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Selbstständige Altersvorsorge

Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt vor wenigen Tagen veröffentlichte, müssten bei jedem Deutschen die Alarmglocken klingeln lassen: Vor zehn Jahren galten 14 Prozent der Rentner in Deutschland als armutsgefährdet. Innerhalb von sieben Jahren stieg deren Anteil auf 18,7 Prozent, wie die Statistiker jetzt mitteilten. Dieser Anstieg ist deutlich höher als in anderen Teilen der Bevölkerung.

Als armutsgefährdet gilt eine Einzelperson, die jährlich weniger als 13.628 Euro zur Verfügung hat. Stellt man dieser Zahl die Durchschnittswerte der Rentenhöhe gegenüber, wird schnell klar, dass die gesetzliche Rente als Altersvorsorge nicht mehr ausreichend ist. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bezogen die Rentner in Deutschland im Durchschnitt eine monatliche Rente von 896 Euro (Stand 31.12.2018). Wer seinen gewohnten Lebensstandard im Ruhestand aufrecht erhalten will, muss selbstständige Altersvorsorge betreiben.

Rentenniveau sinkt drastisch

In Deutschland spielt die gesetzliche Rente immer noch eine zentrale Rolle, wenn es um die Absicherung für das Alter geht. Die meisten Angestellten sind in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Das heißt, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Monat für Monat Beiträge in Höhe von 18,6 Prozent des Bruttoverdienstes ein. Die Zahl der Rentenempfänger steigt und die Zahl der Einzahler wird geringer. Diese demografische Entwicklung hat dazu geführt, dass die bisherigen Regelungen reformiert werden mussten. Um die Beitragshöhe für die gesetzliche Rentenversicherung nicht in astronomische Höhen zu treiben, wird das Rentenniveau schrittweise auf 45 % des Durchschnittseinkommens gesenkt. Die Differenz sollen die Versicherten durch selbstständige Vorsorge ausgleichen.

Das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge in Deutschland

Nach den Vorstellungen der Politiker soll die Altersvorsorge auf drei Säulen ruhen. Die Rente aus der gesetzlichen Versicherung oder den berufsständischen Versorgungswerken für Angehörige bestimmter freier Berufe bildet die Basisversorgung. Als zweite Säule dient die betriebliche Altersvorsorge. Mit solchen Betriebsrenten lässt sich erfahrungsgemäß nur ein Teil der Rentenlücke schließen. Wer sich im Alter nicht einschränken will, muss sich ein drittes Standbein verschaffen und eine selbstständige Altersvorsorge aufbauen.

Private Absicherung für den Ruhestand - welche Optionen stehen zur Auswahl?

Der Klassiker der privaten Altersvorsorge war jahrzehntelang die private Rentenversicherung. Da die Zinsen seit Jahren nahe dem Nullpunkt sind und auch in absehbarer Zukunft nicht steigen werden, ist der Garantiezins für solche Versicherungen drastisch gesunken. Das heißt, mit solchen Versicherungen lassen sich keine Renditen erwirtschaften.

Sparbuch, Termin- und Tagesgeldkonten sind für die selbstständige Altersvorsorge ebenfalls ungeeignet. Obwohl Fachleute seit Jahren darauf hinweisen, dass kein Weg an Aktien vorbeiführt, scheuen die meisten den Weg an die Börse noch immer. Das Auf und Ab der Kurse verunsichert viele. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass sich mit Aktieninvestments Renditen erzielen lassen, von denen Inhaber von Sparbüchern und anderen niedrig verzinsten Anlageformen nur träumen können.

Schritt für Schritt das Investieren in Aktien erlernen

Aktien zu kaufen, ist heute einfacher denn je, weil Sie nicht mehr auf eine Hausbank angewiesen sind. Mit Hilfe eines Online-Brokers können Sie Aktien und andere Wertpapiere kaufen, verkaufen und verwalten lassen. Wie Sie den passenden Online-Broker finden, ein Depot eröffnen und Ihre ersten Schritte beim Aktienhandel gehen, erfahren Sie auf Portalen wie https://kryptoszene.de/aktien-kaufen/.

Nicht nur Spitzenverdiener können erfolgreich für ihren Ruhestand vorsorgen

Viele Männer und Frauen, die ein durchschnittliches Gehalt beziehen, sind der Meinung, dass ihr Einkommen für eine selbstständige Altersvorsorge nicht hoch genug sei. Miete, Strom, Telefon, Versicherungen, das Familienauto, der wöchentliche Einkauf ... die monatlichen Belastungen sind hoch. Trotzdem haben die meisten die Möglichkeit, monatlich einen kleinen Betrag zurückzulegen. Sparen Sie dieses Geld und legen Sie es in Aktien an, bauen Sie bis zu Ihrer Pensionierung ein beachtliches Guthaben auf. Dafür sorgt der Zinseszinseffekt, den viele Sparer unterschätzen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich über einen längeren Anlagezeitraum hinweg mit einem Aktieninvestment im Durchschnitt Renditen von 7 - 8 Prozent erzielen lassen. Mit einer solchen Rendite verdoppelt sich die angelegte Summe innerhalb von zehn Jahren.

Investments in Aktien sind auch mit kleineren Beträgen möglich

Falls Sie sich für Aktien interessiert und monatlich einen bestimmten Betrag sparen möchten, ist ein ETF-Sparplan empfehlenswert. ETF sind Investmentfonds, die am Aktienmarkt investieren und einen bestimmten Börsenindex nachbilden. Mit Ihren vom Konto abgebuchten Beträgen werden monatlich oder quartalsweise Fondsanteile gekauft. Das Investieren in einen ETF-Sparplan hat den Vorteil, dass Sie auch mit kleineren Beträgen breit gestreut und sicher investieren können.

Fünf Tipps für Ihre Altersvorsorge:

  1. Informieren Sie sich rechtzeitig. Je früher Sie mit der selbstständigen Altersvorsorge beginnen, desto mehr profitieren Sie vom Zinseszinseffekt.
  2. Sparen Sie regelmäßig. Selbst mit Beträgen von 50 Euro pro Monat können Sie langfristig ein beachtliches Vermöge aufbauen, mit dem Sie Ihren Ruhestand entspannt genießen können.
  3. Achten Sie bei Ihren Investments auf eine breite Streuung. So minimieren Sie das Risiko Ihrer Geldanlage, weil Sie Verluste einzelner Investments mit renditestarken Anlagen ausgleichen können.
  4. Behalten Sie die Kosten Ihrer Anlagen im Auge, da diese die Rendite eines Investments deutlich schmälern. Wechseln Sie gegebenenfalls zu einer Bank oder einem Finanzdienstleister, der günstigere Konditionen anbietet.
  5. Schichten Sie Ihr Vermögen mit dem Näherrücken Ihres Ruhestandes allmählich in Anlageformen mit höherer Sicherheit um, können Sie dem Rentenbeginn entspannt entgegen blicken.



Bild: https://unsplash.com/photos/OG3A-ilG8AY

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