nicht unbedingt ein Halb- oder gar ein Marathon sein. In Berlin gibt es das ganze Jahr über und besonders jetzt im Frühjahr an vielen Wochenenden Laufveranstaltungen mit kürzeren Distanzen wie fünf oder zehn Kilometer. Gesünder für Gelenke und Herz-Kreislauf, so heißt es immer wieder von Medizinern, sind ja sowieso eher die kleinen Läufe – Hauptsache, sie finden regelmäßig statt und man vergisst das Dehnen nicht.



Und so manch einer muss sich da wohl jetzt eingestehen, dass er sich das Laufen doch eigentlich schon längst vorgenommen hat. Vielleicht zu Silvester? Ist ja nun auch schon wieder mehr als ein Vierteljahr her.



Also, wieso nicht den Halbmarathon zum Anlass nehmen, um die eigene Laufsaison zu starten? Wir haben acht Strecken zusammengestellt und erprobt, die sich für den Anfang eignen und meist gut variierbar sind, also sich auch verlängern lassen. Wir haben vor allem solche Wege gesucht, die nicht jeder kennt, denn für die Runde durch den Volkspark Friedrichshain braucht man keine Anleitung, da reicht es, der Herde hinterherzurennen.



Wie man den Schweinehund am besten überwindet



Die meisten unserer Strecken liegen in den Innenstadtbezirken. Das hängt auch wieder mit dem Schweinehund zusammen, denn der lässt sich am besten überwinden, wenn man gleich vor der eigenen Haustür loslaufen kann und nicht erst kilometerweit an den Stadtrand fahren muss, um dann dort fünf Kilometer zu laufen.



In Berlin lässt sich ohnehin fast überall laufen. Für den Anfang reicht auch die Runde um den Block oder durch einen der Stadtparks, die es in jedem Bezirk gibt. Auch an Havel, Spree, den Kanälen und den vielen Seen lässt sich gut joggen. Ein Klassiker im Grunewald ist zum Beispiel der Schlachtensee (sechs Kilometer) oder gleich noch die Umrundung der Krummen Lanke (drei Kilometer) dazu. Überhaupt bietet der Grunewald fast unendlich viele Laufmöglichkeiten.



Eine große Erstausstattung ist nicht nötig



Laufend lässt sich auch immer wieder Neues in der Stadt entdecken. Wenn zum Beispiel der Nachwuchs zu irgendwelchen Fußballspielen durch die Stadt gefahren werden muss, kann man die Zeit, statt mit überengagierten Eltern am Spielfeldrand zu verbringen, doch mal für eine Runde im fremden Bezirk nutzen. Also, Möglichkeiten gibt es reichlich, man muss sie nur ergreifen.



Nicht einmal in einen Sportverein oder ein Fitnessstudio muss man fürs Laufen eintreten. Und als Erstausstattung braucht es auch nicht viel. Wichtig sind passende Laufschuhe mit gewisser Dämpfung. Da ist eine gute Beratung empfehlenswert. Und die Hose, die sollte auch sitzen statt zu rutschen. Nach Blasen am Fuß kann einem gleich danach die Hose, die schon nach dem ersten Kilometer gefühlt in der Kniekehle hängt, das Lauferlebnis gründlich verleiden.



Mit einer Fitness-App macht vielen das Joggen mehr Spaß



Alles andere, was heute noch so in der Abteilung Running angeboten wird, ist fürs Erste wahrscheinlich nicht nötig. Niemand muss gleich mit Getränkegürtel, Kompressionsstrümpfen und neongelbem Komplettoutfit aus dem neuesten Funktionsmaterial zum ersten Lauf aufbrechen.



Dann vielleicht besser eine Fitness-App herunterladen, die gibt es in der Basisversion meist auch kostenlos. Sie meldet auf Wunsch während des Laufes die zurückgelegten Kilometer und speichert hinterher Geschwindigkeit, Strecke und Dauer. Einmal in der Woche wird man auch je nach Laufverhalten für seinen Einsatz gelobt oder freundlich darauf hingewiesen, dass noch ein wenig mehr gehen könnte. Der Schweinehund hat da einen schlechten Stand.

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