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Der Stadtleben.de 🤡 Fastnachtsguide

Berliner mit bunten Partyhüten

In unserem Guide erfährst du alles über Fastnacht vom Ursprung bis zu Feier- und Veranstaltungstipps, um das Wichtigste über die närrische Zeit des Jahres zu kennen und zu wissen, wo und wie du feiern kannst.

  • Warum gibt es Fastnacht?
  • Wann wird es gefeiert?
  • Wie wird Fastnacht gefeiert?
  • Was ist das Besondere?
  • Wo wird die Zeit wie gefeiert?

Wir wissen es! Viel Spaß mit unserem Guide zur Fastnacht. Danach bist du rundum informiert. Sollten doch noch Informationen oder eine Veranstaltung fehlen, kannst du uns jederzeit eine Nachricht an redaktion@stadtleben.de schicken und wir aktualisieren unseren Guide.



Fastnacht - die fünfte Jahreszeit: Infos, Planung und Tipps

Gruppe von PartygängernEine Band namens WandaDrei männliche Cheerleader

Fastnacht, Karneval, Fasching - Ursprünglich wird die fröhlich ausgelassene Zeit, wie man sie letztendlich auch nennen mag, in der letzten Nacht vor der Fastenzeit vor Ostern ausgeübt. Heutzutage ist die Fastnachtszeit eine längere Phase. Der Name Fastnacht stammt aus dem Hochdeutschen vastnacht und bedeutet Vorabend der Fastenzeit. Doch in anderen Regionen findet man auch zahlreiche andere Namensgebungen. So zum Beispiel kommt der Name Karneval von carne levare (Fleisch wegnehmen). Demnach wird in der Fastenzeit auf einige Lebensmittel verzichtet, von denen zuvor, in der Fastnachtszeit, noch Übermengen verspeist werden.

Ursprünglich kommt die Fastnacht aus dem katholischen Bereich. In den 1990er Jahren kam dann aber der Boom auch in den protestantischen Gegenden.

Vom 11.11. um 11:11 Uhr des Vorjahres arbeitet man hin bis zur eigentlichen Fastnachtszeit des nächsten Jahres. Der ursprüngliche Beginn ist der 6. Januar, der Dreikönigstag. Die Länge der eigentlichen Fastnachtssaison ist dann abhängig von dem beweglichen Datum des Osterfestes. Demnach ist Aschermittwoch am 46. Tag vor dem Ostersonntag. Wichtige Tage der närrischen Zeit sind die Weiberfastnacht / der schmotzige Donnerstag / der Fette Donnerstag, der Rosenmontag und der Aschermittwoch, mit dem die Fastenzeit beginnt. Je nach Region und Gegend variiert auch hier die Namensgebung und die Bedeutung der jeweiligen Tage. Die größten Umzüge Deutschlands gibt es in Köln, Mainz und Düsseldorf.

Warum wird gefeiert?

Gefeiert wird die Zeit vor der Fastenzeit, die Phase, die ab Aschermittwoch beginnt. Doch warum?

Die ersten Vorläufer des Karnevals wurden bereits vor 5000 Jahren in Mesopotamien gefeiert.

Bis heute ist das Gleichheitsprinzip, das damals zum ersten Mal bei ausgelassenen Festen ausgeübt wurde, ein bedeutsames Merkmal des Karnevals.

In den gesamten Kulturen rund um das Mittelmeer lassen sich ähnliche Feste nachweisen, bei denen oftmals der Winter hinter sich gelassen und der Frühling gefeiert werden sollte. So gab es zum Beispiel bei den Römern bereits Umzüge, bei denen geschmückte Schiffswagen umhergezogen wurden. Kelten dagegen verkleideten sich als Geister, Kobolde oder andere Gestalten aus der Natur.

Seit dem 19. Jahrhundert findet außerdem am 11.11. um 11:11 Uhr jährlich die Eröffnung der Karnevalssaison statt. Denn ursprünglich gab es vor Weihnachten ebenso eine Fastenzeit wie vor Ostern, bei der auf bestimmte Lebensmittel verzichtet werden musste. Diese begann am 11. November. Demnach ist der Martinstag ein zusätzlicher “kleiner” Karneval.

Das ist Brauch an Fastnacht

  • Fastnacht wird auf unterschiedliche Weisen zelebriert. Hier ist von Umzügen bis hin zu Verkleidungen und Maskenbällen alles möglich.
  • An Umzügen, Feiern etc. begrüßen sich die Karnevalisten oder schließen ihre Büttenreden mit Narrenrufen, wie Helau oder Alaaf, ab. Welchen Ruf sie dabei verwendet, ist abhängig von der Region Deutschlands. Zu Fastnacht werden bestimmte Gerichte bevorzugt oder sogar ausschließlich in dieser Zeit gegessen. Die Speisen bestehen dann hauptsächlich aus den Zutaten, die während der Fastenzeit verboten sind. Davon sind zum Beispiel Fleisch, Eier und Fett betroffen.
  • An vielen Orten gibt es zu Mitternacht am Aschermittwoch die Tradition, dass eine Strohpuppe, verantwortlich für die Lasten der vorangegangenen Tage, verbrannt wird.

Die regionalen Unterschiede der närrischen Zeit

Ob Karneval, Fastnacht oder Fasching... Es gibt noch zahlreiche andere Namensgebungen, die von der Region und dem Land abhängig sind.

In Deutschland sind die Hochburgen des Faschings vor allem das Rheinland (Raum Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf) und die schwäbisch-alemannische Fastnacht. Bereits 1804 entstand in Köln der Ruf Kölle Alaaf, der damals allerdings als Toast-Ruf für Friedrich Wilhelm IV. von Preußen galt.

Schaut man auf die restliche Welt, fallen einem noch viel mehr Unterschiede auf:

Eine besondere Vitalität hat der Karneval in Lateinamerika entwickelt. So sollte jedem der Karneval in Rio bekannt sein. Ein anderes Beispiel aus Südamerika ist der Karneval von Oruro. Weitere bekannte und bestaunenswerte Feierlichkeiten sind zum Beispiel der Karneval in Venedig oder der Karneval von Québec. Auch in den Südstaaten der USA findet man eine beeindruckende Karnevalstradition vor. In Namibia dagegen findet Karneval an diversen Orten im gesamten Land statt und hat hier sogar bereits keinen zeitlichen Bezug zur Fastenzeit mehr.

    Die wichtigsten Fastnachtsregeln im Überblick

    Eine Gruppe GeishasKostüme zum Thema Dia de los MuertosBunte Partygruppe

    1. Ausreden – Zu kalt, zu voll, zu windig. Falsch, Fastnacht ist (wie für viele auch Malle) nur einmal im Jahr, Ausreden gelten hier nur im absoluten Ausnahmefall. Auch die Fastnachtsmuffel unter Euch sollten sich hier mal aufraffen und von der ausgelassenen Stimmung anstecken lassen. Fastnacht bedeutet schließlich nicht nur Kostümieren, sondern auch Lebensfreude und Ausgelassenheit pur!

    2. Bier oder auch andere alkoholhaltige Getränke – die ausgelassene Stimmung verleitet den ein oder anderen Cowboy oder motivierte Krankenschwestern dazu, etwas mehr Alkohol als sonst zu konsumieren. An und für sich ist das auch kein Problem und gehört für viele auch einfach mit dazu. Aber nicht vergessen: Don't Drink & Drive – gerade an Fastnacht gitb es in allen Städten verstärkte Polizeikontrollen.

    3. Chamäleon – An Fastnacht habt ihr die Möglichkeit einmal im Jahr die „Sau rauszulassen“ und Euch nach Belieben zu verkleiden und verschiedenste Kostümierungen auszuprobieren! Perücken, Masken, Netzstrumpfhosen, an Fastnacht ist (fast) alles erlaubt!

    4. Durchhaltevermögen – Viele läuten bereits am Altweiberdonnerstag den Fastnachtmarathon ein und feiern bis zum Fastnachtsdienstag durch, eine kleine Pause zwischendurch, ausreichend Wasser und auch etwas Schlaf sind da trotzdem auf jeden Fall sinnvoll.

    5. Flirten – Fastnachtszeit ist auch immer Zeit des Flirtens, doch richtiges Flirten will gelernt sein und nicht alle Signale, die in der Menge beim Feiern abgegeben werden, sind nicht unweigerlich als Aufforderung gemeint. Bei den kurzen Röckchen und tiefen Ausschnitten kann der Puls zwar auch mal etwas höher schlagen, aber erlaubt ist immer nur, was beiden gefällt! Erste Annäherungsversuche beim Schunkeln oder an der Bar sind natürlich erlaubt und oft ja auch erwünscht.

    6. Wertsachen – Bei aller Euphorie, Diebe halten natürlich besonders an Fastnacht nach leichter Beute Ausschau, also bei zunehmendem Akoholpegel & bebender Stimmung die Wertsachen nicht vergessen und an einem sicheren Ort verwahren.

    Falls wir noch einen lebenswichtigen Tipp vergessen haben sollten, freuen wir uns über Eure Nachricht an redaktion@stadtleben.de.

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